Gute Nachrichten – So schützen Sie sich vor der Schüffelwut von Windows 10

Okay, der Kreml lässt seit Edwald Snowden alle Geheimdossiers auf der guten alten Schreibmaschine tippen und prüft gerade ob nicht Windows 10 gegen das Datenschutzgesetz Russlands verstößt. Schon komisch, das dies ausgerechnet ein Staat macht, der fast 80 Jahre lang seine Bürger beschnüffelt hat und wo ich mir heute noch nicht wirklich sicher sein kann, dass er es nicht noch weiter macht. Egal, die Schweizer sind ebenfalls auf den Plan gekommen, Windows 10 womöglich die rote Karte zu zeigen. Alles schön und gut, aber mit ein bisschen Wissen, kann Mann oder Frau den Unfug selbst abschalten – sofern sich nicht Microsoft ein Hintertürchen offengelassen hat, um nicht doch an die Daten zu gelangen. Worum geht es aber?

Anhänger von Verschwörungstheorien haben es schon immer gewusst. Microsoft ließt heimlich auf dem PC mit. Ganz soweit würde ich jetzt nicht gehen, aber mit den neuen Cloud-Diensten von Microsoft wird auch der Datenhunger immer größer. Das ist bei Leibe keine Krankheit von Microsoft alleine. Auch Google, Facebook und Co. haben ein sehr großes Interesse an unseren Daten. Das ist aber mehr durch den Geschäftszweck der Unternehmen begründet. Groß Jammern hilft hier nicht weiter. Wer nicht will, dass Microsoft mit lauscht, der kann unter Einstellungen

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seine Datenschutzeinstellungen anpassen. Dafür einfach die Kachel Datenschutz mit der Maus in den Einstellungen anklicken.

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Unter dem Menüpunkt Allgemein können folgende Einstellungen angepasst werden:

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  • Apps die Verwendung der Werbungs-ID für App-übergreifende Erlebnisse erlauben (bei Deaktivierung wird Ihre ID zurückgesetzt) – Dies sollte man in jedem Fall ausschalten.
  • SmartScreen-Filter einschalten, um von Windows Store-Apps verwendete Webinhalte (URLs) zu überprüfen – Diese Einstellung kann eingeschaltet bleiben.
  • Informationen zu meinem Schreibverhalten an Microsoft senden, um die Eingabe- und Schreibfunktionen in Zukunft zu verbessern. – Sorry liebe Jungs von Micrsoft, dies müsst Ihr ohne mich machen, also ausschalten.
  • Webseites den Zugriff auf die eigene Sprachliste gestatten, um die Anzeige lokal relevanter Inhalte zu ermöglichen. – Auch hier empfehle ich ausschalten.

Kommen wir zum nächsten Menüpunkt Position

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Wenn Positionsdienste für dieses Konto aktiviert sind, können autorisierte Apps und Dienste Position und Positionsverlauf abfragen. Ich habe diese Einstellung auf Aus gestellt. Sorry, wo ich gerade bin, hat bei mir zu bleiben. Der Positionsverlauf wird mit einem Klick auf Löschen geleert.

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Mich kennenlernen könnt ihr mich später. Darum öffne ich den Menüpunkt Spracherkennung, Freihand und Eingabe und deaktiviere die Funktion mit einem Klick auf Kennenlernen beenden.

Ich habe nicht nur ein Gerät mit Windows 10. Nein, das neue Windows hat sich bei mir auf allen Geräten, vom Notebook über den Desktop bis zum Smartphone, breit gemacht. Also was liegt da näher als mit einem Klick die neuen Sicherheitseinstellungen gleich mal zu synchronisieren. Für etwas soll ja auch Windows 10 gut sein. Also den Menüpunkt Weitere Geräte aufgerufen und

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mal direkt, falls noch nicht so eingestellt, mit Geräten synchronisieren auf Ein gestellt.

Im letzten Akt müssen wir uns noch um die WLAN-Einstellungen von Windows 10 kümmern. Hier hat es Microsoft in guter Absicht doch etwas übertrieben mit den Default-Werten. Also zurück zu den Einstellungen über den Pfeil oben links im Fenster

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Über die Kachel Netzwerk und Internet gelangen wir zu den WLAN-Einstellungen.

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Über den Link WLAN-Einstellungen verwalten kommen wir zu den beiden Einstellungen die unbedingt angepasst werden sollten.

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  • Verbindung mit vorgeschlagenen öffentlichen Hotspots herstellen – Diese Einstellung ausschalten
  • Verbindung mit Netzwerken herstellen, die von meinen Kontakten freigegeben werden – Diese Einstellung ebenfalls ausschalten

Fazit

Unter Windows 10 ist vieles einfacher geworden und viel besser im Vergleich zu Windows 8. Diese Sicherheitseinstellungen sollte jeder individuell für sich anpassen. Ich habe hier nur gezeigt wie es geht und meine Empfehlung dazu abgegeben. Wie Ihr eurer Windows 10 konfiguriert und personalisiert bleibt aber ganz alleine euch überlassen.

2 Gedanken zu „Gute Nachrichten – So schützen Sie sich vor der Schüffelwut von Windows 10“

  1. Hallo Michael,
    passt ShutUp von O&O wirklich zu Win 10? Welches Antiviren-freeware passt am Besten? Man müsste den Halblaien eine Checkliste an die Hand geben, die alle Löcher schließen hilft. Muss der Defender immer noch mitlaufen?

    1. Hallo Hans,

      Danke für deinen Tipp mit der Check-Liste für Windows 10. Vor Jahren hatte ich mal eine für Windows XP gemacht. Da waren die Lücken aber auch noch größer. Unter Windows 10 benötigt es keine zusätzlichen Tools oder Helferlein. Ein Virenscanner ist auch nicht notwendig, weil Microsoft den Hauseigenen Virenscanner (Microsoft Essentials – jetzt Defender) mitliefert. Er unterscheidet sich nur in wenigen Punkten vom großen Bruder Microsoft Endpoint Protection. Zwei Virenscanner würde ich auf einem System nie mitlaufen lassen, das sie den Computer nur ausbremsen.

      Gruß Michael

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