Sonntag, den 4. September 2016 – Arbeitsplatz eines Bloggers

Über Facebook bin ich diese Woche auf Babsi’s Blog aufmerksam geworden und auf Ihren Post Arbeitsplatz eines Bloggers. Aber irgendwie hat mich ihr Beitrag nicht gerade vom Stuhl gehauen. Der ganze Artikel ist für mich einmal mit Perwoll weich gespült. Das Fashion Blogger nun nicht gerade Nerds im klassischen Sinne sind, aber etwas mehr hätte es schon sein können. Das ganze passt wunderbar zum zentralen Thema dieser Woche:”Welche Hardware ist jetzt die Richtige”.

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An meinen Arbeitsplatz habe ich ganz spezielle Anforderungen. Ich brauche Hardware, mit der ich Computersysteme virtualisieren kann. Für den Laien gesagt, habe ich auf einem physikalischen Computer mehrere virtuelle Computer installiert, die dann ein komplettes Netzwerk ergeben. Dafür benötige ich sehr leistungsstarke Hardware. Bei mir ist es eine Workstation mit Intel Core i7 Prozessor, 32 GB RAM und 2 1TB HDDs. An diesem Rechner mit 23” Zoll Philips Monitor verbringe ich die meiste Zeit. Hier entstehen all die Screenshots mit Greenshot. Im übrigen eine sehr gutes OpenSource Tool. Als Virtualisierungsplattform verwende ich Hyper-V, welches in Windows 10 Professional fester Bestandteil des Betriebssystems ist.

Netzplan Heimnetz

Für die eigentliche Tipparbeit benutze ich mein Dell Latitute E6420 Notebook. Die ursprüngliche 320 GB SATA HDD habe ich durch eine 128 GB SSD ersetzt und den Arbeitsspeicher auf 8 GB aufgerüstet. Als Betriebssystem kommt hier Ubuntu 16.04 Client LTS zum Einsatz. Das schont die Festplattenkapazität und ist bedeutend schneller und sicherer als Windows 10. Als reine Schreibmaschine und um schnell ein paar Bilder von der Digitalkamera zu holen und mit Gimp zu bearbeiten, ist das Gerät mehr als nur optimal. Und für spezielle Aufgaben steht immer noch die alte SATA Platte mit installiertem Windows 10 bereit und kann mit wenigen Handgriffen getauscht werden.

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Fast alle Daten werden bei zentral über eine Selbstbau-NAS auf der Basis von Ubuntu Server 14.04 LTS bereitgestellt. Das ist quasi mein Datengrab, auf dem ich alles ablege. Den Zugang von überall habe ich mit selfhost.eu und ownCloud realisiert, was sehr gut und stabil funktioniert. Meine Daten muss ich damit nicht mehr bei Dropbox, Google Drive oder Microsoft OneDrive ablegen. Und zum Entwickeln und Testen von WordPress Templates und Plugins ist zusätzlich noch eine WordPress Installation dort untergebracht. Verwaltet wird die NAS entweder über SSH oder die installierte Webmin Verwaltungsoberfläche.

Komplettiert wird die Hardwareausstattung durch einen TP-Link Router, einem Brother s/w-Laserdrucker, einem Epson Multifunktionstintenpisser, einer Nikon CoolPix (nie im Bild zu sehen) und Möbeln aus dem Hause “Ich Kriege Einen Anfall” (Alternativ: “Idioten Kaufen Einfach Alles”). Und dieser Blog auf der Basis von WordPress wird bei meinem Hoster (Link rechts 1blu) auf einem vServer gehostet.

Das oben beschriebene ist jetzt kein Masterplan für den Arbeitsplatz eines Bloggers. Je nach dem über was ich schreibe, habe ich natürlich meine ganz speziellen Anforderungen an die Hardware und Software die ich für meine Arbeit benötige. Das fängt irgendwo bei der Kamera, mit der Frage Spiegelreflex oder Bridge, an und hört bei der Wahl des richtigen Hosting-Pakets für den Blog auf. Und natürlich, Babsi, muss ich mich in meinem Home Office auch wohl fühlen. Es ist ja schließlich auch der Ort an dem ich die meiste Zeit kreativ arbeite. Die Ideen dafür hole ich mir allerdings nicht unbedingt immer dort. Oftmals kommen Sie mir, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin und Zeit habe, den Gedanken freien Lauf zu lassen.

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