Freitag, 22. April 2016 – I don’t know

Ich habe heute zum gefühlt zwei millionsten Mal die 5 ultimativen SEO Tipps für Blogger gelesen. Schon wieder einen dieser grottenschlechten Artikel gelesen und dann noch ernsthaft darüber nachgedacht meinen Senf dazu zu geben. Ich habe es dann gelassen. Die junge Dame sollte vielleicht mehr Zeit in Ihre Fashion-Posts investieren, als ausgerechnet über SEO schreiben. Weil wenn ein Blog-Post nichts taugt, hilft auch das beste SEO nichts – Mist bleibt Mist. Und dann ruft noch Ali an, weil ihm sein Texter abhanden gekommen ist.

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Da komme ich wieder zu der Kardinalfrage, was ist guter Inhalt und was ist dieser Inhalt dann auch Wert. Also ist zunächst die Frage zu klären, was überhaupt Inhalt ist. Lieber Doc Goy, ein eBook ist für die Suchmaschine Google nur ein PDF-File, was zum Download angeboten wird. Für den Robot von Google ist alles das Inhalt, was zwischen den HTML-Tags h1 bis h6 und p steht. Also der Text mit Dateien (hier ist es egal, ob es ein Video, ein Download oder ein Bild ist) mit Links zu weiteren Inhalten. Das ist der Inhalt oder Neudeutsch Content einer Internetseite.

Dieser Inhalt oder Content ist das Salz in der Suppe. Ich will euch unterhalten und gute Informationen geben und nicht den gleichen abgedroschenen Schwachsinn zum x millionsten Mal unter’s Volk schütten, denn andere schon irgendwo im World Wide Waiting aufgegriffen haben. Einmal durch den Wolf gedreht und schon glaubt jeder, er hat tollen Inhalt auf der Seite. Guten Inhalt auf der Seite hat man, wenn andere diesen kopieren oder zu mindestens das Konzept, nicht wahr JTL. Aber damit habe ich gerechnet, was einen auch irgendwie Stolz macht.

Es kostet schon viel Hirnschmalz, um richtig gute Artikel für eine Internetseite zu schreiben. Und als Blogger lege mehr Wert mir über die Inhalte dieser Seite Gedanken zu machen, als wie diese dann auch über Suchmaschinen oder andere Kanäle gefunden werden. Wenn etwas gut ist, dann wird das auch irgendeiner finden, der dann irgendwo in einem Forum oder Newsgroup oder Blog einen Link auf diesen Inhalt setzt und was Nettes darüber schreibt. Nennt man dann, glaube ich, in Fachchinesisch Empfehlungsmarketing. Und das ganze hat bis jetzt auch hervorragend funktioniert. Und dann ist man als Blogger auch nicht böse, wenn ein kompletter Absatz per Drag & Drop im Forum landet.

Diesen Artikel habe ich mal so nebenbei auf der Couch zwischen Heute und Tagesschau runter getippt. Die Bilder von meinem ultimativen Mifa Fitnessbike wurden schnell am Nachmittag geschossen und nach rund 1 1/2 Stunden, ist dann so ein Artikel fertig. Noch mal schnell gegen lesen und dann auf “Veröffentlichen” klicken. An andere Stelle können für einen Beitrag, auch wenn es nicht so aussieht, mehrere Stunden oder Tage drauf gehen. Recherche im Internet, eventuell Testumgebung aufbauen, Sachverhalt durchspielen und dabei auch noch von jedem Schritt einen Screenshot erstellen. Anschließend die Arbeit mit einfachen Texten beschreiben, usw. Das kostet alles Zeit und wenn man so will auch Geld.

Also Ali, bloggen ist nicht nur Hobby, sonder stellenweise auch harte Arbeit. Mein Schwachsinn hier lässt sich in 60 Minuten runter schreiben. Richtig guter Inhalt will aber gut vorbereitet sein. Um mal hier eine Werte-Diskussion vom Zaun zu brechen, was ist gute Arbeit pro Stunde wert – in Euro und Cent??? Oder wie hat es Bauer Willi auf den Punkt gebracht:

“Sie stehen am Weber Grill für 800 Euro und legen eine Bratwurst für 89 Cent drauf.”

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