Ratgeber Office PC: Der optimale PC-Arbeitsplatz für Sie und Ihre Mitarbeiter

Sie stellen einen neuen Mitarbeiter ein oder müssen ein altes defektes Gerät ersetzen. Ihr Entschluss steht fest, in neue Hardware zu investieren. Bei der schier endlosen Zahl von Angeboten, scheint nichts leichter zu sein. Und genau an diesem Punkt fangen die Probleme an. Wenn Sie nicht gerade in der Materie stecken oder regelmäßig Fachzeitschriften lesen, werden Sie es schwer haben, in der Masse der Angebote den Überblick zu behalten.

Ich möchte Ihnen mit dieser kleinen Kaufberatung helfen, den Überblick nicht zu verlieren. Hier erfahren Sie von mir, worauf es beim Kauf ankommt und welche Kriterien Ihr neuer Office PC erfüllen muss.

Die typischen Anwendungszwecke von Office und Büroanwendungen sind:

  • Textverarbeitung
  • Tabellenkalkulation (einfache Rechenaufgaben)
  • Adressverwaltung
  • Online Banking
  • Online-Shopping
  •  Anwendungen für Buchhaltung, Rechnungs- und Auftragserstellung
  • Email
  • Browser für das Surfen im Internet

Im Internet können sie entsprechende Geräte unter den Suchbegriffen Office PC, Business PC oder auch Einsteiger PC finden. Wobei ich letzteren Begriff nicht unbedingt benutzen würde. Im Vergleich zu gebrauchten Rechnern, die vielleicht schon ein paar Arbeitsjahre auf dem Buckel haben, sind neue aktuelle Modelle leistungsfähiger und schneller und ermöglichen somit auch ein besseres und effizienteres Arbeiten. Ein geringer Stromverbrauch senkt die Kosten und erleichtert somit auch die Entscheidung für ein neues Gerät. Einstiegsmodelle gibt es schon für etwas mehr als 200 Euro. Bei sehr günstigen Modellen sollten Sie beachten, dass diese meist ohne Betriebssystem oder mit den Home-Versionen von Windows angeboten werden.

Ausstattung Hardware:

Prozessor

Modelle mit Single Core Prozessor sollten nicht unbedingt gewählt werden. Trotz der niedrigen Anforderungen an den Prozessor empfiehlt es sich den neuen Office PC mit einer Dual Core CPU (Central Processing Unit – Prozessor) auszustatten. Sind mehrere Internetseiten oder Programme gleichzeitig geöffnet können billige Office PCs mit Single CPU leicht an Ihre Grenzen kommen. Prozessoren mit mehr als 4 Prozessorkernen müssen es aber nicht sein, um flott und zügig Arbeiten zu können.

Arbeitsspeicher

Mit den 64 Bit-Technologien ist die Grenze von 3 GB zu verwaltenden Arbeitsspeicher gefallen. Dazu ist Arbeitsspeicher in den letzten Jahren immer günstiger geworden. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass mindestens 4 GB RAM verbaut sind.

Grafik

Grafikkarten gehören neben den Prozessoren zu den teuersten Komponenten des Office PCs. Für die Anwendungen auf einem Office PC wird aber in den seltensten Fällen eine eigene Grafikkarte benötigt. Es reicht aus, wenn die Grafikkarte Onboard in Form eines eigenes Chips oder integriert im Prozessor ist. Das senkt nicht nur die Anschaffungskosten, sondern auch den Stromverbrauch und somit die Betriebskosten.

Festplattenkapazität

Die Speichervolumen der Festplatten sind in den letzten Jahren rasant angestiegen. Selbst in günstigen Einsteigermodellen werden Festplatten ab 500 GB verbaut. Diese sind natürlich völlig überdimensioniert und werden von normalen Büroanwendungen nicht mal zu einem Drittel befüllt. Je schneller die Festplatte dreht desto schneller kann auf die Daten zugegriffen werden und desto lauter ist der Rechner. Das nachträgliche Austauschen der klassischen HDD’s durch moderne und viel schnellere SSD’s kann sich durchaus lohnen, da der Bootvorgang des Rechners auf wenige Sekunde sinkt und somit das lästige Warten am Morgen ein Ende hat.

Ausstattung Software

Betriebssystem

Sehr günstige Geräte werden oft ohne Betriebssystem ausgeliefert. Für den der noch über eine freie Windowslizenz, bitte nicht XP, verfügt, ist das kein Manko. Auf solchen Geräten kann aber auch durchaus eine Linux-Distribution installiert werden.

Für kleine Netzwerke reichen durchaus die Home-Versionen für Windows aus. Bei größeren Netzwerken ab 5 PC-Arbeitsplätzen sollte darauf geachtet werden, dass die Geräte mit den Professional-Versionen von Windows ausgeliefert werden. Die meisten Hersteller liefern heute nur noch vorkonfigurierte Systeme ohne original Datenträgern oder Recovery-DVD aus. Somit sollte man bei der Inbetriebnahme der Geräte diese selbst erstellen. Spätestens wenn Sie sich einen Virus eingefangen haben oder die Festplatte defekt ist, macht sich dieser Schritt bezahlt.

Softwarealternativen – OpenSource

Es müssen nicht immer die lizenzpflichtigen Lösungen sein. Oftmals reichen Lösungen aus dem OpenSource oder Freeware Bereich aus, um den Anwendern gute Software zur Verfügung zu stellen. Die besten Beispiele sind Thunderbird als Ersatz für Outlook oder OpenOffice als Ersatz für Microsoft Office. Vorteil für Sie, dass Sie diese Programme kostenlos nutzen können.

Datenspeicherung

Auf Office-PCs sollten wichtige Unternehmensdaten nie auf der lokalen Festplatte abgelegt werden. Auch wenn überall darauf hingewiesen wird, das regelmäßiges sichern der Daten Pflicht ist, wird es in der Praxis nur selten wirklich durchgeführt und eingehalten. NAS-Geräte (Network Access Storage) mit gespiegelten Platten gibt es schon für relativ wenig Geld auf dem Markt. Hierzu wird es einen eigenen Ratgeber geben.

Virenschutz

Für kleine Unternehmen reichen oftmals die kostenlosen Virenscanner der großen Hersteller aus, sofern der Einsatz in Unternehmen in den Lizenzvereinbarungen erlaubt ist. Mit Windows 8 / 8.1 müssen Sie keinen Virenscanner mehr installieren, da von Hause aus der Microsoft Bitdefender installiert ist. Der beste Schutz vor Schadsoftware ist aber immer noch das Beschränken der Benutzerrechte auf ein für die Arbeit notwendiges Minimum.

WLAN Stick für ein kabelloses Netzwerk und Surfen

Räumlich bedingt kann es durchaus sinnvoll sein, mit dem neuen Gerät auch gleich einen WLAN-USB-Stick mit zu beschaffen. Damit entfällt das Legen von Netzwerkkabel vom Router zum Arbeitsplatz. Vorsicht hier, das der Rechner nicht zu weit vom WLAN-Router entfernt steht und das Empfangssignal ausreichend stark ist. Eventuell vorher mit einem Laptop testen, ob der Empfang stimmt.

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