Firefox, Chrome, Safari, EDGE, Internet Explorer oder vivaldi – Welchen Browser nehme ich?

Über Geschmack lässt es sich vortrefflich streiten. So auch gesichert beim Thema Browser. Dabei werden oft objektive Gesichtspunkte wie Sicherheit, Performance oder Funktionalität dem persönlichen Geschmack untergeordnet. Muss ich mir aber einen anderen Browser als den vom Betriebssystem mitgelieferten installieren?

Bevor ich mich über die einzelnen Browser her mache, hier mal ein nicht repräsentativer Überblick über die Zugriffe der letzten 30 Tage vom 11.02.2017 bis zum 12.03.2017. In diesem Zeitraum hatte ich 5639 Sitzungen mit 4831 Nutzern. Darüber bekommen wir schon mal ein Gefühl dafür, welche Browser und Betriebssysteme da draußen verwendet werden. Fangen wir mit den Betriebssystemen an.

Betriebssysteme

Bei den Betriebssystemen dürfte es nicht überraschen, das immer noch Windows mit einem Anteil von 72,57% vorne liegt. iOS kommt immerhin noch auf einen Anteil von 10,04%, Macintosh (Mac OS) hat 7,80%, Anroid kommt auf 5,80 % und Linux liegt abgeschlagen bei 3,32%.

Browser

Bei den Browsern sieht es etwas ausgeglichener aus. Hier führt der Mozilla Firefox die Liste mit 35,96% an. Dicht dahinter kommt schon Google Chrome mit 33,06. Der Safari Browser liegt bei 13,21% und knapp dahinter kommt schon der Internet Explorer von Microsoft mit 10,23%. Der neue Browser EDGE von Microsoft kommt nur auf einen Anteil von 4,19%. Die Restlichen Browser haben bei mir keine nennenswerten Zugriffszahlen mehr.

Mozilla Firefox, der Marktführer

Klarer Marktführer ist laut meiner Statistik Mozilla Firefox mit über 35% Marktanteil. An die Usability des Open Source Browsers habe ich mich gewöhnt und er ist über zahlreiche Add-ons fast beliebig erweiterbar. Zu meinen wichtigsten Add-ons zählen Firebug und der Password Exporter. Nicht mehr zu empfehlen ist aus Gründen der Sicherheit das Adobe Flash Add-on.

Mozilla Firefox ist fester Bestandteil von Ubuntu 16.04 LTS und darum muss man sich hier um die Installation und etwaige Updates nicht kümmern.

Mozilla Firefox auf Ubuntu 16.04 LTS
Mozilla Firefox auf Ubuntu 16.04 LTS

Wer Mozialla Firefox unter Windows nutzen will, muss diesen erst unter https://www.mozilla.org/de/firefox/new/ sich herunterladen. Wichtig ist hier die Domain mozilla.org zu verwenden, da gerade dieser Browser gerne von Menschen, die nicht ganz Koscher sind, missbraucht wird.

Die Installationsdatei lässt sich mit dem Parameter -ms auch silent und ohne Benutzereingabe installieren.

Google Chrome – Der heimliche Schnüffler

Nicht ganz so beliebt bei mir, aber mit einem Marktanteil von über 30% auf Platz 2 meiner Auswertung, ist Googles Browser Chrome ein ernstzunehmender Kandidat auf meiner Browser-Liste. Persönlich verwende ich diesen Browser bei meiner täglichen Arbeit so gut wie gar nicht. Allenfalls, ich benötige eine zweite Anmeldung mit unterschiedlichen Benutzernamen auf einer Webseite. Dann greife ich unter Ubuntu auf Chrome zurück.

Etwas Ekelhaft sind die Browser-Einstellungen von Chrome. Dieses Thema werde ich in einen eigenen Artikel noch mal aufgreifen und diese mal genauer beleuchten.

Ansonsten durch die Verzahnung mit den Google Online-Diensten ein ganz brauchbarer Kandidat seiner Zunft. Für Windows 10 Anwender gibt es zusätzlich noch die Google App mit der sich die Google-Suche als Kachel integrieren lässt.

Safari, der Streichkandidat

Der Apple hauseigene Browser Safari hat zwar einen relativ hohen Marktanteil, fällt aber trotzdem aus meiner genaueren Betrachtung der Browser heraus. Das liegt vor allem daran, das Apple Anwender nicht zu meiner primären Zielgruppe gehören und ich persönlich so gar keinen Bezug zu den Produkten von Apple habe. Das soll jetzt nicht im Umkehrschluss bedeuten, dass die Produkte von Apple schlecht sind. Ich habe aber sehr negative Erfahrungen mit der Software von Apple unter Windows gemacht und versuche eine Installation zu vermeiden, wo es nur geht. Darum gehe ich hier nicht näher auf diesen Browser ein.

Internet Explorer und EDGE – Die ungeliebten Browser

Bei Anwendern gehören die Browser von Microsoft nicht zur ersten Wahl. Das kann ich persönlich nicht ganz nachvollziehen. Beide Browser schnüffeln nicht ihre Anwender aus und sind in Puncto Sicherheit auch nicht schlechter als der Marktführer Mozilla Firefox. Zu dem ist der Internet Explorer immer noch fester Bestandteil von Windows und kann nicht vollständig entfernt werden.

Microsoft EDGE
Microsoft EDGE

Wer ist unter Windows 10 old school mag, kann sich den Internet Explorer 11 immer noch auf den Desktop ziehen und damit surfen. Und in der Unternehmenswelt wird er für manche alte DotNet-Anwendung benötigt, die mit dem neuen Browser EDGE so ihre liebe Not hat.

VIVALDI – Der Newcommer unter den Browsern

Ganz neu für mich und erst seit Heute auf Schirm ist der VIVALDI Browser. Hinter diesem Browser steckt ein relativ großes Team von Entwicklern aus Norwegen, Island, USA und Tschechien. VIVALDI basiert auf dem Open Source Projekt Chromium. Verfügbar ist dieser Browser sowohl für Windows, als auch für Linux.

Vielleicht noch ein Punkt, der mir aufgefallen ist. VIVALDI verwendet wie die Microsoft Browser standardmäßig die Suchmaschine Bing. Das sollte sich aber mit wenigen Klicks ändern lassen.

Fazit – das keines ist.

In meiner Lab Umgebung habe ich mir heute 5 und einen halben Browser angesehen und auf zwei virtuellen Maschinen installiert. In meiner produktiven Welt werde ich nicht so schnell Mozilla Firefox die Treue entziehen. Nicht weil ich davon überzeugt bin, das dieser Browser der Beste der hier vorgestellten Kandidaten ist. Wie alle Menschen bin auch ich ein Gewohnheitstier und sehe keinen Grund so schnell den Browser zu wechseln.

Aber vielleicht habt ihr Fragen oder Anregungen rund um das Thema Browser, die ich hier in Zukunft aufgreife und dann auch beantworte. Über entsprechende Kommentare und Gedanken würde ich mich freuen.

 

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