Installation und Konfiguration von Nextcloud & Collabora Office – Teil 1

Als digitaler Nomade kann man natürlich auch auf die öffentliche Cloud zurückgreifen, um seine Daten überall und zu jederzeit verfügbar zu haben. Ich gehöre zu den sesshaften Bloggern und benötige nicht immer zwingend einen Zugriff von extern. Neben Google Drive und OneDrive von Microsoft baue ich mir deshalb meine eigene private Cloud Lösung mit Nextcloud und Collabora Office.

In Teil 1 geht es jetzt erstmal darum, die Voraussetzungen auf dem NAS1 Server zu schaffen.

Schritt 1: NAS1 mit aktuellen Updates versorgen

Bevor ich mich darüber hermache die LAMP Server Rolle auf meine NAS1 Server zu installieren, rufe ich mit sudo apt update die aktuellen Updates ab.

Mit dem Kommando sudo apt upgrade installiere ich anschließend die vorhandenen Updates. Das könnte ich in einem Schritt mit sudo apt update && sudo apt upgrade zusammenfassen, aber manchmal kommt das dicke Ende noch.

Ab und an und nicht immer läuft so ein Update auch mal schief. Hier meckerte Ubuntu herum, das der dpkg-Prozess unterbrochen wurde. Mit sudo dpkg –configure a soll ich das Problem beheben können.

Offensichtlich gab es ein Problem mit dem linux-generic Paket. Das Problem kann ich durch eine Neuinstallation mit sudo apt-get -f install auflösen.

Die obligatorische Frage, ob ich fortfahren will, bestätige ich mit „J“ und drücken der Entertaste.

Jetzt kann ich endlich mit sudo apt upgrade meinen Server auf den neuesten Stand bringen.

Schritt 2: LAMP Server Rolle installieren

Nach dem Update des Systems kann ich mit folgenden Kommando die Installation der LAMP Server Rolle, bestehend aus Apache 2, MySQL Server und PHP, anstoßen.

Jetzt muss ich für den MySQL „root“-Benutzer ein Passwort vergeben und dieses mit OK bestätigen.

Anschließend das Passwort nochmal bestätigen und fertig ist die Installation der LAMP Server Rolle.

Schritt 3: Herunterladen und entpacken von Nextcloud

Ich kann jetzt schon mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl mir Nextcloud auf meinen Server herunterladen.

Der erste Versuch mit unzip latest-12.zip das Archiv zu entpacken wird bei den meisten wohl schief gehen. Ich musste erst mit sudo apt install unzip das dafür notwendige Paket nachinstallieren. Anschließend konnte ich das Archiv entpacken.

Jetzt lege ich mit sudo mkdir /var/www/corpnet ein neues Verzeichnis für den virtuellen Host corpnet.example.com an und verschiebe mit sudo mv ./nextcloud/* /var/www/corpnet die vorher extrahierten Installationsdateien für Nextcloud.

Kurz Kontrolle über Webmin, ob das Verschieben auch geklappt hat. Sieht soweit erst mal gut aus.

Mit dem folgenden Kommando mache ich den User www-data zum Inhaber des Verzeichnisses /var/www/corpnet und der darunter liegenden Ordner und Dateien.

Schritt 4: Installieren von phpMyAdmin

Ich kann natürlich die Datenbank für Nextcloud über die Kommandozeile in MySQL erzeugen und hier einen neuen User anlegen. Allerdings muss ich später die Datenbank verwalten und das geht mit phpMyAdmin viel komfortabler. Also installiere ich mit sudo apt install phpmyadmin mir die Webverwaltungsoberfläche für MySQL.

Als Webserver wähle ich apache2 aus und bestätige mit OK.

Die Datenbank für phpmyadmin lasse ich mit dbconfig-common einrichten und wähle daher „YES“ aus und bestätige das mit der Entertaste.

Jetzt vergebe ich noch ein Passwort für den Admin von phpMyAdmin und bestätige das mit OK.

Das Passwort bestätigen und mit OK abschließen.

Jetzt müssen noch die beiden PHP-Module mcrypt und mbstring aktiviert werden. Das erledige ich mit den folgenden Befehlen.

Schritt 5: Einrichten des virtuellen Hosts für Nextcloud

Für die Domain corpnet.example.com muss ich einen virtuellen Host auf dem Apache Server anlegen. Dazu erstelle ich eine Konfigurationsdatei mit dem Domainnamen unter /etc/apache2/sites-available.

In die Datei kopiere ich das folgende Listing, speichere die Änderungen mit STRG+O ab und schließe die Datei anschließend mit STRG+X.

Über den folgenden Kommandozeilenbefehl aktiviere ich den virtuellen Host.

Die Änderungen werden erst wirksam, wenn ich die Konfiguration von Apache2 neu lade.

Damit sind die wichtigsten vorarbeiten abgeschlossen. Im nächsten Teil lege ich die Datenbank an, installiere Nextcloud zu Ende und passe die Konfiguration etwas an. Den Link zum zweiten Teil findet ihr unterhalb des nächsten Screenshots, sobald dieser auch veröffentlicht wurde.

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