Tag 11 – Unverhofft kommt oft.

In der Krise rücken die Menschen wieder zusammen. Auch, wenn gerade Distanz angesagt ist. Und so verwundert es mich nicht, wenn alter Streit vergessen ist und man versucht wieder aufeinander zuzugehen. Wenn auch mit Sicherheitsabstand von 2 Metern bitte.

7 Uhr Homeoffice: Im Radiowecker laufen die Nachrichten. Die Horrormeldungen nehmen kein Ende. Drehe mich wieder um.

8 Uhr Homeoffice: Werde durch den Geruch von frischem Kaffee aus dem Bett gezogen. Schlappe in die Küche um mir eine Tasse des braunen Tranks zu holen.

8:32 Uhr WhatsApp: Während ich unter der Dusche bin, meldet sich die Abwehr. „Guten Morgen Herr Schäfer…“ Es kann nur noch besser werden.

9 Uhr Homeoffice: Lese SMS von Kollegen Rudolf W. aus Ö. „??? Freier Tag? Telko?“ Antworte wahrheitsgemäß: „Nein verpennt.“ Antwort von Rudolf W. aus Ö: „👍👍👍😁😁😁 W… macht müde?“ Antworte darauf:“Scheiße, jetzt weiß ich, was ich gestern vergessen habe.“

9:30 Uhr Homeoffice: Versuche einen klaren Kopf zu bekommen, um mich durch meinen Projektplan zu arbeiten. Stelle dabei fest, dass mir ein Loch im Schweizer Käse, auch Firewall genannt, fehlt. Beauftrage umgehend, hier ein weiteres Loch in den Käse zu schneiden.

13:52 Uhr Homeoffice: Ein Unglück kommt selten allein. Katastrophen Olga meldet sich. Mir bleibt heute auch nichts erspart. Vertröste sie auf den frühen Abend.

14:00 Uhr Homeoffice: Einzige Telefonkonferenz am heutigen Tag. Das kleine diebische Bergvolk am Nordrande der Alpen hat eingeladen. Mache hier den Bayern klar, dass sie hier keine Extrawürste mit süßem Senf bekommen werden. Hat für einige Irritationen gesorgt. Schaun ma mal, wie die Geschichte noch ausgeht.

17:20 Uhr Homeoffice: In Indien wird die Ausgangssperre von der Polizei mit Stockschlägen durchgesetzt. Frage mich, ob bei der AfD schon einer auf den Gedanken gekommen ist, Auschwitz als europäisches Quarantänelager für Coronavirus Infizierte zu aktivieren. Die Infrastruktur sollte noch vorhanden sein.

17:30 Uhr Homeoffice: Facebook meldet die tschechische Kreditkartenvernichtungsmaschine Monia Z. online. Sie präsentiert, wie man sich mit 2 Flaschen Johnnie Walker Red Label effektiv vor dem Coronavirus schützen soll. Hoffentlich hat die Gute morgen keinen allzu großen Kater.

18 Uhr Homeoffice: Katastrophen Olga wird ihrem Namen mehr als nur gerecht. Ob hier 2 Flaschen Johnnie Walker ausreichen, ist mehr als nur fraglich. Nur gut, dass eine staatlich verordnete Kontaktsperre besteht. So habe ich jedenfalls bis Mitte April eine nicht zu widerlegende Ausrede parat.

Eiserne Jungfrau
Eiserne Jungfrau

Bleiben noch die aktuellen Zahlen der John Hopkins University zu vermelden. Weltweit wurden 521.086 Fälle gemeldet, 23.568 Menschen sind gestorben und 122.058 haben sich erholt. In Deutschland wurden 43.646 Covid-19 Fälle gemeldet, 239 Menschen sind gestorben und 5.673 haben sich erholt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.