Dienstag, 14. Juni 2016 – Logik

Stell Dir vor es gibt eine neues Ei-Päd und keiner will es haben. Da schaut der der Wurm dann ziemlich ratlos aus seinem Apfel heraus. Und so wie ich die Sache gerade einschätze, ist es ziemlich ruhig auf der Streuobstwiese. Und ich habe auch nichts anderes erwartet. Alle sitzen gemütlich da hoffen das der Nebenmann schon vorher die faulen Äpfel findet und aussortiert. Selbst der Bauer macht bei diesem Spiel mit.

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Das ein normaler Anwender tatsächlich in der Lage ist eine Software richtig und auf seine Funktionsfähigkeit zu überprüfen, halte ich schlichtweg für sehr unwahrscheinlich. Ich bin hier schon relativ gut mit Hardware und Software ausgestattet. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass ich in der Lage bin, so aus dem Stegreif eine eine Software zu testen. Wie soll das jetzt dann ein normaler Anwender durchführen?

In der Praxis dürften solche Test nach folgenden Muster verlaufen. Zuerst wird die Software auf irgendeinem Rechner installiert. Anschließend werden vielleicht noch die Produktivdaten eingespielt, aber selbst da bin ich mir dann schon nicht mehr sicher. Dann wird ein bisschen durch geklickt und gespielt und wenn die Software dabei nicht gleich die Grätsche macht, wird sie direkt für den Live-Betrieb übernommen.

Was dann passiert, liegt auf der Hand. Wer hat schon ein voll ausgestattetes Lager mit Anbindung zur Sandbox des Versanddienstleisters zur Hand? Wer verfügt schon über Sandboxen bei den Verkaufsportalen und Zahlungsdienstleistern wie Paypal. Wer hat sich schon die nötigen Datensätze für den Massenimport von Kunden- und Artikeldaten auf Lager gelegt. Und wer kann schon elektronisch gesteuert ein paar tausend Bestellungen erzeugen, um das System so richtig auf Herz und Nieren zu testen?

Ich entwickle zur Zeit selber eine Anwendung, die ich auch anderen zur Verfügung stellen will. Nun sollen diejenigen, die später meine Anwendung benutzen sollen nicht gleich das Gefühl haben, wie ein Crashtest-Dummy hinterm Steuer zu sitzen und mitzuerleben was es heißt, mit 50 Sachen ungebremst in ein Hindernis einzuschlagen. Muss ja nicht sein. Und als ich einem Kumpel von meinem Projekt erzählte, meinte er gleich ob ich denn schon an diese oder jene Funktion gedacht hätte. Seine Kollegen vom Bau bräuchten alle diese Funktionen ganz dringend. Nun schreibe ich keine Anwendung für das Bau und Baunebengewerbe. Die Anwendung wird mit dem festgelegten Funktionsumfang fertig gestellt und damit Basta!

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Und damit mache ich mich wieder an die Arbeit. Das Tool soll ja fertig werden….

 

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