Mittwoch, 7. September 2016 – Adwords Exodus

Ich dürfte nicht der Einzige sein, der bei den Google Adsense Einnahmen in diesem Jahr einen massiven Einbruch bei den Vergütungen pro Klick zu verzeichnen hat. In diesem Jahr ist die Anzahl der auf Google beworbenen Onlineshops erstmals wieder unter die 30.000 Marke gesunken. Zum Vergleich waren es im Nobember 2015 waren es noch über 38.000 (Quelle The OverSEA/Xamine – iBusiness). Und obwohl die Zugriffszahlen in diesem Jahr bei mir nur leicht gesunken sind, sind die Google Adsense Einnahmen um über 50% eingebrochen.

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Werbung nervt! Ja ich weiß es. Aber nicht nur Adblocker machen Bloggern das Leben bei der Monetarisierung ihrer Blogs schwer. Das Angebot an Werbefläche außerhalb der Google Suche ist riesig und wenn dann noch dazukommt, dass viele Unternehmen andere Marketing Strategien nutzen und Google Adwords den Rücken kehren, purzeln die Vergütungen pro Klick in den Keller. 3 Klicks und 4 Cent verdient.

Aber wie kommt man aus der Falle heraus?

PayWall

Eine Möglichkeit ist es, den eigenen Content mittels einer PayWall zu monetarisieren. Spiegel Online hat es mit seinem Angebot Spiegel plus vor ein paar Monaten eingeführt. Ich werde mit einem Appetithappen gefüttert und wenn ich mehr lesen will, muss ich löhnen. So eine PayWall kann für Blogger mit hoher Reichweite durchaus interessant werden, da sich hier nicht mehr die Frage nach der Werbung stellt und Adblocker auch nicht dazu beitragen können die Einnahmen zu schmälern. Allerdings muss man fairer Weise auch sagen, das hier wohl die Absprungrate massiv ansteigen wird, was auch Google in einer gewissen Form mitkriegen wird.

Affiliate Programme

Auch eine der klassischen Möglichkeiten seinen Blog zu Geld zu machen, ist das Einbinden von Affiliate-Links. Gerade Amazon lockt hier mit sehr hohen Konversationsraten und einer guten Vergütung von bis zu 10% pro Verkauf. Blog Beiträge mit Affiliate-Links laufen leider schnell in die Falle, das der Author beim Schreiben seinen Inhalt zu sehr an der Vermarktung der dort beworbenen Produkte ausrichtet und das merkt früher oder später auch der Leser. Damit erzielt man dann leider wieder den gleichen Effekt wie bei einer PayWall, dass die Absprungrate in die Höhe geht und der Leser vielleicht nicht wieder kommt.

Zweite Möglichkeit hier ist, einen eigenen Online-Shop auf der Basis von Affiliate-Links aufzubauen. Hier bekommt der Besucher die Möglichkeit selbst zu entscheiden, ob er nach Produkten auf der Seite suchen will. Die Schwierigkeit hier ist, genügend Besucher in den Shop zu lotsen. Dazu kommen noch ein paar technische Hürden, bei der Implementierung einer solchen Lösung in den eigenen Blog.

Eigene Infoprodukte oder Software

Nischenblog mit Landing-Page erstellt und schon rollt der Rubel. So einfach, wie das einige selbsternannte Online-Marketing Gurus versprechen, ist das Geschäft mit den eigenen Infoprodukten nun auch wieder nicht. Die Landing-Page muss beworben werden und dann müssen sich auch noch darunter genügend Vollpfosten befinden, die dafür auch noch Geld ausgeben. Ein gutes und vor allem selbst geschriebene E-Book kann aber durchaus ein Weg sein, um aus der Vermarktungsfalle heraus zu kommen. Nicht jeder Blogger dürfte sich aber auch zum Buchautor berufen fühlen und sich irgendwo solche Infoprodukte für Geld zu beschaffen, halte ich für keine gute Idee.

Selbst mit der Entwicklung eigener Software und dem Versuch diese über einen App-Store zu vermarkten, kann man durchaus auch einen Flop landen. Hier braucht man in jedem Fall viel Geduld und den Willen zum durchhalten. Schnelle Erfolge sind mit der Entwicklung einer eigenen App und der Vermarktung jedenfalls nicht zu erzielen.

Sponsored Posts

Blogger sind Influencer (Meinungsbilder)! Aus diesem Grund bin ich gespaltener Meinung zum Thema sponsored Posts in einem Blog. Soll ich jetzt über Glitza Fashion Tattoos oder zum Thema Boden Collage schreiben? Ich will auch nicht über Schleswig-Holstein-Tickets schreiben, oder was mir sonst noch so als Themen für sponsored Posts angeboten wird. Alleine wenn ich schon lese, Blogger/innen aus den Kategorien DIY & Craft, Heim & DIY, Home Living und Mom/Dad Blogs. Laute schöne Buzz-Words, die aber so gar nicht zu diesem Blog passen.

Dazu kommt noch, das ich mit diesem Blog etwas aus dem Rahmen fallen will und so gar nichts mit dem Mainstream am Hut habe. Davon gibt es in der Blogosphäre schon viel zu viele Blogs, auf denen der Leser in abgewandelter Form fast durchweg den gleichen Inhalt findet. Ich unterstelle mal keinem Blogger, das er vom anderen abschreibt, der Leser aber wird es vielleicht anders sehen. Ganz davon abgesehen, das es SEO-technisch völliger Wahnsinn ist.

Sozial Media Kanäle

Mit Facebook, Twitter und Co. direkt die eigenen Inhalte in Geld verwandeln? Mit der neuen Amazon SiteStripe ist es möglich mit zwei Klicks Affiliate-Links in den Sozialen Netzwerken zu platzieren. Noch habe ich nicht genügend Zahlenmaterial um eine qualitativ fundierte Aussage darüber zu machen, ob sich der Aufwand tatsächlich auch in bare Münze umwandeln lässt. Einen merklichen Anstieg der Klicks konnte ich schon nach ein paar Tagen feststellen. Ob sich diese Form der Vermarktung langfristig auszahlt, darüber werde ich in jedem Fall hier noch berichten.

In jedem Fall sollte man bedenken, das Werbung nervt und man es mit den Posts und Tweets bei Facebook und Twitter nicht übertreiben sollte. Meine Bedenken ist, das man damit den einen oder anderen Freund und Follower auch schnell wieder verlieren kann und der fehlt dann an anderer Stelle.

Fazit

Einen Ausweg oder goldenen Weg habe ich noch nicht gefunden. Der Fokus liegt aber bei klar auf der Erstellung von Unique Content und nicht auf SEO oder der Blog-Vermarktung. Ich will auch nicht an zu vielen Stellschrauben gleichzeitig drehen, da ich ansonsten die Ergebnisse nicht messen kann und so vielleicht die falschen Schlüsse ziehe. Hinzu kommt, das ich durch neue Themen auch andere Keywords bedienen kann. Hier ist eine Analyse der Publisher-Seiten in Google Analytics die Ausgangslage. Der maßgebliche Wert ist hier der Umsatz pro 1.000 Sitzungen des Publishers. Hier bekommt man ein Gefühl, welcher Inhalt den meisten Umsatz bringt und darauf kann man dann die weitere Strategie aufbauen.

 

 

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