Alltag
Die Bilder, die nie entstanden sind

Neulich habe ich mir ein Video eines YouTubers über den Neckarsteig angesehen. Technisch gab es daran nichts auszusetzen. Schöne Landschaften, saubere Aufnahmen, interessante Strecke. Eigentlich alles, was man von einem solchen Film erwarten darf. Trotzdem blieb bei mir am Ende eine gewisse Enttäuschung zurück. Nicht weil das Video schlecht gewesen wäre, sondern weil es mir etwas vor Augen geführt hat.
Wenn der mächtigste Mann der Welt keine Eier in der Hose hat

Manchmal staunt man einfach nur. Da sitzt er also, der selbst ernannte „mächtigste Mann der Welt“, im prunkvollen Oval Office, verkündet den Beginn eines militärischen Feldzugs, setzt einen Vier-Wochen-Zeitplan und tut so, als hätte er die Welt im Griff. Und was passiert? Nun, fast nichts. Eigentlich nichts, was über den Anstieg des Ölpreises hinausgeht. Regimewechsel? Fehlanzeige. Entwaffnung des Iran? Fehlanzeige. Kontrolle über die Straße von Hormus? Auch Fehlanzeige. Dafür gibt es etliche Schlagzeilen, Tamtam und die bewährte Inszenierung eines glorreichen Sieges – alles aus dem sicheren Büro in Washington heraus, während andere die Schäden ausbaden.
🚲 Falsch abgebogen – das war doch die Radtour!

Oder: Warum man auf dem Loreley–Aartal–Radweg zwischen Wandern, Warten und Wahnsinn entscheiden muss.
Der Loreley–Aartal–Radweg – klingt idyllisch, fast romantisch. Ein Hauch von Rhein, ein bisschen Geschichte, dazu die Aussicht auf einen gut ausgebauten Radweg entlang alter Bahntrassen. Was kann da schon schiefgehen?
Spoiler: Alles – sobald man Hahnstätten verlässt.
Reif für den Urlaub – Eine Odyssee zwischen Wahnsinn und Wanderlust

Es ist wieder so weit. Der Punkt im Jahr, an dem der Körper auf Autopilot schaltet und das Gehirn nur noch ein einziges Mantra kennt: “Ich brauche Urlaub!” Die Zeichen sind eindeutig. Der Blick aus dem Bürofenster wird zum epischen Sehnsuchtsfilm, die Motivation liegt irgendwo zwischen Schneckenrennen und Tiefkühltruhe, und selbst der Kaffee kämpft vergeblich gegen den chronischen Energiemangel an.
Auferstehung vertagt – Papst Franziskus tritt ab

Ostermontag, 7:35 Uhr. Während der gemeine Christ noch überlegt, wie viele Tage man Schokoladeneier als legitimes Frühstück durchgehen lassen kann, entscheidet sich Papst Franziskus für den letzten großen symbolischen Akt seines Pontifikats: den Abgang. Und zwar stilecht – am Tag nach der Auferstehung. Wenn das kein göttlich getimter Abgang ist, dann weiß ich auch nicht.
Auftakt in die neue Radsession – Chaos, Kamera und Kompass

Es gibt Orte, die ihre Geschichte von selbst erzählen. Andere lassen dich ratlos zurück. Das blaue Ländchen gehört zur zweiten Kategorie. Hier stehen Mauern ohne Erklärungen, Wege führen ins Nichts, und das, was übrig geblieben ist, wirft mehr Fragen auf, als es Antworten gibt.
Die perfekte Foto-Planung für eine Wanderreportage – Weil Einfach-Losgehen VÖLLIG überbewertet ist

Wandern, Warten, Wahnsinn – oder wie man sich mit Kamera und Selbstüberschätzung in die Wildnis begibt. Statt einfach nur ziellos durch die Landschaft zu stolpern, braucht es natürlich einen ausgeklügelten Fotoplan. Weil spontane Momente völlig überbewertet sind! Hier eine ultimative Anleitung, wie du deine Tour minutiös verplanst – für maximale Frustration und minimale Freiheit.
Profifotograf vs. pragmatischer Radwanderer

Fotografie und Radwandern – eine Traumkombination! Zumindest, wenn man nicht vergisst, dass man eigentlich Radwandern wollte und nicht als Packesel einer Fotoausrüstung durch die Landschaft ächzt. Während der Profifotograf mit Stativ, Teleobjektiv und gefühlt einem Kleinwagen an Zubehör anrückt, setze ich als pragmatischer Radwanderer lieber auf das Motto: “Knipsen und weiter!” Wer hat nun den besseren Ansatz? (Spoiler: Ich.)
Von der Wanderlust zum Peddigrohr-Wahnsinn: Ein Mann, eine Küche, ein Korb

Es gibt Tage, an denen man sich fragt, wie man eigentlich hier gelandet ist. Für mich war dieser Moment heute, als ich zwischen Studiolampen, Peddigrohr und einer eifrigen Partnerin in unserer Küche stand – die sich, ohne Rücksicht auf Verluste, in den Bann ihres neuen Weihnachtsgeschenks hat ziehen lassen.
Make Bettendorf Great Again

Während sich die Großen der Welt auf ihrem alljährlichen Stelldichein in Davos die Klinke in die Hand drücken und bei Champagner und Häppchen die Welt retten, steht Bettendorf im Regen – buchstäblich. Doch das ist kein Grund, den Kopf hängenzulassen. Warum? Weil Bettendorf bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Die Revolution beginnt hier, und sie beginnt jetzt. Willkommen zu unserer Vision: “Make Bettendorf Great Again!”
Meine politische Farbenlehre: Warum ich mich keinem Lager zuordne

Manchmal habe ich den Eindruck, Politik ist wie die Bundesliga. Jeder trägt sein Trikot, seine Flagge, und wehe, man hinterfragt die Parole des eigenen Teams. Diskussion? Fehlanzeige! Doch ich mache nicht mit. Ich passe nicht in ein Lager, weil ich Lagerdenken für eines der größten Hindernisse halte, um echte Probleme zu lösen. Und ganz ehrlich, das bunte Tänzchen der Ideologien lässt mich eher müde gähnen.
Alice Weidel erklärt Hitler zum Linken – und mein Großvater Wilhelm rotiert im Grab

Wenn Geschichte biegen ein Sport wäre, wäre das gestrige Interview von Alice Weidel mit Elon Musk ein olympisches Finale. Doch leider reicht es nur für die Disziplin “Peinlichkeit mit Anlauf”.
Winter im Dorf: Zwischen Luftmassengrenze und Weltuntergang

In Bettendorf kennt der Winter keine halben Sachen. Entweder ist alles zugefroren, oder der Matsch übernimmt das Kommando. Diese Woche war es mal wieder so weit: Die angekündigte Warmfront liegt wie eine nasse Decke über uns. Der Schnee, der in den letzten Tagen für Diskussionen sorgte, hatte sich in triefende Pampe verwandelt, und Spatzl, heldenhaft wie immer, hat sich um den Gehweg gekümmert. Schneeschippen? Mehr eine matschige Wasserschlacht.
Die stille Rebellion der Laternen – und der leuchtende Hoffnungsträger

Es war einmal ein kleines Dorf in Rheinland-Pfalz, das für seine malerische Lage, seine charmanten Bewohner und – seit drei Monaten – seine beeindruckende Dunkelheit bekannt ist. Zwei Straßenlaternen, die einst treu ihren Dienst leisteten, haben sich dazu entschlossen, in den Ruhestand zu gehen. Keine von ihnen leuchtet mehr, und das Dorf versinkt Nacht für Nacht in romantischer Dunkelheit.
Stromausfall in Bettendorf – Abenteuer für Stubenhocker

Ach ja, das Dorfleben – ruhig, beschaulich, und dann passiert es: Der Strom fällt aus. Am 21. November um 17:40 Uhr wurde Bettendorf in eine Szene aus einem Survival-Film verwandelt. Keine Lichter, kein WLAN, kein Surren der Kühlschränke. Für ein paar Minuten waren wir gefühlt mitten in der Wildnis. Oder zumindest in der November-Dunkelheit, die mit „stockfinster“ noch höflich beschrieben ist.
Das Drama der 23 Gramm – Ein Smartphone, das mich in die Knie zwingt!

Es gibt Dinge im Leben, die uns schier den Atem rauben. Die großen Fragen des Universums. Die Liebe. Und natürlich die drückende Last eines Smartphones, das … haltet euch fest … 23 Gramm schwerer ist. Ja, genau, ZWANZIG. DREI. GRAMM. Ein Umstand, der mich so erschüttert hat, dass ich jetzt mit gebeugtem Rücken und einer Flut von Tränen vor meiner Waage sitze.
Wandern, Warten, Wahnsinn: ein Ausflug zum Oktobermarkt in Nastätten

Ach ja, der Herbst. Die Blätter färben sich bunt, die Luft wird kühler, und die Menschenmassen stürzen sich wie hungrige Raubtiere auf den nächsten Stadtfest-Klassiker. Dieses Jahr fiel unser Ziel auf den Oktobermarkt in Nastätten – ein Event, das wirklich alles hat, was man für einen gelungenen Wahnsinnsausflug braucht: Fahrgeschäfte, Fressbuden und unzählige Stände mit Nippes, den die Welt schon 1972 nicht gebraucht hat.
Bettendorf: Metropole des Wahnsinns?

Bettendorf – der Name klingt schon fast wie der eines friedlichen Dorfs irgendwo in einer Postkartenidylle. Man denkt an Natur, Gemütlichkeit und Ruhe. Doch wer in dieses Dorf des Wahnsinns zieht, wird schnell eines Besseren belehrt. Seit dem 1. Oktober 2022 leben mein Spatzl und ich in dieser „aufregenden“ Ortschaft im nordwestlichen Taunus, und ich arbeite hier Tag für Tag im Homeoffice. Das klingt entspannter, als es ist.
Putins Krieg - ein Kommentar

Dieser Krieg betrifft uns alle. Das politische Konzept Wandel durch Handel ist über Nacht krachend gescheitert. Wir stehen vor einer völligen politischen und wirtschaftlichen Neuordnung der Welt. Die Auswirkungen werden uns alle treffen.
2021 - Jahresrückblick

47 Touren unternommen, 126:28 Stunden unterwegs, 1.636 Kilometer zurückgelegt, 17.020 Höhenmeter überwunden. Das sind die nackten Zahlen für das Jahr 2021, wie sie mir komoot ausgespuckt hat.
Meine Woche KW25/21 – Mein Fahrrad

Auf meiner letzten Tour entlang der Murg überholte mich ein junges Pärchen mit seinen Gravelbikes. Wir kamen kurz ins Gespräch und stellten fest, dass sich viel in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Kein Vergleich zu dem Rad mit dem ich meine erste Radreise 1981 von Freising nach Heidelberg fuhr.
Das soll jetzt hier kein Ratgeber für den Fahrradkauf werden. Von solchen Beiträgen aus unberufener Feder halte rein gar nichts. Welches Fahrrad für einem das Richtige ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann hier nur über meine Erfahrungen und die Beweggründe für meinen Kauf berichten. Was ihr daraus macht, ist dann alleine eure Sache.
Meine Woche KW24/21

Die sieben Tage Inzidenz ist auf knapp unter 10 pro hunderttausend Einwohner gesunken. Die Pandemie bedingten Maßnahmen werden schrittweise zurückgefahren und auch das reale Risiko ist unter Berücksichtigung der Hygieneregeln als gering einzuschätzen. Langsam kommen wir in einen Bereich, der sich als normales Leben definieren lässt.
Meine Woche KW23/21

Auf manchen Blogs werde ich das Gefühl nicht los, als wenn da ein von Münchhausen sich als Autor versucht. Es gibt keine 7 Gründe, warum man sich aufs Rad setzen sollte. Was soll der Schwachsinn?
Meine Woche KW 21/21

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub war eine kurze. Also wieder Zeit einen Blick zurück auf die letzten sieben Tage zu werfen.
Meine Woche KW 20/21

Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu und nächste Woche hat mich der Alltag wieder. Auch in meinen Blog soll mehr Struktur kommen.
Lockdown – der Zweite

Dieser zweite Lockdown in der Corona-Pandemie kommt nicht überraschend. Schon Ende September war abzusehen, dass die Anzahl der Infektionen mit Covid-19 stark ansteigen wird. Es wollte nur keiner hören. Die Welt nach Corona, sofern es eine Welt nach Corona geben wird, wird sicher nicht die Welt sein, die sich mancher wohl in den nächsten Wochen zurückwünschen wird.