Gasterweiterungen und Webmin zum Zweiten

Auf dem Webserver INET1 habe ich bereits Webmin installiert. In meinem Testlabor habe ich nicht nur diesen Server, sondern noch zwei weitere, die auch verwaltet werden müssen. Dazu kommt noch, dass diese beiden Server einen Zugriff auf die lokale Platte des Host-Systems erhalten sollen, damit der Transfer von Daten aus dem Testlabor in die produktive Umgebung und umgekehrt erleichtert wird.

Schritt 1: Webmin auf EDGE1 und NAS1 installieren.

Die Installation habe ich schon auf INET1 durchgeführt. Genau die gleichen Schritte führe ich auch auf EDGE1 und NAS1 aus. Als Installationsanleitung kann ich diesen Artikel von meiner Homepage auf dem CLIENT1 im Browser aufrufen und muss die Befehle nur noch per Copy und Paste einfügen.

TLG Blog – Installation von Webmin auf INET1

Nach der Installation von Webmin habe mich auf dem Server EDGE1 angemeldet und bin dort im Menüpunkt Webmin auf die Seite Webmin-Server-Index gegangen. Hier kann ich mir die Links zu allen Servern einrichten, auf denen Webmin läuft. Also auch für den Server, der im Internet steht. Dazu klicke ich auf den Button Neuen Server registrieren.

Im Feld Hostname oder IP-Adresse habe ich den FQDN (Fully Qualified Domain Name) inet1.example.com des Servers eingegeben. Als Servertyp habe ich Ubuntu Linux ausgewählt und anschließend auf Speichern geklickt.

Damit habe ich den Link zu INET1 schon mal hinterlegt. Fehlt nur noch der Server NAS1 in der Liste. Da ich im Corp-Netz (internes Netzwerk) keinen DNS-Dienst am laufen habe, funktioniert natürlich auch die Namensauflösung noch nicht. Hier kann ich den Button Broadcast für Server verwenden, um mein internes Netzwerk nach Servern mit Webmin zu durchsuchen. Allerdings sollte ich die IP-Adressen-Bereich auf 192.168.56.0 abändern. Ansonsten durchsucht Webmin auch mein „Internet“.

Danach war dann auch der Server NAS1 über seine IP-Adresse 192.168.56.10 über die Webmin-Oberfläche von EDGE1 erreichbar.

Schritt 2: Virtualbox Gasterweiterung auf EDGE1 und NAS1 installieren.

Die Gasterweiterungen von Virtualbox ermöglichen es, lokale Festplatten oder Verzeichnisse an eine virtuelle Maschine anzubinden. Das erleichtert den Datenaustausch zwischen Host-System und den virtuellen Maschinen. Später werden dann die Systeme so konfiguriert, dass alle produktiven Daten direkt in den gemeinsamen Ordnern gespeichert werden. Aber dazu komme ich später.

Die Installation der Virtualbox Gasterweiterungen (Virtualbox Guest Additions) ist nicht sonderlich schwer. Ich verbinde mich über ssh mit dem entsprechenden Server und gebe die folgenden zwei Befehle nacheinander ein.

Die obligatorische Frage ob ich will, beantworte ich mit drücken des Buchstaben „J“ und der Eingabetaste.

Jetzt kann ich in den Einstellungen der virtuellen Maschine NAS1 unter Gemeinsame Ordner einen oder mehrer Ordner anbinden. Ich habe hier einen extra Ordner angelegt und für jede virtuelle Maschine noch einen Unterordner. Wichtig ist, dass dies automatisch einzubinden und permanent zu erzeugen.

Anschließend habe ich den virtuellen Server NAS1 einmal neu gestartet.

Die Gemeinsamen Ordner findet man dann im Ordner /media. Der Aufbau ist dann sf_[lokaler Ordnername], z.B. sf_NAS1.

Damit ist aber der Zugriff auf die Ordner noch nicht eingerichtet. Damit hier auch Dateien gespeichert werden können, muss ich meinen Benutzer michael und alle anderen lokalen Benutzer der Sicherheitsgruppe vboxsf hinzufügen. Das erledige ich mit folgenden Kommandozeilenbefehl.

Schritt 2 habe ich anschließend auf dem Server EDGE1 wiedeholt. In dieser Freigabe werden später die Installationspakete für den OPSI-Server abgelegt. Aber dazu komme ich dann viel später. Als nächstes werde ich mich um das glattziehen der Zertifikate und die interne Namensauflösung kümmern. Hier brauche ich noch einen zweiten DNS-Server auf NAS1.

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