Donnerstag, 14. Juli 2016 – Aus dem Entwicklertagebuch

Bei der Entwicklung meiner Rechnungs-App hatte ich von Anfang an im Visier, das diese auch für mobilen Endgeräten geeignet sein soll. Hinter mir liegt ein langer Weg mit einigen Hürden, die es galt zu überwinden, bzw. den besten Lösungsweg zu finden. Mit dem Ergebnis, welches ich heute erzielt habe, kann ich durchaus zufrieden sein. Aber mal der Reihe nach.

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In der eCommerce-Branche wird viel über Kundenerfahrungen, Benutzerfreundlichkeit und Optimierung der Konversationsrate gesprochen. Alles dreht sich offensichtlich über das, was die Kunden am Bildschirm vorgesetzt bekommen. Mittlerweile ist das Einkaufen über Online-Shops völlig normal für die meisten Menschen. Selbst für meine Mutter Jahrgang 38 die noch nie in ihrem Leben einen Computer bedient hat, außer Bankautomaten gezwungener Art und Weise.

Entscheidend für den Erfolg, ist aber nicht nur, wie das Frontend – der Webshop – aufgebaut ist. Hinter einem Online-Business stecken so viele Prozesse, die von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich sind. Natürlich gibt es schon fertige Systeme, welche die Arbeit des Online-Händlers erleichtern sollen und viele Aufgaben mehr oder weniger automatisieren. Oft ist es aber so, das diese Lösungen grottenschlecht programmiert sind oder der Anwender sich mit x-Workarounds behelfen muss, um an sein Ziel zu kommen. Funktionsüberlandende eierlegende Wollmilchsäue die den gesamten Datenbestand in einer Blackbox ablegen und diesen am liebsten auch gar nicht mehr hergeben wollen.

Schon seit nun mehr 10 Jahren verfolge ich eigentlich einen anderen Ansatz. Der Ansatz beruht darauf, das weitestgehend Standardsoftware verwendet wird und basierend darauf die Prozesse eines Unternehmens abgebildet werden. Die Einfache Frage die ich mir damals gestellt habe lautete:

Warum muss ich meine Kundenkontakte in x-Anwendungen pflegen?

Ich mache es kurz: Ich will nicht x-Informationen in meinem System doppelt oder gar dreifach vorhalten. Einmal genügt!

Ein Rad wird in der Regel nicht dadurch besser, in dem es das millionste Mal neu erfunden wird. Die entscheidende Frage bei der Entwicklung meiner Rechnungs-App, war nicht wie baue ich die Artikelverwaltung oder die Rechnung auf. Der Clou liegt darin, dass ich als Basis für die Adressenliste die Kontakte von Windows 10 nutze. Ich muss mir später damit keine Gedanken mehr machen, wo die Kontakte gespeichert sind. Und will ich dem Kunden später eine E-Mail schreiben, muss ich nicht in irgendwelchen Anwendungen nach der Mail-Adresse suchen. Ich öffne Windows Mail, gebe den ersten Buchstaben des Namens ein und schon wird mir eine Liste mit den passenden Kontakten angezeigt.

Der Weg ist klar. Weg von riesigen Anwendungsmonstern die nur so vor Features strotzen und dabei gar nicht merken, wie sie im Laufe der Zeit immer unflexibler werden. Für mich liegt die Zukunft in kleinen Apps die einzelne Prozesse abbilden und durch Kombination eine Einheit bilden, die perfekt auf die Wünsche eines Unternehmens abgestimmt sind. Schnell aus dem App-Store heruntergeladen, schnell konfiguriert und damit auch innerhalb kürzester Zeit ohne große Kosten einsatzbereit. Das ist die Zukunft!

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