Kasperle Theater

Meine Projektleitung war der Meinung mich nach Ahlen in Westfalen zu schicken. Nicht das ich nicht in der Lage bin, einen SQL-Server zu installieren. Aber wenn das ein anderer macht, kann ich schon mal nicht für das Endergebnis verantwortlich gemacht werden.

Ich bin selten so auf gut Glück in die Pampa gefahren. Bei meiner Abfahrt wusste ich nur, dass die für meinen Auftrag vorgesehenen virtuellen Maschinen fertig installiert und vorkonfiguriert sind. Einziger Kommentar meiner Führung war, ich solle mich nicht an meinen Checklisten aufhalten.

Also habe ich Dienstagabend meinen Koffer gepackt und Mittwoch ging es dann nach Ahlen. Lob hier an die deutsche Bummelbahn. Der ICE von Frankfurt am Main nach Essen hatte nur 8 Minuten Verspätung. Das hat sogar noch für eine Zigarette. Dafür bot die Regionalbahn nach Ahlen wieder Leben in vollen Zügen.

Das Beste war dann das Filetsteak im Meat & Great.

Die reine Installation des SQL-Servers ist eigentlich eine reine Formsache. Auch der Aufbau eines Allways-On-Failover ist jetzt nicht wirklich ein Hexenwerk. Jedenfalls nicht, wenn im Vorfeld alles sauber geplant und vorbereitet ist. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, das hier mal wieder die Hälfte vergessen wurde. Keine Panik, Hauptsache wir haben mal einen SQL-Server und den Rest kann später glatt gezogen werden.

Manchmal ist man am Ende des Tages schon zufrieden, wenn man mehr als nichts erreicht hat. Auf das Theater im Vorfeld und während kann ich eigentlich gut verzichten. Aber irgendwie gehört das wohl zu einem Projekt dazu.

Morgen geht es wieder zurück in die Heimat. Auch, wenn das Bier hier in Westfalen nicht von schlechten Eltern ist.

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