Review KW52 2020

Die Woche war die reinste Achterbahn der Gefühle. Aus ein paar ruhigen Tagen zwischen den Feiertagen wurde nichts. Zum Jahresende nochmal mächtig was los in meinem kleinen Kosmos.

Man kann und darf geteilter Meinung sein. Nur sollte man sich vorher genau überlegen, welchen surrealistischen Schwachsinn man über die sozialen Bedürfnisanstalten so in die weite Welt posaunt. Paul ist hier ein Meister des Verbreitens von geistigem Biomüll. Auch diesen Sonntag hat er besonders viel Zeit und Mühe in das Verfassen eines entsprechenden Beitrags gesteckt. Dabei ist der Paul beileibe nicht der einzige, der offensichtlich genug Zeit für solchen Blödsinn findet. Mir scheint, in den sozialen Bedürfnisanstalten tummeln sich nur noch Fälle für die Psychiatrie. Wahrscheinlicher ist aber, dass ich mich in der Vergangenheit mit den falschen Gestalten verlinkt habe. Ansonsten verhagelte mir ein Sturmtief über Schottland die Pläne für den Sonntag.

Das Wetter am Montag spiegelte vortrefflich meine Gefühlslage wider. Ein Mix aus nassem Grau mit gelegentlichen Aufhellungen begleitete mich auf meinem Weg nach Frankfurt. Ich schloss ein Kapitel ab und öffnete ein neues. Besonders herzlich verabschiedete mich unser belgischer Wagenlenker Lüttix. Nicht ohne mich zu ermahnen dem harten Kern der Spacken auf WhatsApp treu zu bleiben. Mit einer Träne im Auge machte ich mich auf den Rückweg. Im Homeoffice angekommen, erledigte ich die lästige Pflicht und erneuerte das Zertifikat für den Heimserver. Ein bisschen „sudo“ kann nicht schaden: https://schaemicon.de/?yada_wiki=lets-encrypt-zertifikat-erneuern

Dienstag überraschte mich die Nachricht nicht wirklich, dass Kollege Grautvornix endlich eine Aufgabe gefunden hat, die offensichtlich seinen Fähigkeiten entspricht. Lüttix spendiert zwei Schaufeln und Grautvornix kann endlich Paarschippen. Getreu seinem Motto: „Erst buddeln, dann knuddeln.“ Für die oberste Heeresleitung fängt das neue Jahr schon mit einem Achtungserfolg an. Darauf kann man gepflegt einen Grappa heben.

Ganz ohne den alten Sack ging es am Mittwoch nicht. Die Krabbelgruppe hat sich wohl selbst ein Ei gelegt und der Furz hatte ordentlich Gewicht. Ziemlich schwer war auch das Paket mit dem neuen Equipment. Der arme Haschisch-Lieferant kam ganz schön ins Schwitzen. Den alten Krempel bin ich gerade losgeworden und da kommt schon der neue an. Mein Sauerkraut Blues fand keinen Anklang beim harten Kern der Spacken. Bio-Knaller scheinen kein Hit zu werden. Mir bleibt nichts erspart.

Den Vormittag an diesem Silvester habe damit verbracht, meinen neuen Rechner einzurichten. Den Rest des Tages war dann gepflegte Langeweile angesagt. Das nasskalte Wetter lädt nicht unbedingt dazu ein, länger vor die Tür zu gehen. Nur mit Mühe konnte ich mich dazu bringen, nach Aldi zu gehen. Auch dort herrschte gähnende Leere. Mit Linsensuppe versuche ich noch ein paar Bio-Knaller zu erzeugen. Ob das gut geht? Der Klassiker des Tages ist heute „Döner for one“. Die gespenstische Ruhe wird nur durch die Sirenen eines vorbeifahrenden Krankenwagens unterbrochen. Im Hintergrund säuseln die Lüfter meiner Computer. Das ist Silvester 2020.

Hallo mein Lieber Michael,
das Jahr ist fast rum.
Ein Jahr, dass uns sehr viel abverlangt und vor große Herausforderungen gestellt hat.
Auch in unserer Firma gab es sehr viel Neues und viele Änderungen.
Sehr überrascht war ich, wo Du mir gesagt hast, dass Du Dich beruflich verändern wirst.
Eine Entscheidung, die ich verstehen kann, aber auch mit viel Wehmut betrachte.
Mit Dir verlässt uns nicht nur ein Stück More Geschichte, sondern auch ein toller Mensch und Kollege..
Ich wünsche Dir und deiner Mutter alles Gute, einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Gesundheit.
Denk daran, „man sieht sich immer zweimal im Leben“.. Pass auf Dich auf LG Matze🤠🍻

Bei solchen Zeilen kommen einem auch noch einen Tag später die Tränen. Da musste am Neujahrstag ein Kontrastprogramm aufgelegt werden. Einmal den inneren Schweinehund überwinden und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kurz nach Ladenburg geradelt. Die Daten zur Tour mit Bildern werde ich am Montag hier online stellen.

So trostlos das Wetter an diesem Samstag, so trostlos sind auch die Aussichten. Berufspessimist Lauterbach schwört uns auf die schlimmsten drei Monate der Pandemie ein und Jan Fleischhauer titelt in seinem schwarzen Kanal auf Focus-Online: „Merkels Impfstoff-Versagen: Die verheerendste Entscheidung der Kanzlerin in 15 Jahren Amtszeit“. Und wieder gibt es einen, der solchen Unfug auf Facebook teilt. Ich war gerade in Laune und musste natürlich meinen Senf dazu abgeben. Irgendwie muss man ja dieses trostlose Wetter totschlagen. Und sei es mit unsinnigen Kommentaren zu unsinnigen Kommentaren zu unsinnigen Gedanken von Menschen, die sich einfach bei mir noch nicht vorgestellt haben. Oder meint Ihr, ich würde den Bioabfall aus dem surrealistischen Eierkarton eines schwarzen Kanals ernst nehmen?

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