Die kleine Geschichte vom OrderImporter

Das ist die Geschichte eines kleinen Tools, das nicht viel kann, aber trotzdem Großes bewirken kann. Man sieht es nicht und trotzdem ist es da. Es arbeitet still, leise und ohne Aufsehen im Hintergrund. Es gibt keine Fenster oder andere Indizien das es da ist. Es macht seine Arbeit ohne zu murren und hat seinem Schöpfer manch schlaflose Nacht gekostet.

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Mein kleines Tool ist wie ein Dieb der vor einem Topf lauert und wartet, dass jemand ein Stück Gold in diesen wirft. Ist es Papier oder irgendetwas anderes, lässt es den kleinen Dieb ziemlich kalt. Es muss ein Stück Gold sein. Wenn jetzt jemand ein Stück Gold in diesen Topf wirf, greift der Dieb blitzschnell zu und wirf es in seinen Topf. Nun das ist nicht wirklich schwer. Das war zu mindestens der Plan seines Erfinders. Nur hat der Erfinder die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Unser freundlicher Spender hatte die freundliche Angewohnheit, ebenfalls nochmal nach dem Goldstück zu greifen, nach dem er es schon in den Topf geworfen hatte. Und weil mein kleiner Dieb und der freundliche Spender dies zur gleichen Zeit gemacht haben, hatten nun beide ein Goldstück in Ihren Händen. So etwas geht natürlich nur im Märchen oder in der IT, wo bekanntlich nichts real sondern nur virtuell ist. Noch besser wurde es für den Dieb, als der freundliche Spender das gleiche Goldstück nochmals und zu guter Letzt in den Topf warf. Was machte mein gut trainierter Dieb? Er griff natürlich abermals zu und hatte nun zwei völlig identische Goldstücke in seinem Topf.

Wofür ich in der realen Welt wohl mit dem Nobelpreis bedacht worden wäre, die wundersame Vermehrung von Goldstücken, hat mir hier Kopfzerbrechen bereitet. Ich musste meinem gut geschulten Dieb klar machen, das er nur ein Goldstück sich nehmen darf und den zweiten Köder einfach außer acht lassen soll. Ich brachte also meinem Dieb bei, wie er zwei Goldstücke vergleichen kann, um nur eines davon in seinen Topf zu werfen.

Das war nicht schwer, den einfach gestickten Gesellen dahin zu bringen, sich nur ein Goldstück zu nehmen. Das macht er auch ohne Fehl und Tadel. Jetzt hat er sogar gelernt seinem Meister über sein Geschäft Bericht zu geben, damit dieser ihm bei der Arbeit auf die Finger schauen kann. Den einen oder anderen Trick werde ich ihm wohl in Zukunft noch beibringen müssen. Als nächsten wird er den Weg zwischen den zwei Töpfen überwachen – quasi als Man in the Middle ;)….

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