Blogger-PC mit Windows 10 und Windows-Subsystem für Linux

Noch gibt es die Möglichkeit mit einem Windows 7 Produkt-Key Windows 10 zu aktivieren. Jedenfalls sofern man sich mindestens das Creators Update von Microsoft heruntergeladen hat. Ob dies mit dem nächsten Update noch möglich ist, steht noch in den Sternen. Jedenfalls hält sich hier Microsoft noch ziemlich bedeckt. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir noch auf die schnelle einen Windows 7 Professional Produkt-Key organisiert.

Das Netzwerk eines Bloggers wird niemals eine grüne Wiese sein, auf der nur Gras wächst. Einen gewissen Wildwuchs an Systemen wird sich kaum vermeiden lassen. Windows ist das führende Client-Betriebssystem und wird es auf absehbare Zeit auch bleiben. Diesem Umstand will ich in meinem Testlabor auch mit einbeziehen. Unterm Strich macht es auch keinen großen Unterschied, ob ich mit einem Ubuntu Desktop meine Aufgaben erledige oder mit Windows 10.

Ein weiterer Vorteil aus meiner Sicht ist, dass ich der Realität meiner Leser wieder etwas näher komme. Und mit der Einführung des Linux Subsystems unter Windows, ist vieles unter Windows auch leichter geworden. Und wie schon gesagt, wo die Bash läuft, sollte eigentlich egal sein.

Schritt 1: Installation von Windows 10 auf CLIENT2

Prinzipiell ist die Installation von Windows 10 nicht schwer. Ich habe hier auch schon eine Anleitung dazu veröffentlicht. Ich beschränke mich hier nur auf die wichtigsten Punkte. In jedem Fall sollte ich dem virtuellen Windows Client eine ordentliche Festplatte, ausreichend Arbeitsspeicher und mindestens 2 Prozessoren geben. Ich habe mich für eine Konfiguration mit einer 126 GB dynamisch allozierten virtuellen Festplatte, 4 GB RAM und 2 Prozessoren entschieden. Da mein corpnet über den Server EDGE1 eine Verbindung ins Internet aufbauen kann, kann ich den neuen Client auch gleich mit dem VirtualBox Host-Only Adapter verbinden. Davor habe ich natürlich noch das Installationsimage an das virtuelle DVD-Laufwerk angebunden.

Die Installation von Windows 10 habe ich im Detail schon hier beschrieben. Bei dieser Installation habe ein lokales Konto angelegt. Hier habe ich wieder meinen Standard-Benutzernamen vergeben und auch das gleiche Passwort.

Windows 10 / 1703 Creators Update in VirtualBox

Schritt 2: Installation des Windows-Subsystems für Linux

Nach der Installation von Windows habe ich direkt das Windows-Subsystem für Linux installiert. Ich habe mich hier für natürlich für Ubuntu als Linux-Distribution entschieden. Im Shop steht auch openSuse LEAP 42 zum Download bereit.

Mit dem Klick auf den Button Herunterladen hole ich mir erstmal das Paket von Microsoft. Klicke ich anschießend auf den Button starten, werde ich keine große Freude haben.

Beim Starten der Eingabeaufforderung erhalte ich eine Fehlermeldung. Ich drücke also irgendeine Taste, um das Fenster zu schließen.

Ich öffne also die gute alte Systemsteuerung und navigiere dort in Programme -> Windows-Features aktivieren oder deaktivieren und setze dort den Haken vor Windows-Subsystem für Linux. Seit dem Windows 10 Creators Update hat es die Beta-Phase verlassen. Mit einem Klick auf den Button OK habe ich meine Änderungen gespeichert.

Anschließend musste ich die virtuelle Maschine einmal neu starten.

Nach dem Neustart kann ich dann Ubuntu aus dem Startmenü von Windows 10 heraus starten. An dieser Stelle beginnt dann die erst die eigentliche Installation des Windows-Subsystems für Linux.

Am Ende der Installation musste ich nur noch den Linux Benutzer mit einem Passwort einrichten. Anschließend ist das Windows-Subsystem für Linux einsatzbereit.

Schritt 3: Umbenennen des Computers

An dieser Stelle ist mir gleich aufgefallen, das der Computername der virtuellen Maschine so gar nicht meinen Anforderungen entsprach. Die Änderung nehme ich vor, indem ich mit der rechten Maustaste auf das Windows-Symbol unten links klicken und im Kontextmenü System auswähle.

Auf der Startseite der System-Einstellungen klicke ich unter Gerätespezifikation auf den Button „Diesen PC umbenennen„.

Als neuen Computernamen habe ich CLIENT2 vergeben und auf Weiter geklickt.

Damit die Änderungen wirksam werden muss der PC neu gestartet werden. Also klicke ich zum Abschluss auf den Button „Jetzt neu starten„.

Nach dem Neustart habe ich wieder das Ubuntu Windows-Subsystem für Linux aus dem Startmenü gestartet.

Zum Abschluss des Abends habe ich noch schnell Mozilla Firefox auf der neuen virtuellen Maschine installiert. Damit war die Grundkonfiguration des neuen Clients abgeschlossen. Als Nächstes werde ich auf dem Server NAS1 Samba installieren und ein paar Freigaben einrichten. Darüber werde ich dann im nächsten Blogbeitrag berichten.

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