Tag 30 – Harte Entscheidungen

Olga will einfach nicht verstehen, dass der Knochen keine Beine hat und nicht zum Hund kommen kann. Da helfen auch keine indirekten Botschaften über WhatsApp. Da müsste Olga schon ihren netten Arsch bewegen. Tut sie aber nicht.

Die Flucht, einen Weltkrieg und die Hungersnot nach 1945 überlebt und dann wird man noch kurz bevor man selbst abnibbelt ständig mit diesem blöden Virus genervt. Ich will nicht wissen, was meine mittlerweile 81-jährige Mutter am liebsten mit den Fernsehintendanten anstellen würde, wenn sie denn noch könnte. Meinen netten Hinweis an die öffentlich rechtlichen Bedürfnisanstalten doch lieber zu späterer Stunde ihre Coronavirus-Sondersendungen durch den Äther zu jagen, haben diese Herren bis dato noch nicht einmal beantwortet. Wenigstens eine nette Antwort wäre ja möglich gewesen:

„Wir haben Ihre Nachricht erhalten und werden uns um Ihr Anliegen kümmern.“

Gegenseitiger Respekt ist für mich privat und im Job einer meiner elementaren Grundpfeiler. Es muss schon ziemlich viel passieren, dass ich diesen Respekt gegenüber einer Person verliere. Menschen, die in erster Linie nur an sich selbst denken, haben die besten Chancen bei mir innerhalb kürzester Zeit unten durch zu sein. Und dann kenne ich auch kein zurück mehr. Das gilt sowohl für Selbstdarsteller im Job, Fernsehintendanten, Menschen die anderen das Toilettenpapier wegkaufen und Olgas in freier Wildbahn.

Es muss doch irgendwie möglich sein mit dem nötigen Abstand zusammenzurücken und gemeinsam diese Zeit zu überstehen. Wo doch der schwierigste Teil der Wegstrecke noch vor uns liegen dürfte.

Bleiben noch die aktuellen Zahlen der Johns Hopkins University zu vermelden. Weltweit wurden 1.978.769 Fälle gemeldet, 125.196 Menschen sind gestorben und 470.747 haben sich erholt. In Deutschland wurden 131.359 Covid-19 Fälle gemeldet, 3.294 Menschen sind gestorben und 68.200 haben sich erholt.

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