Ohne Ziel, kein Sinn – oder ist doch nur der Weg das Ziel?

Ein Ziel zu haben, ist schon mal nicht schlecht. Wie will man ansonsten wissen, ob man auf dem richtigen Weg ist. Leider kommt es mir so vor, als wenn die halbe E-Commerce-Branche wie eine Herde aufgeschreckter Hühner planlos durch die Gegend läuft. Ich lächle nur noch, wenn ich über einer weitergeleiteten Mail lese: „Nutzen wir das? Kann ich löschen?“. Keine Ahnung von Computern, aber einen auf Online-Versand-Händler machen. Die Mischung ist echt grandios. Und der liebe Mark Steier von Wortfilter.de schult den „Unternehmer der Zukunft“ im Auftrag von Amazon. Also die nächste Generation von Vollpfosten, die ihr eigentliches Handwerkszeug nicht mal ansatzweise im Griff haben. Aber es geht auch anders. Man muss nur den Richtigen Wegweisern folgen.

So als Blogger habe ich mir mal die Internetseiten von diversen Dienstleistern in der E-Commerce-Branche angesehen und geschaut, was die so schönes Online stellen. Also wenn man sich als Kunde auf die Seite von Softwarehersteller X begibt und sich so nur die obersten dort aufgeführten Servicepartner und deren Internetseiten so anschaut, dann würde ich mir mal so glatt die Frage stellen, wer hat da eigentlich von wem abgeschrieben. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, das die wenigsten wohl etwas von Marketing verstehen. Okay, dass haben sie dann schon mal mit mir gemeinsam, um hier gleich vor zu bauen. Ansonsten würde ich ja über Marketing bloggen und nicht über Netzwerke.

Update: Wenn ich also mal so bei [zensiert] mir mal ganz froh und frei die Seite mit den Managed Webservern ansehe – kriege ich plaque. Nein hier gibt es jetzt keinen kostenlosen Backlink für alle zum Lachen. Kann ja jeder selber googeln. Da spare ich mir sogar den Screenshot. Hallo – der will mir einen Webshop basteln und dann so was. Nein, ich bin auch kein Webdesigner, um das hier gleich klar zu stellen. Aber das kann selbst ich besser. Obwohl ich von Webdesign nun definitiv so gut wie gar keine Ahnung habe – außer vielleicht das ich HTML und CSS3 lesen und schreiben kann. Damit ist man aber noch lange kein Webdesigner, wie der Unternehmensname von [zensiert] vermuten lässt. Und so etwas will dann auch noch Support für eine Warenwirtschaftslösung leisten? Sorry lieber [zensiert], aber an dieser Stelle hast Du es mir verdammt einfach gemacht. Sehe es einfach nicht persönlich, die anderen sind keinen Deut besser!

Anmerkung: Der liebe [zensiert] hat gestern mich angerufen, nach dem er von einer Labertasche informiert wurde. Er hat mich gebeten seinen Namen von meiner Webseite zu streichen. Dieser Bitte bin ich hiermit nachgekommen.

Die Mindmap da unten zeigt wunderbar die Ziele einer IT-Infrastruktur. Für Vollpfosten, was soll damit überhaupt erreicht werden? Antwort der Krabbelgruppe vom Niederrhein: „Kostenoptimierung“. Genau und darum laden wir uns das Warenwirtschaftssystem kostenlos dort herunter. Was dann auf der anderen Seite aber durchaus bedeuten kann, das so Dinge wie Benutzereffizienz, Verfügbarkeit und Sicherheit mal gerade eben direkt außen vor gelassen werden. Ja, so ist das mit der Kostenoptimierung halt eben, wenn man da auch nur die Anschaffungskosten im Auge hat. Aber von unserem angehenden Online-Versand-Händler kann man ja erwarten, das er zu mindestens in Betriebswirtschaftslehre fit ist – oder etwa nicht?

Nun um es mal auf den Punkt zu bringen. Die Mindmap hat schon etwas Staub angesetzt. Die stammt nämlich aus dem Buch Microsoft Netzwerke 1. Auflage, Galileo Press (Rheinwerk) Verlag aus dem Jahr 2005. Autsch, da gab es noch gar nicht die berüchtigte Wawi, alle haben noch mit Windows XP geschafft, die Server arbeiteten mit Windows Server 2003 R2 und Microsoft hatte Service Pack 3 auf den Markt geworfen. Von Windows Vista, 7, 8 oder 10 noch keine Spur – ABER GEÄNDERT HAT SICH TROTZDEM NICHTS! Auch nicht die Vollpfosten vor dem Bildschirm. Vielleicht doch – einige glauben, weil sie in der Lage sind ein Warenwirtschaftssystem zu installieren und einzurichten, gleich die unheimlichen IT-Kracks zu sein. Soweit sind wir also schon gekommen.

Damit dürfte so ziemlich klar sein, womit ich mich heute schon wieder beschäftigt habe – genau ITSM. SM steht da nicht für Sado Maso, wie jetzt vielleicht unsere Warenwirtschafts-Domina aus Mannheim denken wird. ITSM steht für IT-Service Management und das ist eine ganz andere Baustelle. Prinzipiell habe ich mich heute um das Thema Secondary Storage und Client Wiederherstellung gekümmert. Und damit bei den Waldarbeiten keiner zu Schaden kommt, habe ich ein kleines Diagramm gemalt und da unten online gestellt. Im Diagramm heißt der Punkt mit der Client Wiederherstellung Client Systeme -> Recovery von Systemen. Und das ist nur ein kleiner Punkt von vielen.

Wenn schon selbsternannte SEO-Spezialisten bei Facebook fragen, ob sie HTTP oder HTTPS verwenden sollen – was für eine Sau-blöde Frage – dann sollte man zukünftigen Unternehmern der Zukunft mal ein ordentliches Stück IT-Fachwissen mit auf den Weg geben. Aber vielleicht kriegen es ja noch ein paar ganz tolle Typen hin, das E-Commerce ohne IT funktioniert. Also ich wäre der erste, der das ausdrücklich begrüßen würde.

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