Blaues Düsseldorf

Blaues Düsseldorf

Mittwochabend im Düsseldorfer Medienhafen. Die Sonne ist weg, die Büros leeren sich und im Hafenbecken beginnt sich die Stadt zu spiegeln.

Weiterlesen

Bild der Woche – „Nur ein wenig“

Bild der Woche – „Nur ein wenig“

Die Moschee im Schwetzinger Schlossgarten ist eigentlich schon ohne Bildbearbeitung ein ziemlich absurdes Motiv: orientalische Architektur mitten in Baden-Württemberg, eingerahmt von gepflegtem Parkgrün und spiegelglattem Wasser. Also praktisch die ideale Vorlage, um sich bei der Bearbeitung völlig „zurückzuhalten“. Natürlich nur ein wenig.

Weiterlesen

Fotograf beim Unterarmstütz

Fotograf beim Unterarmstütz

Es gibt zwei Möglichkeiten, auf einer Hafenpromenade in der blauen Stunde zu fotografieren: Man stellt das Stativ ordentlich hin – oder man folgt dem alternativen Trainingsplan.

Weiterlesen

Blaue Stunde in Marienfels – wenn selbst die Kamera kurz deprimiert ist

Blaue Stunde in Marienfels – wenn selbst die Kamera kurz deprimiert ist

Die blaue Stunde ist ja bekanntlich der heilige Gral der Landschaftsfotografie: magisches Licht, dramatischer Himmel, perfekte Stimmung. In der Praxis bedeutet das meistens: kalt, feucht, und irgendwo hängt garantiert eine Stromleitung durchs Bild.

Weiterlesen

Blaue Stunde oder: Wenn selbst die Brücke nasse Füße bekommt

Blaue Stunde oder: Wenn selbst die Brücke nasse Füße bekommt

Konstanz im gepflegten Abendblau: Geschniegelt spannt sich die Brücke über den Rhein, während unten das Wasser so glatt daliegt, als hätte es einen Kurs in meditativer Selbstoptimierung besucht. Ein paar Lichtpunkte tropfen dekorativ nach unten und behaupten, das hier sei große Romantik. In Wahrheit stand da nur ein Fotograf am Ufer, leicht durchfeuchtet, bemüht, Kamera und Restwürde gleichzeitig trocken zu halten. Der Wind hielt sich zurück, der Regen nicht ganz – und irgendwo zwischen klammen Fingern und Langzeitbelichtung entstand dieses Bild, das jetzt so tut, als wäre das alles pure Absicht gewesen. Manchmal ist die blaue Stunde eben weniger Sonnenuntergangs-Postkartenkitsch und mehr stilles Ausharren mit leicht nassen Füßen.

Weiterlesen

Leider nicht grün genug

Leider nicht grün genug

Eigentlich wäre alles perfekt: Burg, Brücke, Fachwerk, blaue Stunde. Wäre da nicht die Jahreszeit. Denn ohne sattes Grün gilt so ein Bild bekanntlich nur als halb fertig. Also stehen hier kahle Bäume, winterlich ernüchtert, während die Burg tapfer versucht, mit warmem Licht Stimmung zu retten. Die Lahn fließt unbeirrt weiter, der Himmel liefert zuverlässig Blau – aber das Laub? Hat sich kollektiv in den Kompost verabschiedet. Fotografie ist eben auch die Kunst, zur falschen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Weiterlesen

Übergang ohne Pathos

Übergang ohne Pathos

Am Fluss einer fränkischen Kleinstadt spannt sich eine Brücke, die keine Geschichten erzählen will. Sie steht einfach da, trägt zuverlässig und spiegelt sich selbstzufrieden im Wasser. Die historische Kulisse dahinter bleibt bewusst im Hintergrund – Architektur als Dienstleistung, nicht als Tourismusbroschüre.

Weiterlesen

Märchenhaft oder düster? Neuschwanstein zwischen Traum und Realität

Märchenhaft oder düster? Neuschwanstein zwischen Traum und Realität

Postkartenmotiv oder Drehort für einen düsteren Mittelalter-Thriller? Neuschwanstein kann beides. König Ludwig II. wollte ein Märchenschloss – bekommen hat er ein gotisches Instagram-Highlight, das selbst an trüben Tagen Touristen in Massen anzieht. Würde er heute noch leben, hätte er vielleicht einen neuen Bewunderer: König Donald I. von Amerika. Der würde sicher schon darüber twittern, wie „sehr viele Leute sagen, es sei das schönste Schloss, vielleicht das beste Schloss, das je gebaut wurde – und keiner hat es besser verdient als er selbst.“

Weiterlesen