AfD – Der Bürgerschreck oder ein Wolf im Schafspelz?

Darf ich auf meinem Blog politisch werden und gesellschaftliche Probleme aufgreifen und kommentieren. Ich denke mal ich darf. Und nach dem heute nichts in der Glotze kommt und die intellektuelle Bildzeitung Spiegel auch nichts vernünftiges im Programm hat, werde ich mal den Jungs vom AfD den Spiegel vor das Gesicht halten, ganz wie es einst der Till gemacht hat.

Das Problem

Es gibt in diesem Land Menschen die Angst vor allem neuen und Fremden haben. In dieser globalisierten Welt kommen Sie einfach mit den Veränderungen nicht klar. Auch die neuen Medien mit Ihren sozialen Netzwerken und der Möglichkeit, dass jeder seine Meinung unzensiert und ungefiltert veröffentlichen kann, verunsichert diese Menschen. Was kann ich glauben? Was ist die Wahrheit, und was ist einfach nur gelogen? Menschen die nicht wie ich im differenzierten Umgang mit Informationen geübt sind, kommen da leicht an Ihre Grenzen. Und so gibt es nichts leichteres, als an irgendwelche Verschwörungstheorien zu glauben.

Es gab schon immer Menschen die aus Ihrer Heimat vertrieben wurden und dann ihr Glück in der Fremde suchten. So habe sich im 4. Jahrhundert nach Christus die Ostgoten und Westgoten auf dem Weg aus Ihrer Heimat im Nordosten von Europa gemacht um im sonnigen Süden einen sonnigeren Ort zu finden. Im 17. und 18. Jahrhundert sind Millionen von Europäern in die neue Welt Amerika gegangen um dort Ihr Glück zu finden. Und am Ende des 2. Weltkriegs sind Millionen von Ostdeutschen nach Westen vor der roten Armee geflüchtet. Vertreibung durch Krieg oder die Aussicht nach einem besseren Leben, haben schon immer Menschen dazu bewogen, ihre Heimat zu verlassen und in der Fremde sich eine neue Zukunft aufzubauen. Nur auf einem Planeten mit 8 Milliarden Menschen gibt es keinen Winkel mehr, der nicht schon von Homo Sapiens bevölkert ist. Und das jene die zuerst an den schönen Plätzen waren, nicht erfreut sind, das da andere auch Leben wollen, ist auch schon historisch verbürgt.

Nun haben wir das Problem, das wir in Süd und Osteuropa ein Armenhaus haben, was noch durch die europäische Sparpolitik verschärft wird, hunderttausende von Menschen aus den Krisengebieten im Nahen Osten auf der Flucht sind und eine nicht wenige große Anzahl von Afrikanern dem Elend auf dem schwarzen Kontinent entfliehen wollen. Und all diese Menschen haben nur ein Ziel – Good Old Europe. Bei dem, was sich da gerade jetzt auf dem Mittelmeer abspielt, kann man tatsächlich von einer Völkerwanderung sprechen. Nur sind es eben keine Goten.

Die Lösung

Ich will hier nicht die Scheißhausparolen wiedergeben, die aus dem Dunstkreis der Alternative für Deutschland (=AfD) oder den Patriotischen Europäern gegen eine Islamisierung des Abendlandes via Facebook und Co zum besten gegeben werden. Ich kann gar nicht so viel saufen, wie ich an dieser Stelle kotzen möchte. Tausche ich in diesen Phrasen den Begriff Islam durch Judentum aus, komme ich der wahren Gesinnung dieser Zeitgenossen schon sehr nah. Hier wird ewig gestriges Gedankenpotential unter dem Deckmantel des guten Deutschen Patriotismus versteckt, das selbst Göbbels und Julius Streicher aus Ihren Gräbern frohlocken. Gerade wir Deutsche haben aus unserer Geschichte eine Verantwortung, die diese Freigeister komplett aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben.

Nur so viel: Wenn sich die sächsische Migrationsministerin für die Fremdenfeindlichkeit Ihrer Landsleute schämt, dann darf man dies nicht mit folgenden Kommentar in Facebook in den Dreck ziehen:

Nun, diese Frau muss krank sein, wie mancher der hiesigen Politiker auch. Anscheinend hat diese Petra Köpping (Kopflos) der SPD den Überblick verloren und ignoriert den Hilferuf ihres Parteigenossen in München. Wie ist es nur möglich, das diese angeblichen El(nieten) so einen Mist von sich geben können ? Ja wie Krank muss man da sein, um sich so zu Äußern? Und gibt es da noch Hoffnung, nicht in der „Geschlossenen“ den Rest des Lebens verbringen zu müssen ? Der Gesichtsausdruck spricht ja Bände über die Verfassung dieser frau.

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Liebe Frau Köpping auch ich schäme mich für meine Mitbürger und man hat mich ebenfalls aus diesen Kreisen als Geisteskranken beschimpft der in eine geschlossene Anstalt gehört. Wenn das so ist, bin ich gerne ein Irrer. Nur dieses geistlose Gesindel hat aus meiner Sicht nichts in der Politik zu suchen. Demokraten würden anders reagieren und schreiben.

Mein Kommentar dazu war dieser:

Nur weil man sich für Fremdenfeindlichkeit schämt, ist Mann oder Frau nicht krank. Krank ist man, wenn man die Fahne des Deutschen Widerstandes gegen das National Sozialistische Regime auf Demonstrationen gegen die Islamisierung des Abendlandes verwendet. Dann hat der Träger oder Trägerin den Schuss nicht mehr gehört, wie das Bild im Hintergrund so schön beweist. Frau Köpping hat recht mit Ihrer Aussage Jo.

Herr Hans-Jörg Borasch schrieb mir darauf:

Kaum zu glauben. Aber sie haben die gleiche Krankheit wie die Köpping. Man sollte sie sicherheitshalber isolieren, damit sie keine Unschuldigen anstecken Herr Schäfer.

Ich habe diesen fehlgeleiteten Wohlstandbürger gefragt, was er den mit den armen Flüchtlingen vor hat:

Herr Borasch, kleine Frage wollen Sie lieber die Flüchtlinge vergasen oder gleich erschießen?

Leider hat Herr Borasch mir bis zum heutigen Tage keine vernünftige Antwort auf meine sehr ernst gemeinte Frage gegeben. Was will der AfD oder Pegida gegen die Flüchtlingswelle unternehmen?

Parole Nummer 1 – Zurück in die Heimat

Liebe Mitglieder des AfD und Anhänger von Pegida. Was meint Ihr, was diese armen Schlucker machen werden, wenn ihr sie wieder in die Heimat schickt? Meint ihr, nur weil ihr denen sagt, sie wären hier nicht Willkommen, dass sie dann schön brav in Ihren Heimatländern voll Armut und Krieg bleiben. Diese Forderung ist einfach nur Dumm und wird nicht funktionieren. Bei der nächst besten Gelegenheit, kehren diese Menschen einfach um und kommen wieder.

Parole Nummer 2 – Grenzen dicht machen und Grenzkontrollen wieder einführen.

Dümmer geht es nimmer. Selbst eine Grenzbefestigung wie der antikapitalistischer Schutzwall mit Minenfeldern und Selbstschutzanlagen auf der anderen Seite, wird diese Menschen nicht davon abhalten Wege zu finden, auch diesen Todesstreifen zu überwinden, um illegal ins gelobte Land zu kommen. Was da an schwachsinnigen Lösungen gerade in den fünf neuen Bundesländern diskutiert wird, grenzt schon an geistiger Verdummung durch übermäßigen Alkoholkonsum. Selbst die Mauern von Rom oder die Große Chinesische Mauer haben die Menschen dahinter nicht vor Invasoren und Plünderungen schützen können. Damit wird auch nicht das Kriminalitätsproblem in Ostdeutschland gelöst. Wenn die Menschen Arbeit und Brot haben, würden sie auch nicht auf die Idee kommen zu klauen. Macht euch lieber darüber Gedanken, wie die Menschen in Rumänien und Bulgarien real bezahlte Arbeit bekommen und nicht Ihre Frauen in unsere Bordelle schicken müssen!

Ich mache ein kleines Beispiel für die Ursachen. Warum kommt so eine arme Frau aus Eritrea oder anderswo vom afrikanischen Kontinent auf die Idee sich auf den Weg nach Europa zu machen. Nehmen wir an, Sie war Hühnerzüchterin und hat Ihre Eier auf dem Markt von Asmara verkauft. Jetzt kommen europäische Politiker und Verantwortliche der Weltbank zu den politisch Verantwortlichen in diesem Land und sagen denen, wenn ihr Eure Handelsbeschränkungen für Hühnerfleisch lockert, dann bekommt Ihr hohe Kredite für den Aufbau eurer Wirtschaft. Und schon werden Hühnerabfälle aus Europa, hochsubventioniert, auf den Märkten in Asmara angeboten. Für unser kleine Hühnerzüchterin bedeutet dies die Vernichtung Ihrer Existenz. Für das Großkapital in Europa weitere Gewinne. Und jetzt ist diese Frau in Dresden und muss sich noch von uns beschimpfen lassen. Also ich finde das ziemlich Schizophren.

Das sind die Gründe dafür, das Schwarzafrikaner ihre Länder verlassen. Gleichzeitig werden hemmungslos Waffen in Krisengebiete geliefert mit denen sich 12jährige gegenseitig umbringen. Das hat nichts mit Religion, sondern nur mit gewissenloser Geschäftemacherei zu tun. Auch dafür schäme ich mich für meine Landleute die bei Heckler & Koch oder Kraus Maffei Tötungsmaschinen herstellen.

Für komplexe Probleme gibt es keine einfachen Lösungen. Auch wenn gerade wir Deutsche dies oft glauben. Wir leben in einer digitalen und globalen Welt und müssen uns daran gewöhnen. Für alle die das nicht glauben wollen, empfehle ich Andrew Keen’s Buch „Das digitale Debakel“. Die Lösung ist, das wir nicht Freihandelsabkommen mit Entwicklungsländern abschließen und nicht unseren Abfall oder unsere Waffen in diese Länder liefern. Wir gleichzeitig, auch mit Waffengewalt, unterbinden das Waffen und Munition in diese Gebiete gelangen. Dafür haben wir eine Armee. Und wenn unsere besten Freunde dieses tun, dann sollten wir Ihnen die Freundschaft kündigen und Ihnen ehrlich sagen, welche Verbrechen sie an der Menschlichkeit begehen. Dafür sollten wir auf die Straße gehen und nicht gegen eine Islamisierung des Abendlandes. Wir Deutsche haben genug Leid über die Menschheit gebracht und wir sollten vor den Flüchtlingen den Kniefall Willy Brandts wiederholen, weil auch unser Land mit in der Verantwortung an Ihrem Leid ist.

Danke Frau Köpping für Ihre mutige Aussage…

2 Gedanken zu „AfD – Der Bürgerschreck oder ein Wolf im Schafspelz?“

    1. Lieber Joachim,

      wenn Menschen wie Frau Köpping so massiv in sozialen Medien beschimpft werden, dann hat das nichts mehr mit einer vernünftigen Debatte zu tun. Mit den gleichen Methoden, politische Gegner zu beleidigen und sie am besten auch noch Mundtod zu machen, wie in Tröglitz oder Jamel geschehen, haben die Nazis ihre Wahlkämpfe geführt. Das ist, und hier spreche ich wohl für sehr viele vernünftige Menschen, wiederlich.

      Kommen wir auf einen vernünftigen Ton in der politischen Debatte zurück. Wenn wir kein Vertrauen in die etablierten Parteien mehr haben können, dann wäre das hier vielleicht die richtige Anlaufstelle https://www.campact.de/. Hetzkampagnen oder Brandanschläge auf Bürger nur weil Sie gegen rechts sind, darf es in diesem Land nicht geben. Das finde ich extrem verantwortungslos!

      Gruß Michael

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