SMB Test Lab – Router mit OpenWRT in VirtualBox

Microsoft missbraucht in seinem Test Lab Guide einen Windows Server als Router und ich habe bis jetzt dafür einen Linux Server mit Ubuntu 16.04 LTS vergewaltigt. Das kann man machen – in der Praxis würde dafür eine Fritzbox oder irgendein anderer handelsüblicher Router in der Ecke stehen und schön brav seinen Dienst verrichten. Und genauso soll es auch in meinem Testlabor sein. Also schmeißen wir den alten Gateway-Server raus und ersetzen ihn durch einen richtigen Router mit OpenWRT.

Das schöne daran ist, wir müssen jetzt keine stundenlange Installationsorgie fahren. Wir können das fast fertige Image auf der Seite von OpenWRT direkt herunterladen:

https://downloads.openwrt.org/chaos_calmer/15.05/x86/generic/

Hier lädt man sich die openwrt-15.05-x86-generic-combined-ext4.img herunter in sein Download-Verzeichnis und extrahiert anschließend die Datei auch dort. Anschließend öffnen wir die Bash und geben dort das folgende Kommando ein:

Damit haben wir schon mal die groben Vorarbeiten erledigt. Jetzt brauchen wir eine neue virtuelle Maschine in VirtualBox.

Wir klicken auf den Button Neu um eine neue Appliance anzulegen. Als Namen vergeben wir EDGE1 (im Screenshot EDGE2), als Typ wählen wir Linux aus und als Version Linux 2.6 / 3.x / 4.x (32-bit). Unter Platte wählen wir die Option keine Festplatte. Anschließend klicken wir auf Erzeugen.

Jetzt kopieren wir die vorher konvertierte VDI-Festplatte aus dem Temp-Verzeichnis in das Verzeichnis der neuen virtuellen Maschine.

Haben wir die virtuelle Maschine für unseren Router angelegt, klicken wir auf Ändern, um diese für unser virtuelles Netzwerk anzupassen.

Wir öffnen Links den Eintrag Massenspeicher und fügen dem SATA-Controller eine Festplatte hinzu. Im Dialogfenster wählen wir vorhandene Platte auswählen.

VDI-Festplatte auswählen und auf Öffnen klicken.

Wir wechseln in Netzwerk um einen zweiten Adapter hinzuzufügen. Adapter eins sollten wir auf NAT belassen, sofern sich unser internes Netzwerk im Segment 192.168.1.0/24 befindet. Dann mag später der Router nämlich nicht so wirklich routen. Ansonsten können wir hier auch die Netzwerkbrücke voreinstellen.

Netzwerk Adapter2 aktivieren wir und schließen ihn an unseren Host-only-Adapter vboxnet0 an. Anschließend können wir schon auf OK drücken und den Router starten.

Wir wir sehen, sehen wir nichts und das ist auch gut so. Einmal die VM anklicken und die Entertaste drücken.

Okay, dass mit dem Wireless Freedom halte ich in meinem SMB Test Lab für ein Gerücht, sieht aber schon mal ansprechend aus. Also direkt an Client1 anmelden.

Für die Administration des Routers ist nicht die Praktikantin Monia zuständig, sondern Luci. Luci erreichen wir über die IP-Adresse des Routers http://192.168.1.1. Sollte der Client noch eine alte IP-Adresse haben, einmal neu starten. Mit root ohne Passwort können wir uns einloggen.

Als erstes Öffnen wir im Menü unter System die Administration. Dort vergeben wir für den Benutzer „root“ ein starkes Passwort, z.B. P@ssw0rd. Wir übernehmen die Änderungen mit einem Klick auf den Button Save & Apply.

Die IP-Adresse passt noch nicht zu unserem SMB Test Lab also klicken wir auf Network Interfaces. Dort klicken wir hinter LAN auf den Button Edit.

Unter IPv4-address ändern wir den Eintrag auf 192.168.56.1 ab und klicken auf den Button Save & Apply. Jetzt ist unser Router für uns so nicht mehr erreichbar. Wir starten also Client1 einmal neu durch.

Jetzt sollte unser Client1 eine IP-Adresse aus dem Segment 192.168.56.0/24 erhalten haben.

Wir melden uns also wieder an Router mit dem Benutzer „root“ an.

Als nächstes klicken wir im Menü auf System > Software und dort auf den Button Update lists.

Jetzt können wir im Feld Filter „luci-i18n-base“ eingeben und im Reiter Available Packages auf den Link Install vor luci-i18n-base-de klicken.

Anschließen klicken wir auf den Button OK.

Jetzt können wir unter System > System > Language and Style auf Deutsch (German) umstellen. Abmelden und Anmelden und fertig.

Zum Schluss gehen wir noch einmal auf System > System > Allgemeine Einstellungen und ändern den Hostnamen auf EDGE1 um. Danach klicken wir auf Speichern & Anwenden.

Damit ist die Grundkonfiguration des Routers abgeschlossen und wir können die Maschine so laufen lassen. Ich empfehle an dieser stelle die Maschine nicht einfach so auszuschalten, sondern den Zustand der virtuellen Maschine immer zu speichern.

Passende Hardware dafür gibt es hier:

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