Dienstag, 12. Juli 2016 – Lügen in E-Mails

Also da poste ich heute das Bild unten in meiner Facebook-Timeline und was haut mir da Norman für einen Kommentar darunter? „Spießer“ mit einem dicken fetten Grinsen quasi noch unterstrichen. Okay, Wandteppiche sind vielleicht etwas aus der Mode gekommen und werden durch Kunstdrucke aus dem „Idioten kaufen einfach alles“, kurz Ikea-Regal, ersetzt. Auch nicht gerade originell und schon gar nicht individuell. Ich finde er passt sehr gut zu meiner „Ich kriege einen Anfall“, kurz Ikea-Einrichtung. Komme ich aber jetzt zur wirklich wichtigen Meldung des Tages.

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Heute Morgen habe ich eine wirklich heiße Pressemitteilung in meinem Postfach gefunden. Okay, was ich sonst so als Blogger in meinem Postfach finde, landet eigentlich immer direkt im Papierkorb zur späteren digitalen Vernichtung. Diesmal habe ich mir den Anhang dann doch etwas näher angesehen. Cass Wissenschaftler haben einen Algorithmus entwickelt, mit dem Lügen in E-Mails erkennen kann. Finde ich ja mal richtig stark. Ein Netz aus Lügen entwirren: Erforschung von automatischer Erkennung von Täuschung in computervermittelter Kommunikation. Das ganze wurde im Journal of Management Information Systems veröffentlicht.

Was haben die Wissenschaftler der Cass Business School herausgefunden? Die Ergebnisse der Studie zeigen:

  • Betrügerische E-Mail-Verfasser vermeiden den Einsatz von Personalpronomen und überflüssigen Beschreibungen, wie unnötige Adjektive.
  • Betrügerische E-Mail-Verfasser überstrukturieren ihre Argumente.
  • Betrügerische E-Mail-Verfasser minimieren ihre Selbstironie, jedoch benutzen sie mehr Schmeicheleien und passen sich an den Sprachstil des Empfängers während des E-Mail-Austauschs an, weil sie damit entgegenkommender und sympathischer erscheinen wollen.

Die Studie soll jetzt aber nicht den Verbrauchern zu gute kommen. Nein Sie soll nach den Aussagen von Dr. Tom van Laer und Professor Ko de Ruyter dazu dienen Unternehmen und Behörden  in die Lage zu versetzen, die Plausibilität von Betrug herauszufinden und lügende Personen zu identifizieren. Also quasi eine Lügendetektor-Software die beurteilt ob Kunden die Wahrheit zu ihren eigenen Gunsten hin biegen und dem Unternehmen die Möglichkeit geben zu entscheiden, ob sie dann mit dem Kunden die Geschäftsbeziehung fortsetzen wollen.

So mal aus dem Bauch heraus, würde ich mal glatt behaupten wollen, dass man auch eine Software entwickeln sollte, die Lügen in Werbung ermittelt und diese dann an den Pranger stellt. Vielleicht auch eine Software die Schneeballsysteme wie My Advertising Pay als reines Lügengebilde darstellen und damit so komischen Vögeln wie Waldemar Vogel endlich das Handwerk gelegt wird. Oder dem sagenhaften Internet Visionär Kris Stelljes, der für sein kostenloses Buch auch noch 5 Euro Versandkosten-Beteiligung haben will. Sorry der Schinken in seiner Hand dürfte keine 200 Gramm schwer sein, da würden es auch 1,45 Euro tun.

Nein ich brauche keine Software um die Lügen in der Werbung für zwielichtige Angebote zu erkennen. Irgendwie sind wir alle ja auch ein bisschen Schneider. Und den kannten wir ja alle auch nur flüchtig. Im übrigen dürfte die Auftraggeber für die Studie der Cass Business School wohl aus der Finanz- und Versicherungsbranche kommen. Ob aber Algorithmen vor Schneider und Konsorten schützen können, muss erst noch bewiesen werden. Bis dahin werden solche Verluste als Peanuts abgeschrieben.

Wer jetzt noch Probleme mit der Urzeit seines Computers hat, dem empfehle ich folgendes Tutorial https://schaemicon.de/tutorial/windows-10-zeit-einstellen-und-synchronisieren/ oder das Video im Anschluss. Damit habe ich meinen Bildungsauftrag erfüllt.

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