Klaus bleibt zu Haus – Corona

Das Frühjahr ist für Klaus Messezeit und damit auch die wichtigste Zeit im Jahr. Die kommunalen Verwaltungen decken sich mit allem ein, was das urbane Leben sauberer erscheinen lässt. Nur was macht Klaus, wenn die Leistungsschauen der Branche aufgrund einer Pandemie abgesagt werden?

In den letzten 48 Stunden überschlagen sich die Ereignisse. Ein Land nach dem anderen schottet sich ab und versucht, so gut es geht, das öffentliche Leben herunterzufahren. Schulen, Universitäten, Kinos, Bars, Discotheken, Kneipen, Saunas, Schwimmbäder und die Stätten des horizontalen Gewerbes werden der Reihe nach dicht gemacht. Die Bahn stellt im Regionalverkehr auf Notbetrieb um und Verbindungen ins Ausland werden gestrichen. Die Botschaft dahinter ist klar: „Leute bleibt zu Hause.“

Wer sich jetzt aber in die Hose macht, nur weil einer in der Nähe hustet, hat auf gut deutsch den Schuss nicht mehr gehört. Und nur weil dein Apple-Store dicht macht, bedeutet dies nicht, dass hier im Land die Grundversorgung gleich zusammenbricht. Der Supermarkt um die Ecke bleibt offen. Vielleicht wird der Einkauf etwas länger dauern. Ich würde sogar ruhigen Gewissens zum Friseur gehen, sofern er nicht aus Angst oder behördlicher Anordnung seinen Geschäftsbetrieb eingestellt hat.

Wie sich der Virus verbreitet, macht der Artikel „The Korean clusters“ auf Reuters deutlich.

Wer in der Krise nach Lösungen sucht, muss unter Zeitdruck handeln. Wer aber unter Zeitdruck nach einer Lösung suchen muss, macht zwangsläufig Fehler. Liebe Gurus im World-Wide-Waiting: „Eure tollen Ratschläge sind lieb gemeint. Sie kommen allerdings zu spät und können bestenfalls Symptome lindern.“ Wobei es bei dem einen oder anderen selbsternannten Experten einfach besser wäre, wenn er lieber seine Fresse halten würde. Hier wird mir einfach viel zu sehr ungefiltert aufgeschnapptes und gefährliches Halbwissen unters Volk verbreitet.

Wer sich über die aktuelle Lage informieren will, macht es am besten auf seriösen Angeboten im Internet. Sehr interessant ist noch die offizielle Seite der John Hopkins University (JHU). Und nein – Klopapier, Bananen oder anderer Unfug schützen nicht vor dem Virus. Ich habe auch kein Rezept für Klaus, wie er die Produktion, Vertrieb und Distribution seiner Produkte in dieser außergewöhnlichen Situation aufrechterhält. Ich werde auch hier keine guten Ratschläge verbreiten, sondern euch einen kleinen Einblick in meine Welt geben und wie mich ganz persönlich die Pandemie betrifft.

Ein Gedanke zu „Klaus bleibt zu Haus – Corona“

  1. Rewe hat sich unter vielen mobilitätseingeschränkten Menschen einen Namen gemacht, da sie einen zuverlässigen Lieferservice anbieten. In der Regel innerhalb von 2 Werktagen. Corona macht sich jetzt für diesen Personenkreis dadurch bemerkbar, dass die Lieferung jetzt ca. 2 Wochen dauern kann, und man sich jetzt komplett anders organisieren muss. Also Leute, bietet behinderten oder älteren Menschen an für sie oder mit ihnen einkaufen zu gehen.

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