Mittwoch, 20 April 2016 – Ein Shop oder aStore

Lieferanten auswählen, Einkaufspreise verhandeln, Produktkatalog anlegen, Warenwirtschaft pflegen, Lagerhaltung oder Streckengeschäft, Shop, Marktplätze, Werbung, Recht und noch wohl einige Themen mehr hat ein Online-Händler täglich zu bewältigen. Für einen alleine eine ganze Menge. Darum habe ich das Amazon Affiliate Programm gewählt, um einen eigenen „Shop“ ins Netz zu stellen.

2016-04-19 16_10_03-aStore _ Schäfer IT-Consultant

Bis jetzt habe ich irgendwo im Blog einzelne Artikel mit Affiliate-Links veröffentlicht. Das ganze ist nicht besonders erträglich, was die Werbekostenerstattung anbelangt. Die Grundüberlegungen zu einem eigen Shop basierend auf der Amazon API hatte ich schon vor geraumer Zeit gemacht. Seit dem letzten Wochenende sitze daran, diese erstmal in einer Testumgebung umzusetzen und dann auch in meinem Blog hier einzubauen.

Mein Konzept für die Umsetzung beruht auf einem eigenen Seitentyp in WordPress, der für die Präsentation der Produkte aus dem Amazon Marktplatz verantwortlich ist. Mittels der Schnittstelle zu Amazon werden die Produktdetails, wie Titel, Beschreibung, Preis, Mengenangaben, etc. abgefragt, in einer Datenbanktabelle gespeichert und dort ausgegeben. Anstatt eines Buttons „In den Warenkorb legen“, gibt es erstmal nur einen Button „Bei Amazon kaufen“. Dies macht dem Besucher alleine schon deutlich, dass ich nicht der Verkäufer der Artikel bin, sondern Amazon oder ein angeschlossener Händler auf diesem Marktplatz.

Im Backend habe ich also eine Lösung gebraucht, wie ich die Produkte bei Amazon abfrage und dann in der Datenbank speichern kann. Dafür habe ich ein einfaches Plugin geschrieben, welches diese Aufgabe für mich erledigt. Ein einfaches Eingabefeld mit einem Button legt ein Produkt mit allen relevanten Daten in der Datenbank an.

2016-04-19 11_07_34-localhost _ 127.0.0.1 _ schaemicon _ wp_astoreproducts _ phpMyAdmin 4.4.14

Ein Webshop braucht natürlich auch eine Startseite, die auf die jeweiligen Produktkategorien verlinkt und über die auch schon nach Produkten gesucht werden kann. Der Seitentyp Produkte hat zwei eigene „Taxonomien“ Leistungen und Preisklasse erhalten. Ersteren werde ich für die Live-Version noch in Produktkategorie umbenennen. Beim Anlegen eines neuen Produktes müssen diese beiden Kategorien für das jeweilige Produkt festgelegt werden. Auf der Startseite des Blogs werden diese beiden abgefragt und in der Seitenleiste ausgegeben, sofern es in dieser auch Produkte gibt. Im Inhaltsbereich wird zusätzlich die „Taxonomie“ Leistungen abgefragt und basierend darauf eine Grafik ausgegeben. Netter Text noch dazu und ein etwas Amazon Werbung, fertig.

2016-04-20 20_29_48-Desktop PC _ Leistungen _ Schäfer IT-Consultant

Für jede Taxonomie braucht es jetzt noch eine Übersichtseite, in der alle Produkte der jeweiligen Taxonomie angezeigt werden. Hier kommt zum ersten Mal meine neue Tabelle in der WordPress Datenbank ins Spiel. Basierend auf der ASIN werden hier schon produktspezifische Informationen, wie das Produktbild und der Preis abgefragt und ausgegeben. Die Produktübersichtsseite für die Produktkategorien ist grob fertig gestellt und wenn die Anzeige formatiert ist, muss sie nur noch für die Preisklasse einmal kopiert werden und geringfügig angepasst werden. Sollten zusätzliche Taxonomies, wie zum Beispiel Hersteller, hinzukommen, wiederholt sich das Spiel.

2016-04-17 18_00_01-OfficePC Test _ Schäfer IT-Consultant

Ähnlich werde ich bei der Übersichtsseiten (Archiv-Seiten) für alle Produkte vorgehen. Im Layout unterscheidet sich diese Vorlage nicht von denen der Taxonomien. Auch hier halten sich die Anpassungen in Grenzen und sollte auch schnell erledigt sein.

Viele der ansonsten üblichen Merkmale von Webshops wird es hier nicht geben. Warenkorb oder ein Checkout sind nicht notwendig, da der eigentliche Kaufvorgang bei Amazon durchgeführt wird. Das spart im ersten Schritt viel Entwicklungszeit, die in andere Aufgaben stecken kann. Computershops gibt es wie Sand am Meer und warum sollte der Besucher ausgerechnet über meinen Shop seine Produkte kaufen? Ein nettes Design dürfte jedenfalls nicht der ausschlaggebende Punkt sein, soviel dürfte sicher sein. Gute Beratung, schnelles finden der Produkte und eine überschaubare Auswahl, die Schrott von den wirklich guten Angeboten schon im Vorfeld trennt, dürften eher einen Besucher dazu bringen, über mein Angebot seine Bestellungen zu tätigen.

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