Samstag, 13. August 2016 – Windows Server 2016 Standard Technical Preview 5

Im September will Microsoft den Windows Server 2016 veröffentlichen und ich habe mir mal den Technical Preview 5 heruntergeladen und in einer virtuellen Maschine installiert. Hier ein erstes Review der Installation mit meinen Eindrücken.

2016-08-13 10_30_20-_W2K16_ auf _MICHAEL-PC_ - Verbindung mit virtuellen Computern

Als “Hardware” habe ich für diese Installation eine Hyper-V VM mit 4 Kernen und 8 GB RAM verwendet auf der ich die Installation von Windows Server 2016 durchgeführt habe. Wahrscheinlich hätte es auch die Hälfte getan, ich wollte aber dieser Maschine etwas Bums geben, damit ein flüssiges Arbeiten auch mit installierter GUI möglich ist. Und dabei gleich das erste Oha-Erlebnis. Als Standardinstallation gibt Microsoft die Core-Variante vor und bei der Installation musste ich auf Desktop Experience Variante wechseln. Ansonsten hat sich in der Installationsroutine im Vergleich zum Windows Server 2012 nichts verändert.

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Die Installation vom Windows Server 2016 geht erstaunlich flott. Nicht mal eine Zigarettenlänge später war die Installation fast gelaufen. Nur noch das Passwort für das Administratorkonto vergeben und warten bis die Standardsystem- und Profileinstellungen abgeschlossen sind.

Wer schon mit Windows 10 gearbeitet hat, wird sich beim Windows Server 2016 sofort wie Zuhause fühlen. Der Desktop unterscheidet sich nicht im geringsten von Windows 10. Würde nicht beim Systemstart der Servermanager automatisch starten, könnte man doch glatt denken, man sitzt vor einem Client. Auch beim Servermanager gibt es das gewohnte Bild. Mich haben nur die Fehlermeldungen gleich nach der Installation etwas irritiert. So brachte der Microsoft-Windows-TaskScheduler und der Übermittlungsoptimierungsdienst je eine Fehlermeldung. Auch der Manager für heruntergeladene Karten (MapsBroker) meldete einen Fehler mit Status beendet.

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Nach der Installation sollte man in jedem Fall den Computernamen ändern und einen neues Benutzerkonto mit administrativen Rechten anlegen und das Konto Administrator in der Computerverwaltung unter lokale Benutzer und Gruppen deaktivieren. Der Built-In-Administrator verfügt eh über ein paar Einschränkungen in den Rechten.

Positiv überrascht hat mich, dass der Windows Defender mit Echtzeitschutz gleich mit an Board ist und auch aktiviert ist. Wieder etwas irritiert war ich, als ich unter Sicherung dann folgendes lesen musste:

Suchen Sie eine ältere Sicherung?
Wenn Sie mit dem Sicherungs- und Wiederherstellungstool von Windows 7 eine Sicherung erstellt haben, können Sie sie in Windows 10 verwenden.

Ich dachte eigentlich ich habe Windows Server 2016 installiert und nicht Windows 10. Hier wird es sich wohl um einen Übersetzungsfehler handeln. Entwickler wird es an dieser Stelle freuen, dass es für Sie hier auch den aus Windows 10 bekannten Entwicklermodus gibt, mit dem sich beliebige signierte Apps installieren und die erweiterten Entwicklungsfeatures verwenden lassen.

Wer wie ich den Technical Preview in einer virtuellen Maschine installiert, sollte sich nicht wundern, wenn er trotz abgeschalteter verstärkter Sicherheitskonfiguration für IE keine Internetseite öffnen kann. Microsoft hat beim TCP/IP Protokoll einige Veränderungen vorgenommen und tippe mal ganz stark darauf, dass dieser Bug damit zu tun hat. Workaround ist, einfach im Gerätemanager die Netzwerkkarte zu deinstallieren und anschließend das System einmal neu zu booten. Danach öffnete sich wie durch ein Wunder auch google im neuen Browser Edge.

Das war es auch schon von meinem kleinen Rundgang durch den neuen Windows Server 2016. Ich hoffe ich konnte einen ersten kleinen Eindruck vermitteln. Als kurzes Fazit kann ich schon jetzt sagen, wer noch mit Windows Server 2012 unterwegs ist, muss sich über ein Upgrade keine Gedanken machen. Aus meiner Sicht lohnt sich hier der Umstieg nicht. Für alle die noch Windows Server 2008 verwenden wird sich der Sprung auf Windows Server 2016 in jedem Fall lohnen. Alternativ dürfte aber für viele auch eine SMB-Lösung (Small Medium Business) mit Ubuntu Server 16.04 sehr interessant sein, die ich persönlich bevorzugen würde. Ubuntu frisst weit aus weniger Ressourcen bei gleicher Funktionalität und läuft somit auch auf älterer Hardware. Mal ganz von den Kosten für die Lizenzen abgesehen.

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