SharePoint Foundation 2010

Es gibt Projekte die entwickeln sich in eine Richtung, die Man(n) so nicht erwartet hat. Eigentlich war ich schon am Verzweifeln, aber irgendwie hatte da jemand ein Einsehen mit einem kleinen IT-Consultant und schickte ihm die perfekte Lösung!

Für einen mittelständischen Kunden sollen wir eine zentrale Lösung für den Vertrieb bereitstellen. Gefordert ist eine Stand-alone-Lösung für maximal 15 Mitarbeiter. Der Kunde will mit der Lösung seine Marketing und Vertriebsaktivitäten planen und koordinieren. Wir haben uns zusammen mit dem Kunden für eine Lösung mit dem Outlook 2010 Business Contact Manager entschieden. Als Server für die Business Contact Manager Datenbank soll ein Intel basierendes System mit Windows Server 2008 Foundation bereitgestellt werden. Als Dankbankserver wird der Microsoft SQL Server 2008 R2 Express verwendet.

Als größtes Problem für die gewünschte Lösung sah ich nur den Umstand, dass nicht alle freiberuflichen Vertriebsmitarbeiter sich eine Microsoft Office 2010 Home and Business Lizenz zu legen werden, bzw. unter Umständen die Hardware bzw. vorhandenen Betriebssysteme eine Installation nicht zulassen. Für diesen Fall ist ein webbasierter Zugriff auf die Datenbank die einzige Lösung. Dazu kommt noch, dass der Outlook 2010 Business Contact Manager eine Synchronisation mit SharePoint Listen beherrscht. Somit war auch hier relativ schnell eine Lösung gefunden, die ohne großen Aufwand zu realisieren ist.

Damit war im Grunde genommen für dieses Projekt alles klar. Also haben wir uns daran gemacht eine Testumgebung auf einer virtuellen Maschine einzurichten. Es lief auch alles wie am Schnürchen, bis auf die Installation der Windows Share Point Services. Ich habe noch keine Ahnung woran es liegt und werde es wohl auch nie erfahren. Aber bei der Konfiguration der SharePoint Services wollte der Konfigurationsassistent ums Verrecken nicht den lokalen SQL Server finden. Und ich hatte einfach keine Lust die Standardinstallation für einen Stand-Alone-Server mit integrierte Microsoft Datenbank durchzuführen, da ich der Meinung war, BCM und SharePoint sollten die gleiche Datenbankinstanz verwenden (warum werde mal später ausführen!).

Also ab ins Internet und dieses nach einer Lösung für mein Problem durchforstet. Dabei bin ich nicht wie geplant auf die Lösung für mein in meinen Augen triviales Problem gestoßen sondern auf den neuen SharePoint Foundation 2010. Eigentlich hatte ich keine Zeit, mir Microsoft Marketing Gedöns durchzulesen, aber beim Überfliegen wurde ich irgendwie hellhörig. Mein erster Gedanke war zwar, nicht gleich ein Produkt beim Kunden einzusetzen, dass man selbst nicht ausgiebig getestet hat. Aber ich bin ein wenig unter Zeitdruck und wieso nicht den Versuch starten. Also: No Risk, No Fun – eine neue virtuelle Maschine vorbereitet – kostet ja nichts und den Server mal völlig blind ohne eine Installationsanleitung zu lesen einfach drauf installiert.

Was soll ich sagen, es war noch nie so einfach einen SharePoint Server zu installieren und das neue Outfit haut einem glatt um. Hier haben sich die Jungs aus Redmond allergrößte Mühe gegeben. Völlig neu und im Kleid des neuen Microsoft Office kommt der wohlgemerkt kostenlose SharePoint Fondation 2010 daher. Ich habe heute Nachmittag noch nicht die Zeit gehabt, mich intensiv mit dem Nachfolger der Windows SharePoint Services 3.0 auseinanderzusetzen. Aber so wie er gerade daher kommt, ist dies ein Produkt, was kleinen und mittleren Unternehmen helfen kann, Ihre IT um Lichtjahre nach vorne zu bringen. Ich bin immer noch total begeistert und freue mich schon auf Morgen, wenn ich mit Hilfe eines Webcasts endlich die formularbasierte Authentifizierung einrichten kann. Vor allen Dingen freue ich mich schon auf die erstaunten Blicke bei der Schulung in unserem Schulungsraum, wenn die Vertriebsmitarbeiter Ihre neue Teamwebseite sehen werden.

Morgen wird es ein paar Bilder geben, wenn ich die ersten Screenshots der neuen Oberfläche gemacht habe!

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