Google Analytics SPAM aus Samara Oblast

Schon seit mehreren Monaten kann ich in meinem Google-Analytics Account feststellen, das ich verstärkt Besucher aus Russland bekomme. Nein das sind keine Hacker-Angriffe, obwohl darunter sicherlich der eine oder andere Russe sein dürfte, der meinen Blog zu gerne kapern möchte. Ich gebe mir allerdings aller größte Mühe, es denen so schwer wie möglich zu machen. Allerdings möchte selbst ich nicht ausschließen, das es den Burschen eines Tages nicht doch gelingen wird. In diesem Fall ganz speziellen Fall steckt irgendetwas anderes dahinter.

Zielgruppenuebersicht Google Analytics

So sieht auf den ersten Blick alles Schick aus. 5.410 Sitzungen, 4.147 Nutzer die 8.411 Seitenaufrufe generiert haben. Business as usual, würde ich mal so sagen. Scrolle ich aber etwas herunter, lese ich etwas sehr merkwürdiges.

Zielgruppenuebersicht Google Analytics Sprache

Nun das sich an und ab mal ein Russe, Rumäne oder Ami auf meinen Blog verirrt, damit kann ich leben. Was was zum Teufel ist das für eine Sprache:

Secret.ɢoogle.com You are invited! Enter only with this ticket URL. Copy it. Vote for Trump!“

Will mich hier jetzt jemand völlig auf den Arm nehmen. Mal ganz mutig den Link in der Sprache kopiert und im Browser eingefügt – mit Linux bin ich einigermaßen sicher bei so etwas – lande ich dann hier:

search shell what voted for trump in tens of millions analytics accounts since 5 november

Bei der Recherche im Netz bin ich auf The Big Fat Geek gestoßen (http://kidakaka.com/blog/2015/03/27/more-information-about-samara-oblast/) und der schreibt passender Art und Weise:

The small city of Samara sends as much traffic to my website as the city of Mumbai (from which I hail from).

Was übersetzt heißt, aus der kleinen Stadt Samara kommen so viele Besucher, wie aus ganz Deutschland – äh Mumbai – äh egal – auf meine Webseite kommen.

Referral Spam at Work

Es da verschiene Bots (kleine automatische Roboter im Netz) die da ihre Signatur hinterlassen. Das hat jetzt nichts mit einem Hackerangriff zu tun. Das ist wohl der Versuch, mich Blogger-Dummy auf irgendeinen Lifehacker Link oder zu secret.google.com zu lotsen. Ich könnte zwar jetzt einen Google Analytics Filter schalten, um den ganzen Schrott herauszufiltern – aber warum, sind doch gute Seitenaufrufe und Sitzungen. Als Nutzer möchte ich sie jetzt nicht unbedingt bezeichnen.

Jetzt wird der eine oder andere sagen, aber meine Statistik ist doch genauer, wenn ich den ganzen Rotz heraufiltere. Ja, aber das wäre ein Kampf gegen Windmühlen. Heute heißt die Domain so und morgen wieder ganz anderes. Am Ende habe ich bei Google Analytics einen Spam-Filter den ich selbst nicht mehr überblicke. Und so lange wie ich nicht auf den Schrott reagiere, ist das genauso wie ein Spam-Filter. Irgendwann stellen die Verursacher auf Grund mangelden öffentlichen Interesse ihr Tun ein.

Kleiner Nachtrag: Aktuell wird die Domain „o-o-8-o-o.com search shell is much better than google!“ in Google Analytics ausgegeben.

Google Analytics Sprache

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