Die Geschichte vom Totalausfall eines PCs mal anders.

Dimitri Stoupakis, unser griechischer Austausch-Schraubkopf aus Thessaloniki, kann auch ganz anders Arbeiten. Listiger Lurch, Häuptling der Shoshones, hat in seinem Wigwam einen Windows Server 2016 Essentials zu stehen, den ihm der Ranger empfohlen und eingerichtet hat. Und nun ist passiert, was unweigerlich einmal kommen musste. Listiger Lurch hat sich den Erpressungstrojaner von Santa Maria eingefangen und soll er 2 Bitcoins an den Gauner überweisen. Also schickt der Ranger den Dimitri zu Listiger Lurch, um die Sache wieder in Ordnung zu bringen.

Dimitri schmeißt sich also in seinen rumänischen Plastikbomber und fährt zum Wigwam von listiger Lurch. Unterwegs fällt ihm ein, dass sein USB-Stick mit dem Windows PE-Start-Image noch im Rechner steckt. Die Zeit drängt aber, weil listiger Lurch noch dringend eine Lieferung von Tomahawks und Friedenspfeifen ins FBA-Lager schicken muss. Also keine Zeit um wieder umzukehren. Im rasenden Galopp geht es ins Lager der Indianer.

Am Lager von listiger Lurch angekommen erinnert sich Dimitri, das da doch was mit PXE-Boot war. Ohne große Palaver zu machen, setzt sich Dimitri vor den Rechner, startet diesen und geht direkt ins BIOS um die Startoptionen zu kontrollieren. Im Screenshot seht ihr die der Virtuellen Maschine unter VirtualBox.

Okay, die Bootreihenfolge stimmt schon mal. Also sind wir mal ganz mutig und starten die Kiste.

Wie Geil ist denn das! Da startet unser Client von der Netzwerkkarte und durch einfaches Drücken der F12-Taste landet der Rechner im Windows Boot Manager.

Okay, Dimitri ist völlig begeistert und wählt an dieser Stelle Full System Restore (X64) aus. Und mit der Enter-Taste kann die wilde Fahrt beginnen.

Wie schon erwähnt haben wir eigentlich nicht viel gemacht. Ranger hat unserem DAU listiger Lurch einen Windows Server 2016 Essentials aufs Auge gedrückt und diesen nach der Anleitung von gespaltene Zunge Bill konfiguriert. Was jetzt kommt, ist so genial einfach, dass dies selbst unsere Praktikantin Monia auf die Reihe bekommen würde. Nach dem sich der Boot-Loader die Startdateien von unserem Server gezogen hat, wird Dimitri gefragt, welche Länder- und Tastatureinstellungen er denn verwenden möchte. Anschließend drückt Dimitri auf Weiter.

Jetzt könnte Dimitri noch eventuelle Treiber für den Rechner von listiger Lurch nachladen. Braucht er aber nicht und somit klickt er entspannt auf Weiter.

Und schon ist Dimitri im Assistenten für die Vollständige Systemwiederherstellung. Wieder klickt Dimitri auf Weiter.

Dimitri wird auch gleich der Server von listiger Lurch angezeigt und er muss wieder nur auf Weiter klicken (langsam wird es auch Dimitri etwas langweilig!).

Jetzt muss Dimitri nur noch den Benutzernamen des Administrators und sein Passwort eingeben (schon etwas anspruchsvoller) und wieder auf Weiter klicken.

Jetzt wird ihm auch noch gleich der richtige Computer für die Wiederherstellung angezeigt und er muss zum x-ten Mal nur auf Weiter klicken.

Dimitri wählt die letzte erfolgreiche Sicherung des Rechners von listiger Lurch aus und klickt auf Weiter.

Er wählt die Option für die vollständige Wiederherstellung aus, bestellt eine Tasse Kaffee bei der Praktikantin und klickt auf Weiter.

Nochmal auf Weiter klicken.

Dimitri setzt sich mit Häuptling listiger Lurch zufrieden an das Lagerfeuer der Shoshone und beide zünden sich eine eine Friedenspfeife an.

Eine dreiviertel Stunde später macht sich Dimitri in seinem rumänischen Plastikbomber aus dem Lager der Shoshone davon. Listiger Lurch kann heute noch seine Ware zu Amazon schicken und unsere Praktikantin darf das ganze Zeug verpacken.

Da unserer Schraubkopf Dimitri keinen Tausch der Hardware durchführen musste und ich als Autor diesen Fall hier in meiner virtuellen Umgebung nicht durchgespielt habe, müsste Dimitri bevor er sich auf den Weg in den nächsten Salon macht, noch schnell die Kiste neu bei Microsoft registrieren. Da der Client täglich vom Server gesichert wird, muss er sich keine Gedanken um die lokalen Daten und Einstellungen des Rechners mehr machen. Allerdings sollte er listigen Lurch vorher aufklären, dass die lokalen Daten, die er vor der letzten Sicherung gespeichert hat, eventuell nicht mehr vorhanden sind. Aber wie Dimitri dies Problem auch in den Griff kriegt zeige ich in der nächsten Anleitung.

3 Gedanken zu „Die Geschichte vom Totalausfall eines PCs mal anders.“

  1. Danke auch für diesen Artikel.
    Ich habe das in ähnlicher Weise mit dem Rechner meiner Praktikantin geübt, also Tausch der Hardware.
    Dieser Rechner war natürlich schon in Benutzung, d.h. Windows lizenziert und aktiviert.
    Daraus folgt, wenn ich meinen Kassenrechner auf dem Rechner der Praktikantin wiederherstelle, brauche ich nichts neu zu registrieren/aktivieren.
    Alles lief wie geschmiert nach handgestoppten 26 Minuten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.