Grundkonfiguration DC1 Windows Server 2016 Essentials

Auf dem Server DC1 haben wir Windows Server 2016 Essentials installiert und die Verbindung ins Internet überprüft. Somit können wir damit beginnen unseren Server für den Betrieb im TestLab vorzubereiten. Da gibt es noch eine Menge Arbeit. Im ersten Schritt wollen wir, wie eigentlich immer, die aktuellsten Update einspielen, die drei zusätzlichen Festplatten zu einem Software RAID 5 verbinden und auf dieses RAID die Serverordner verschieben – Let’s do it.

Wir haben uns mit unserem neuen Admistratorkonto am Server angemeldet (welch Frevel!) und öffnen mit einem mutigen Doppelklick auf das Icon Windows Server Essentials-Dashboard das gleichnamige Dashboard. Die anschließende Frage der Benutzerkontensteuerung (UAC) beantworten wir mit einem ebenso mutigen Klick auf Ja.

Unter erste Schritte sehen wir schon, welche Aufgaben uns in den nächsten Anleitungen erwarten. Da wären:
Updates für andere Microsoft-Produkte abrufen:

  • Benutzerkonten hinzufügen
  • Serverordner hinzufügen
  • Serversicherung einrichten
  • Windows Defender einrichten
  • „Zugriff überall“ einrichten
  • Einstellungen für Integritätsbericht anpassen
  • Clientwiederherstellungsdienst einrichten
  • Computer verbinden

Das ist doch mal eine nette Aufgabe für den Praktikanten oder Praktikantin. Aber der oder die ist gerade nicht greifbar und somit ist mal wieder do it yourself angesagt. Wahrscheinlich wäre der Praktikant auch mit dem Ausrufezeichen im Dashboard schon völlig überfordert.

Ein klick auf selbiges Ausrufezeichen sagt uns, das es 3 Warnungen und einen Informationswarnung gibt. Das liegt einfach daran, das nach der Installation die automatischen Updates nicht aktiviert waren und der Server sich auch somit keine Updates gezogen hat. Die dritte Warnung bezieht sich darauf, dass sich die Serverordner auf der Partition mit dem Betriebssystem befinden und somit es passieren kann, dass diese Partition voll läuft und damit der Server nicht mehr so wirklich funktionieren wird. Beides werden wir jetzt schlagartig ändern.

Wir klicken im Dashboard auf der Startseite unter Erste Schritte, Setup auf den ersten Punkt unserer Liste, Update für andere Microsoft-Produkte abrufen. Anschließend klicken rechts auf den Link Einstellungen für Microsoft Update ändern.

Im Fenster Microsoft Update kontrollieren wir ob die Option Microsoft Update verwenden aktiviert ist. Gegebenen Falls ändern wir die Einstellungen auf diese Option und bestätigen unsere Änderungen mit einem Klick auf OK.

Danach geben wir in der Desktop-Suche (Lupen-Symbol unten links) einfach Update ein und wählen in der Liste Nach Updates suchen – Systemeinstellungen aus.

Im Fenster Einstellungen Updatestatus klicken wir auf den Button Nach Updates suchen und verkleinern anschließend das Fenster.

Während der Rechner im Hintergrund nach Aktualisierungen sucht, können wir schon mal die 3 zusätzlichen Festplatten in einem Software RAID 5 einbinden und die Server-Ordner auf dieses neue Volume verschieben. Wir klicken mit der rechten Maustaste unten links auf das Windows Icon und öffnen im Kontextmenü die Datenträgerverwaltung.

Gleich beim Start öffnet sich das Fenster Datenträgerinitialisierung. Wir aktivieren die Kontrollhäkchen bei allen drei Datenträgern und wählen die Option GPT (GUID-Partitionstabelle) aus. Unsere Eingaben bestätigen wir mit einem Klick auf OK.

Anschließend klicken wir mit der rechten Maustaste auf Datenträger 1 und wählen im im Kontextmenü Neues RAID-5-Volume… aus.

Das Willkommen Fenster des Einrichtungsassistenten bestätigen wir mit einem Klick auf Weiter.

Aus den verfügbaren Datenträgern fügen wir Datenträger 2 und 3 zu Ausgewählt hinzu und klicken auf Weiter.

Im Fenster Laufwerksbuchstaben oder -pfad zuordnen wählen wir die Option Folgenden Laufwerksbuchstaben zuweisen aus und geben diesem Volume einen Laufwerksbuchstaben unserer Wahl. Unsere Eingaben bestätigen wir mit einem Klick auf Weiter.

Im Fenster Volume formatieren wählen wir die Option Dieses Volume mit folgenden Einstellungen formatieren aus. Als zu verwendendes Dateisystem wählen wir NTFS aus. Die Größe der Zuordnungseinheit belassen wir auf Standard. Anschließend können wir noch den Namen der Volumebezeichnung noch auf z.B. Daten ändern. Zum Schluss aktivieren wir Schnellformatierung durchführen und klicken auf Weiter.

Am Ende aktivieren wir unser RAID-5-Volume mit einem Klick auf Fertig stellen.

Das anschließende Hinweisfenster der Datenträgerverwaltung bestätigen wir mit Ja.

Jetzt können wir die Datenträgerverwaltung wieder schließen und in das Windows Server Essentials Dashboard wechseln. Um jetzt unsere Serverordner auf das neue Volume zu verschieben, wechseln wir in den Menüpunkt Speicher, klicken im Reiter Serverordner auf den ersten Ordner Benutzer und klicken rechts unter Benutzer Aufgaben auf den Eintrag Ordner verschieben.

Das erste Fenster des Assistenten Ordner verschieben bestätigen wir mit Weiter.

Im Schritt Neuen Ort für den Ordner auswählen markieren wir unser neues Laufwerk, hier „E“ und klicken auf Ordner verschieben.

Den letzten Schritt Der Ordner wurde erfolgreich verschoben quittieren wir mit einem Klick auf Schließen.

Die letzten drei Schritte wiederholen wir für die restlichen Serverordner.

Nachdem wir die Serverordner auf das neue Volume verschoben haben, können wir uns wieder um die Updates kümmern. Wir öffnen mit einem Klick auf das Zahnrad-Icon in der Taskleiste wieder unser Update-Fenster und kontrollieren, wie weit er damit gekommen ist. Je nach Internetleitung können wir jetzt eine Kaffeepause einlegen oder direkt weiter machen.

Nach der Installation der Updates steht eventuell ein Neustart aus. Sollte dieses der Fall sein, klicken wir auf den Button Jetzt neu starten – Reboot tut immer gut!

Nach dem Neustart melden wir uns am Server an und öffnen das Windows Server Essentials Dashboard. Anschließend sollten nur noch 2 Warnmeldungen vorhanden sein.

Bevor wir diese eliminieren, kontrollieren wir noch, ob die Remoteverwaltung auf unserem Server aktiviert ist. Dazu klicken wir auf das Windows-Icon in der Taskleiste und klicken unter Windows Server auf die Kachel Server-Manager.

Im Server-Manager wählen wir im Menü links den Eintrag Lokaler Server aus und kontrollieren dort, ob unter Eigenschaften die Remoteverwaltung und Remotedesktop aktiviert sind. Wenn Ja und das sollte so sein, können wir den Servermanager wieder schließen. (Wie Remoteverwaltung und Remotedesktop aktiviert werden, zeige ich in der Anleitung zum APP1 Server unter Windows Server 2016 Standard)

Anschließend können wir wieder in das Windows Server Essentials Dashboard wechseln und dort auf der Startseite unter Statusüberwachung die Warnungen einzeln markieren und mit einem Klick auf Warnung löschen unter Aktuelle Warnung Aufgaben diese aus der Liste dauerhaft entfernen.

Jetzt sollte unsere Statusüberwachung schön sauber und Aufgeräumt sein.

Im nächsten Schritt werden wir unseren ersten Client installieren und danach mit unserem Windows Server 2016 Essentials verbinden.

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