Dienstag, 19. April 2016 – Weg von Windows 10

Ich habe mir gerade zu Testzwecken einen Windows Server 2012 in meiner virtuellen Umgebung installiert und die c’t titelt in ihrer aktuellen Ausgabe „Weg von Windows 10“. Ist Windows 10 tatsächlich so schlimm? Oder wird hier nur viel Wind um nichts gemacht? Ich gehöre zu denen, die sehr gut auf Windows 10 als Betriebssystem verzichten könnten und sich gleichzeitig auch nicht trennen können. Was nun? Gibt es Alternativen? Und wie sehen diese aus?

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Schaue ich in meine geschlossene Gruppe für JTL-Wawi und Co. so wird dort kaum einer auf den Gedanken kommen, jetzt seine Arbeitsplatzrechner mit Ubuntu auszurüsten. Vielfach hängt heute noch die Wahl des Betriebssystems von der eingesetzten Software ab. Und wenn das geliebte Warenwirtschaftssystem nur unter Windows läuft, dann holt man sich halt eben wieder eine Kiste mit Windows – egal welche Version da gerade vorinstalliert ist.

Dabei gibt es durchaus eine Alternative zu Windows. Schaue ich mich auf meinem Desktop mit Windows 10 um, so sind dort fast ausschließlich OpenSource-Anwendungen installiert. Also Programme die nichts kosten und quell offen sind. Als Office Suite verwende ich LibreOffice, Projekt plane ich ProjectLibre, Bilder bearbeite ich mit Gimp und kleine Grafiken zeichne ich mit Inkscape. Das sind alles Programme, die nicht zwingend Windows voraussetzen. Und beim Thema Email und Browsen sieht es genauso aus. Thunderbird und Firefox laufen auch unter Linux.

iOS – Apple

Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht! So geht es mir mit dem Betriebssystem von Apple. Ich müsste mich jetzt auf die Aussagen von anderen verlassen und die hier kopieren, also spare ich mir darüber zu schreiben.

Google Chrome OS

Das gleiche gilt für Google Chrome OS. Hinzukommt, dass dieses Betriebssystem eng mit den Online-Diensten von Google verbunden ist. Diese nutze ich zwar auch in Teilen, aber ein Gerät mit Chrome OS kommt mir trotzdem nicht ins Haus. Kommt also schon mal gar nicht in die engere Wahl.

Windows 7

Der Vorvorgänger von Windows 10 ist zwar ganz nett und wird noch bis 2020 mit Updates versorgt. Aber mal ganz ehrlich, auch nicht besser als Windows 10 nur etwas anders halt eben. Ein Schritt zurück kommt gar nicht in Frage, zumal ich mich so an Windows 10 gewöhnt habe. Auch keine Alternative – so wirklich.

Linux – Ubuntu & Co.

Die einzige Alternative zu Windows, mit der ich auch produktiv Arbeiten kann, ist für mich Linux. Hier habe ich mich für die Distribution Ubuntu entschieden, weil einfach die größte Community dafür gibt. Wenn ich ein Problem habe, so finde ich im Netz ziemlich schnell die Lösung dafür. Wenn ich dieses Problem habe, dann hatten das gesichert schon 50 andere vor mir. Und in der Ubuntu Community ist man dann so freundlich und postet seine Erkenntnisse in den zahlreichen Foren und Newgroups, die es rund um Ubuntu gibt.

Alle wichtigen Programme laufen problemlos auf meinem Dell Latitude E6420 mit Ubuntu. Als schnelle Reiseschreibmaschine mit einer 128 GB SSD ausgestattet, ist es der Ideale Begleiter für unterwegs. Die satten 90 GB freien Speicherplatz, die ich jetzt noch habe, reichen völlig aus, um Unterwegs schnell mal die Bilder von der Digitalkamera herunterzuholen und für den Blog aufzubereiten. Ja am Anfang gab es kleine Probleme mit dem Grafikkartentreiber. Aber als ich die Lösung im Ubuntu-User-Forum gefunden hatte, lief auch mein Notebook einwandfrei.

Klar musste auch ich mich etwas umstellen. Aber deshalb gleich ganz weg mit Windows 10. Nein, ich habe eine Alternative für mich gefunden, aber die Power-Workstation unter meinem Schreibtisch behält bis auf weiteres ihr Windows 10 – sicher – was ist schon sicher auf dieser Welt!

 

2 Gedanken zu „Dienstag, 19. April 2016 – Weg von Windows 10“

    1. Hi Norman,

      leider ist dein Kommentar in den SPAM-Ordner gerutscht, daraum habe ich ihn jezt erst gefunden. Sorry, für die späte Veröffentlichung.

      Du hast recht, auch die Windows Community ist sehr aktiv. Wenn aber unbekannte Sicherheitslücken von Staaten mit viel Geld aufgekauft werden, damit diese nicht veröffentlicht werden (unsere Regierung befindet sich auch darunter) und um diese für geheimdienstliche Tätigkeiten auszunutzen, dann frage ich mich, ob die Software von Microsoft noch die richtige Wahl ist. Diese Sicherheitslücken werden ja nicht nur von Geheimdiensten verwendet, sondern auch von Kriminellen. Hier könnte man auch unserer Regierung unterstellen, dass sie damit die Internetkriminaliät fördert. Bei OpenSource Lösungen wie Linux ist derartiges noch nicht bekannt geworden, möchte ich aber auch nicht ausschließen. Zumindestens ist mir nicht bekannt, dass die letzten Erpressungstrojaner massiv Linux-Systeme befallen haben.

      Gruß Michael

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