SMB Test Lab Anwendungsserver APP2 mit Ubuntu 16.04.2 LTS und MS SQL Server

Ein Server ist nicht gleich ein Server. Über Performance-Probleme beim Microsoft SQL Server habe ich mir schon hier ordentlich ausgelassen (https://schaemicon.de/performance-probleme-beim-jtl-sql-server-loesung/). In meiner Labor-Umgebung spielt die Performance der Systeme keine Rolle. Trotzdem gibt es ein paar Gedanken zum Datenbankserver, bevor wir mit der eigentlichen Konfiguration des neuen APP2 Servers beginnen.

An einen Datenbankserver werden ganz spezielle Anforderungen gestellt. Die Datenmengen, die an die Clients zu übertragen sind, sind in der Regel nicht sonderlich groß – wenn wir dies mit einem Dateiserver vergleichen. Datenbankserver lieben viel Arbeitsspeicher, weil die Daten und Ergebnisse der Abfragen zwischengespeichert (gecached) werden können. Neben der eigentlichen Datenbankdatei gibt es eine Menge anderer Dateien, in die Änderungen protokolliert werden. Das machen Datenbanken um im Falle einer inkonsistenten Datenbank ein zurückfahren zu ermöglichen. Und zum Schluss sind Datenbankserver eher vom Prozessor abhängig als ein Dateiserver. Was aber nicht unbedingt bedeutet, dass ich jetzt gleich mehrere Prozessoren auf dem Server verbauen muss.

In der Abbildung oben habe ich einen Musterserver mit 9 Solid State Disks aufgezeichnet der bei der Verwendung einer RAID-5 Konfiguration für die Daten auch mit 6 Solid State Disks auskommen kann. Hier kann dann auf einen externen RAID-Controller verzichtet werden.

Auf einem RAID-1-Verbund wird das Betriebssystem mit dem Datenbankserver installiert. Hier können auch die Temp-Dateien des Datenbankservers gespeichert werden. Die Eigentliche Datenbank liegt dann auf einem RAID-1+0 bzw. RAID-5 Verbund. Sofern richtig Schreibperformance benötigt wird, empfiehlt es sich hier ein RAID-1+0 zu verwenden. Auf dem zweiten RAID-1-Verbund werden dann die Log-Files gespeichert. Die Backup-Dateien des Datenbankservers würde ich in einer Netzfreigabe auf einem Dateiserver ablegen.

Insgesamt werden für diese Konfiguration für eine maximale Datenbankgröße von 50 GB, mindestens 6 SSDs mit 128 GB Speichervolumen benötigt. Als Prozessor würde ich hier einen Intel XEON 1240 mit 32 GB RAM bestücken die später auf 64 GB erweitert werden können.

Unseren virtuellen Test-Server APP2 bestücken wir mit 4 virtuellen Festplatten a 25 GB die zu einem RAID-5-Verbund im Software-RAID zusammengefasst werden. Wie schon erwähnt, hier kommt es nicht auf die Performance an.

Im Grunde läuft die Installation des neuen Anwendungsserver wie beim Gateway-Server EDGE ab. Nur ab dem Punkt, wo wir die Festplatten partitionieren, wählen wir diesmal Manuell aus und bestätigen die Auswahl mit der Entertaste.

Im ersten Schritt müssen wir für die 4 Festplatten SCSI3 bis SCSI6 leere Partitionstabellen erstellen. Dazu markieren wir die SCSI3 und drücken die Entertaste.

Wir wählen Ja aus und bestätigen die Eingabe mit der Entertaste.

Dies wiederholen wir für alle anderen Festplatten.

Im Menü wählen wir jetzt Software-RAID konfigurieren aus und drücken die Entertaste.

Wir wählen Ja aus und drücken die Entertaste.

Wir wählen MD-Gerät erstellen aus und drücken die Entertaste.

Wir wählen RAID5 aus und drücken die Entertaste.

In Anzahl der aktiven Geräte für das RAID-5-Array geben wir 4 ein, wählen Weiter aus und drücken die Entertaste.

In Anzahl der Reserve-Geräte (HotSpare) lassen wir die 0 stehen, wählen Weiter und drücken die Entertaste.

Anschließend markieren wir die 4 Festplatten mit einem Klick den Leer-Taste an (sie werden dann mit einem * versehen), wählen Weiter und drücken die Entertaste.

Wir wählen Ja und drücken die Entertaste.

Jetzt wählen wir Fertigstellen aus und drücken die Entertaste.

Jetzt wählen wir Geführte Partitionierung aus und drücken die Entertaste.

Wir wählen Geführt – gesamte Platte verwenden und LVM einrichten aus und drücken die Entertaste.

Wir wählen als zu partitionierende Festplatte unser RAID5 Gerät #0 aus und drücken die Entertaste.

Wir wählen Ja und drücken die Entertaste.

Wir belassen den Wert von 80,0 GB, wählen Weiter und drücken die Entertaste.

Zum Schluss wählen wir Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen und drücken die Entertaste.

Wir wählen Ja und drücken die Entertaste.

Der Rest der Installation ist dann wieder wie beim Gateway-Server EDGE beschrieben. Damit haben wir den neuen Anwendungsserver in unserer SMB Test Lab Umgebung aufgesetzt. Als nächstes werden wir diesem Server eine feste IP-Adresse geben und auf ihm den Microsoft SQL Server installieren.

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