Medien
Betriebsstätte im Kopf des Algorithmus

Ich habe keinen Betrieb. Keine Angestellten, keine Kundschaft, kein Klingelschild mit Öffnungszeiten. Kein Faxgerät im Flur, keine Kaffeemaschine für Mitarbeitende, keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer im Kopfkissen. Und trotzdem bekam ich Post vom Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Betreff: „Rundfunkbeitrag für Ihre Betriebsstätte“. Aktenzeichen inklusive. Das Ganze wirkte erstaunlich entschlossen für etwas, das es schlicht nicht gibt.
Meinungsfreiheit, solange sie nicht stört

Ich habe die Nachrichten an Heiligabend 2025 als verstörend empfunden. Nicht wegen einer einzelnen Meldung, sondern wegen der Richtung, die sich abzeichnet. Menschen widersprechen offensichtlichen Fakes, melden Hasskommentare oder unterstützen Betroffene digitaler Gewalt – Dinge, die in Europa unter Demokratie laufen und keiner gesonderten Erklärung bedürfen. Und plötzlich stellt man fest: Genau dieses Engagement kann inzwischen ausreichen, um politisch aufzufallen. Allerdings nicht in Brüssel. Sondern in Washington.
Und täglich grüßt das Aluhütchen

Warum ein Rechtsanwalt im Regen steht, dem Winzer der Josecco ausgeht – und was das Klima damit zu tun hat.
Prall gefüllte Regale – prall gefüllter Unsinn?

Warum visuelle Beweise auf Social Media kein Beweis sind!
„Mythos mit Kettenöl – Warum das Internet kein guter Ratgeber ist“

Ein Ratgeber gegen die Ratgeber
Wenn man YouTube, Instagram, Facebook oder ChatGPT glauben darf – was man nicht sollte –, dann ist Radreisen eine Mischung aus Transzendenz, Flow-Zustand und minimalistischer Selbstverwirklichung. Menschen radeln mit sonnengegerbtem Lächeln durch Lavendelfelder, filmen dabei Drohnenshots und erzählen Dir in HD, dass man mit 12 Litern Packvolumen ein ganzes Jahr unterwegs sein kann.
Auftakt in die neue Radsession – Chaos, Kamera und Kompass

Es gibt Orte, die ihre Geschichte von selbst erzählen. Andere lassen dich ratlos zurück. Das blaue Ländchen gehört zur zweiten Kategorie. Hier stehen Mauern ohne Erklärungen, Wege führen ins Nichts, und das, was übrig geblieben ist, wirft mehr Fragen auf, als es Antworten gibt.
Was meine Sturmlaterne über meine dunklen Neigungen verrät

Neulich habe ich ein Foto meiner roten Sturmlaterne in einem moosbewachsenen Wald gemacht. Ein stimmungsvolles Bild, das ich einfach schön fand. Doch dann habe ich es durch eine KI laufen lassen, die angeblich die Persönlichkeit des Fotografen analysiert. Was dabei herauskam? Ein tiefenpsychologisches Profil, das so absurd war, dass ich es einfach teilen muss.
Abschied aus dem Metaverse

Interessiert sich noch irgendeine Sau für Zuckerbergs Metaverse? Wenn ja, der Letzte sollte bitte für das Klima das Licht ausmachen. Mir gingen diese öffentlichen Bedürfnisanstalten so auf den Sack, dass ich nach einer kleinen, nicht repräsentativen Umfrage die Konsequenzen zog. Hier mein Abgesang auf Facebook, X und Co.
Vom digitalen Sumpf ins Fediverse: Wie Mastodon mein neues Wanderparadies wurde

In einer Welt, in der Facebooks Algorithmus die eigenen Freunde zu Fremden macht und Instagram immer mehr wie ein Teleshopping-Kanal wirkt, sehnte ich mich nach einer Plattform, die nicht mit meinen Daten handelt. Bei X, vormals Twitter, hielt ich es genau 24 Stunden nach Elon Musks Übernahme aus – und war weg. Mastodon? Das klang zunächst nach einer Mischung aus einem ausgestorbenen Riesen und einer komplizierten Linux-Distribution. Doch dann wagte ich den Sprung – und fand eine neue digitale Heimat.