Turbulente Tage – Stille Nacht

In dieser Woche wollte ich mich hauptsächlich mit dem Projektsteckbrief für meine Wissensdatenbank beschäftigen. Die aktuellen Ereignisse haben diesen Plan mächtig durcheinander gebracht. Mal sehen, ob ich eine Brücke zwischen Corona und Projektplanung schlagen kann.

Die Woche fing eigentlich relativ normal an. Ich bin nach 3 Wochen wieder einmal nach Frankfurt ins Büro gefahren, um meine Übergabe an meinen Nachfolger zu organisieren. Das so etwas immer mit einem Restrisiko verbunden ist, sich eine Corona Infektion einzufangen, darüber war ich mir im Klaren.

Dienstag wurden wir alle mit einem ersten Wintereinbruch beglückt. Auch im Rheingraben lagen gut 3 bis 5 Zentimeter nasser Neuschnee. Am Abend hatte ich dann einen längeren Austausch mit Sebastian über den Aufbau einer Entwicklungsumgebung für WordPress. Ich konnte aus dem Chatverlauf ein paar sehr nützliche Anregungen für mich herausziehen. Vielleicht setze ich hiervon auch noch etwas in meiner Umgebung um.

Mittwoch bin ich nochmals nach Frankfurt in die Firma gefahren, um Gruppenfotos der Kollegen für den jährlichen Kalender anzufertigen. Davor hatte ich noch ein weiteres Meeting mit der obersten Heeresleitung bezüglich der Übergabe meines Aufgabenbereichs über rund 2 ½ Stunden. Für mich verlief so weit noch alles in geordneten Bahnen.

Donnerstag konnte ich wieder im Home-Office arbeiten. Die Bilder vom Mittwoch musste ich noch per Stapelverarbeitung ins JPEG-Format umwandeln, damit ich sie nach Hamburg schicken konnte. Dabei traf mich die Meldung über einen positiven Covid-19 Befund bei einem Kollegen wie der Schlag. Das bei über hundert Kollegen am Standort schon rein rechnerisch ein Covid-19 Fall darunter sein kann, war mir bewusst. In meinem Hinterstübchen fing es an zu rattern.

Mit wem hatte ich im Büro engeren Kontakt und bestand für mich das Risiko einer Infektion mit Covid-19. Ich habe hier meine 82-jährige Mutter und ein positiver Bescheid wäre für sie und mich eine Katastrophe. Wer kümmert sich um meine Mutter, wenn ich in Quarantäne muss? Die oberste Heeresleitung informierte mich über den Stand der Lage. Beruhigt hat mich das aber noch nicht. Ich fühlte direkt, wie mein Körper den Krisenmodus aktivierte.

Freitag analysierte ich die Lage. Zu dem einem positiven Fall gesellte sich noch über die Gerüchteküche ein zweiter hinzu. Eine schriftliche Bestätigung durch die oberste Heeresleitung blieb für diesen Fall aus. Ich entschied mich für einen 4. Corona-Test, um das Risiko für meine Mutter möglichst gering zu halten. Meine Corona-Warn-App meldete mir eine Begegnung mit niedrigem Risiko. In Bezug auf die aktuelle Lage war und bin ich geneigt, diese Einschätzung als sehr optimistisch einzustufen.

Ich war am Freitagabend sehr positiv überrascht, dass mein Testergebnis schon nach 5 Stunden per Mail an mich übermittelt wurde. Das war gottlob das einzig „positive“ an der Nachricht. Der Test war negativ und ich konnte mich fürs Erste entspannt zurücklehnen. Meine Analyse war, dass ich wohl mehr Glück als Verstand hatte. Meine Fahrten nach Frankfurt wären durchaus vermeidbar gewesen. Besprechungen lassen sich in Zeiten von Corona auch über Teams hervorragend durchführen.

Ende gut, alles gut? Noch nicht. Ein gewisses Restrisiko besteht noch. Ich weiß noch nicht, ob ich einen weiteren Test in der nächsten Woche durchführen lasse. Das hängt auch stark davon ab, wie ich mich fühle. Alle Kollegen hatten bis jetzt negative Testergebnisse, mit denen ich engeren Kontakt hatte. Die Lage stellt sich für mich insoweit entspannt dar.

Am Samstagabend habe ich Ruhe und Zeit gefunden, über mein Projekt Wissensdatenbank für WordPress nachzudenken. Herausgekommen ist ein kleiner Projektsteckbrief. Am Sonntag konnte ich dann noch die Installation von Postfix und Dovecot in der Testumgebung vervollständigen. Hier habe ich jetzt alle Screenshots für die Artikel in der Wissensdatenbank beisammen. Bei der Gelegenheit wurde auch gleich der Client im Testlabor auf Ubuntu Client 20.04 LTS gebracht. Damit war das Wochenende wieder voll ausgefüllt und mal sehen, was mir die nächste Woche so bringen wird.

5 Gedanken zu “Turbulente Tage – Stille Nacht

  1. Michael, das klingt ja erstmal nach „Glück“ gehabt. Auch bei uns gab es den einen oder anderen direkten Erst bzw Zweitkontakt. In keinem der Fälle bekam einer meiner Kollegen geschweige denn ich eine Testung. Wir werden weiter auf die Menschheit losgelassen, als wenn nichts wäre. Natürlich ein ziemlich komisches Gefühl…. Auf das wir alle gesund bleiben. Und Micha, wenn das alles wieder vorbei ist, fülle ich den Partyschrank nochmal etwas nach und du erhälst hier einen Schlafplatz . In diesem Sinne eine schöne Vorweihnachtszeit! Gruß, Ralf

    1. Hallo Ralf,

      du hast erfasst. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie wichtig das Testen ist.
      #Stay at Home und bleib gesund.
      Gut zu wissen, dass der Partyschrank voll ist. Sobald es wärmer wird, weiß ich wo ich hin muss.

      Gruß Michael

      1. Interessant wäre es ja, wenn man auf ein Kommentar informiert wird. Dann könnte man selber nochmal nachsehen. Hab durch Zufall gesehen, das du geantwortet hast.

  2. Hallo Ralf,

    musste erstmal nachschauen, ob es die Funktion out of the box bei WordPress überhaupt gibt. Ich muss Dir sagen leider nein. Ich freue mich aber über jeden Besuch von Dir auf meinem Blog ;)…

    Liebe Grüße nach Lu

    Michael

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