Datensicherung mit backup2l – Teil 1

Keiner will Daten sichern. Jeder will im Falle eines Verlusts, seine Daten wieder haben. Auch die Daten des Testlabors müssen gesichert werden. Das soll möglichst voll automatisch geschehen. In diesem Teil geht es erst einmal darum die passende Backup-Lösung zu installieren und grob einzurichten.

Bareos Backup wäre sicherlich die feinere Lösung. Für meine kleine Musterfirma wäre ein eigener Backup-Server wie mit Kanonen auf Spatzen schießen. Für die Sicherung der Daten auf eine externe Festplatte oder Laufwerk muss eine smarte und schlanke Lösung her. Ich habe mich hier für backup2l als Werkzeug unter Ubuntu entschieden. Wie die MySQL Datenbanken und Postfächer gesichert werden, zeige ich im nächsten Teil.

Die Installation von backup2l ist nicht weiter schwierig. Mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl starte ich die Installation.

Nach der Installation muss ich die Konfigurationsdatei backup2l.conf im Verzeichnis /etc anpassen.

Als Erstes suche ich mir die Zeile BACKUP_DIR=“…“ und ändere sie an meine Bedürfnisse ab. Ich habe mir hier für das Backup einen gemeinsamen Ordner über Oracle VirtualBox mit dem Namen SicherungNAS1 am Server NAS1 angebunden. Der Pfad lautet /media/sf_SicherungNAS1. Demnach muss ich die Zeile wie folgt anpassen.

In der Praxis will ich später eine Vollsicherung pro Woche durchführen und die restlichen Tage je eine Inkrementelle Sicherung.  Dazu muss ich die folgenden Zeilen wie folgt anpassen.

Damit meine Backups automatisch per Cronjob starten muss ich noch die beiden Parameter AUTORUN und UNCONFIGURED wie unten anpassen.

Bei einem produktiven System würde ich jetzt einen täglichen Cronjob einrichten. Im Testlabor lasse ich die Sicherung stündlich laufen. Dazu gebe ich in der Konsole folgenden Befehl ein

Spätestens 60 Minuten später startet dann auch die erste Vollsicherung und alle Stunde kommt eine neue Inkrementelle Sicherung hinzu.

Nach ein paar Tagen Probebetrieb kann ich sagen, dass diese Lösung absolute stabil und ohne Probleme läuft. Einzelne Dateien lassen sich mit den entsprechenden Tools bequem aus der Sicherung wiederherstellen. In der Praxis würde ich hier 2 bis 3 USB-Festplatten als Sicherungsmedien verwenden, die abwechselnd verwendet werde. Eine hierarchische Sicherung der Daten für jeden Monat und Kalenderjahr dürfte für die meisten nicht notwendig sein.

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