Satire
Die Bilder, die nie entstanden sind

Neulich habe ich mir ein Video eines YouTubers über den Neckarsteig angesehen. Technisch gab es daran nichts auszusetzen. Schöne Landschaften, saubere Aufnahmen, interessante Strecke. Eigentlich alles, was man von einem solchen Film erwarten darf. Trotzdem blieb bei mir am Ende eine gewisse Enttäuschung zurück. Nicht weil das Video schlecht gewesen wäre, sondern weil es mir etwas vor Augen geführt hat.
Wie viel Kontrolle ist eigentlich genug?

Es gibt diese Momente, in denen man eigentlich nur draußen unterwegs sein will. Kein Bildschirm, keine Tickets, keine Systeme, die gerade „irgendwas Komisches machen“. Einfach ein Weg, ein paar Höhenmeter und die vage Hoffnung, dass das Wetter halbwegs mitspielt. Und trotzdem landet man gedanklich wieder genau bei dem, was man eigentlich hinter sich lassen wollte. Nicht, weil man es nicht abschalten kann. Sondern weil sich mal wieder jemand mit einer alten Kamelle meldet.
Wenn der mächtigste Mann der Welt keine Eier in der Hose hat

Manchmal staunt man einfach nur. Da sitzt er also, der selbst ernannte „mächtigste Mann der Welt“, im prunkvollen Oval Office, verkündet den Beginn eines militärischen Feldzugs, setzt einen Vier-Wochen-Zeitplan und tut so, als hätte er die Welt im Griff. Und was passiert? Nun, fast nichts. Eigentlich nichts, was über den Anstieg des Ölpreises hinausgeht. Regimewechsel? Fehlanzeige. Entwaffnung des Iran? Fehlanzeige. Kontrolle über die Straße von Hormus? Auch Fehlanzeige. Dafür gibt es etliche Schlagzeilen, Tamtam und die bewährte Inszenierung eines glorreichen Sieges – alles aus dem sicheren Büro in Washington heraus, während andere die Schäden ausbaden.
Geräte sind keine Haltung – warum Inventarlisten Orientierung nicht ersetzen

Es scheint wieder in zu sein, über die eigenen Geräte und über Software zu schreiben. Gab’s vor zwanzig Jahren schon einmal. Damals hießen die Beiträge „Mein Set-up“, heute heißen sie „Transparenz“. Der Inhalt ist derselbe: eine Liste. Ordentlich, vollständig, folgenlos.
Licht ohne Log-in

Es ist kalt. Der Schnee legt eine Decke über alles, was sonst stört. Eine Bank, leer. Darauf eine rote Sturmlaterne. Man weiß sofort, was dieses Bild erzählen will. Und genau da beginnt das Problem.
Meinungsfreiheit, solange sie nicht stört

Ich habe die Nachrichten an Heiligabend 2025 als verstörend empfunden. Nicht wegen einer einzelnen Meldung, sondern wegen der Richtung, die sich abzeichnet. Menschen widersprechen offensichtlichen Fakes, melden Hasskommentare oder unterstützen Betroffene digitaler Gewalt – Dinge, die in Europa unter Demokratie laufen und keiner gesonderten Erklärung bedürfen. Und plötzlich stellt man fest: Genau dieses Engagement kann inzwischen ausreichen, um politisch aufzufallen. Allerdings nicht in Brüssel. Sondern in Washington.
Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? – Der Atlantik, Rudi Carrell und das Ende der Gemütlichkeit

Früher war alles besser. Sagt man ja so. Und spätestens seit Rudi Carrell 1975 öffentlich danach fragte, wann es „mal wieder richtig Sommer“ wird, haben wir einen nostalgisch-melodischen Beweis dafür, dass es auch damals schon geregnet hat. Der Unterschied zu heute? Damals war der Regen wenigstens nicht mit Meereswarmwasser aus dem Atlantik angereichert.
Neuland beginnt am Gartenzaun

Manche Menschen glauben, ihre Umgebung wie ihre Westentasche zu kennen. Das sind in der Regel dieselben Leute, die nicht wissen, wie viele Häuser es eigentlich in ihrer eigenen Straße gibt, weil sie jeden Tag exakt dieselbe Route zum Bäcker fahren – mit dem Auto natürlich. Wer sagt, er kenne „hier schon alles“, meint meist die drei Straßen zwischen Zuhause, Supermarkt und Arbeitsplatz. Der Rest? Terra incognita ohne WLAN.
Und täglich grüßt das Aluhütchen

Warum ein Rechtsanwalt im Regen steht, dem Winzer der Josecco ausgeht – und was das Klima damit zu tun hat.
Prall gefüllte Regale – prall gefüllter Unsinn?

Warum visuelle Beweise auf Social Media kein Beweis sind!
„Mythos mit Kettenöl – Warum das Internet kein guter Ratgeber ist“

Ein Ratgeber gegen die Ratgeber
Wenn man YouTube, Instagram, Facebook oder ChatGPT glauben darf – was man nicht sollte –, dann ist Radreisen eine Mischung aus Transzendenz, Flow-Zustand und minimalistischer Selbstverwirklichung. Menschen radeln mit sonnengegerbtem Lächeln durch Lavendelfelder, filmen dabei Drohnenshots und erzählen Dir in HD, dass man mit 12 Litern Packvolumen ein ganzes Jahr unterwegs sein kann.
Der treue Fehler

Es war kein jugendlicher Leichtsinn. Ich war Mitte dreißig.
Alt genug, um es besser zu wissen. Und trotzdem dumm genug, es zu tun.
Meine erste lange Radtour: über 1.100 Kilometer – mit einem MIFA Fitnessrad, Baujahr 2004. Rahmengröße 54. Und ich? 1,89 Meter, aufrecht, bewegungshungrig, mit dem Rücken eines Büroarbeiters und dem Selbstbild eines Tour-de-France-Teilnehmers.
🚲 Falsch abgebogen – das war doch die Radtour!

Oder: Warum man auf dem Loreley–Aartal–Radweg zwischen Wandern, Warten und Wahnsinn entscheiden muss.
Der Loreley–Aartal–Radweg – klingt idyllisch, fast romantisch. Ein Hauch von Rhein, ein bisschen Geschichte, dazu die Aussicht auf einen gut ausgebauten Radweg entlang alter Bahntrassen. Was kann da schon schiefgehen?
Spoiler: Alles – sobald man Hahnstätten verlässt.
Können wir uns auf eine Welt ohne Microsoft vorbereiten?

Survival-Kit für digitale Zivilisationszusammenbrüche – Made in Redmond
Stell dir vor, der selbst ernannte Imperator im Oval Office zieht den Stecker – einfach so. Microsoft-Produkte? Abgeschaltet. Europa? Offline. Warum? Weil wir hier angeblich alle faul, ineffizient und amerikanischen Großkonzernen gegenüber viel zu kritisch sind.
DSGVO, Cloud und das Märchen vom sicheren Rechenzentrum

Oder: Warum Hetzner kein Zauberschloss ist und AWS kein dunkler Wald
Betreff: Letzte Erinnerung – oder: Wie ich ein McAfee-Konto hatte, das es nie gab

Wandern, Warten, Wahnsinn – das sind die drei „W“, die mich auf meinen Touren begleiten. Doch heute hat sich ein viertes „W“ dazugesellt: Wer bitte ist McAfee?
Wenn du denkst, es kann nix Schlimmeres geben als deinen Vater – ruft Zabbix vorm Abendessen an

Es gibt diese Tage, da denkst du: Jetzt ist’s genug. Jetzt will ich einfach nur essen. Kein Ticketsystem, kein Monitoring, keine kryptischen Fehlermeldungen in einer Konsole, die aussieht wie das Notfallinterface von Tschernobyl 1986. Einfach nur ein Teller Essen, eine Gabel – und Ruhe.
Windows 11: Wenn 16 GB RAM gerade genug sind, um das Startmenü zu öffnen

Zu Beginn meiner Karriere in der IT reichte ein Computer mit 512 Megabyte RAM, um das Betriebssystem, das E-Mail-Programm, den Browser und vielleicht sogar eine Runde „Moorhuhn“ parallel zu betreiben. Heute hingegen schafft es ein moderner Rechner mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher kaum, Windows 11 im Leerlauf unter zehn Gigabyte RAM-Auslastung zu halten. Fortschritt nennt man das. Oder Ressourcenverschwendung in Reinform.
Eine kleine Gender-Galaxie – oder: Wer lesen kann, ist klar im Nachteil

Liebe Leser:innen, Lesewesen, Contentkonsumierende aller Art, auch jene mit Sprachphobie oder Komma-Angst – willkommen zu meinem barrierearm diversifizierten Meinungsmanifest!
Bitte. Danke. Download abgeschlossen. – Digitale Höflichkeit im Gespräch mit gefühllosen Blechköpfen

Es ist Montag, 6:42 Uhr. Ich bin zu müde, um mein Passwort richtig einzugeben, aber nicht zu müde, um der Künstlichen Intelligenz ein freundliches „Guten Morgen“ zu tippen. Ja, ich grüße Maschinen. Nicht, weil ich glaube, dass sie sich freuen – sondern weil ich anscheinend beschlossen habe, auch im digitalen Raum ein kultiviertes Mitglied der Gesellschaft zu sein. Was kommt als Nächstes? Entschuldige ich mich bei meinem LTE-Router, wenn das Internet ausfällt?
Reif für den Urlaub – Eine Odyssee zwischen Wahnsinn und Wanderlust

Es ist wieder so weit. Der Punkt im Jahr, an dem der Körper auf Autopilot schaltet und das Gehirn nur noch ein einziges Mantra kennt: “Ich brauche Urlaub!” Die Zeichen sind eindeutig. Der Blick aus dem Bürofenster wird zum epischen Sehnsuchtsfilm, die Motivation liegt irgendwo zwischen Schneckenrennen und Tiefkühltruhe, und selbst der Kaffee kämpft vergeblich gegen den chronischen Energiemangel an.
Auferstehung vertagt – Papst Franziskus tritt ab

Ostermontag, 7:35 Uhr. Während der gemeine Christ noch überlegt, wie viele Tage man Schokoladeneier als legitimes Frühstück durchgehen lassen kann, entscheidet sich Papst Franziskus für den letzten großen symbolischen Akt seines Pontifikats: den Abgang. Und zwar stilecht – am Tag nach der Auferstehung. Wenn das kein göttlich getimter Abgang ist, dann weiß ich auch nicht.
Digitalsteuer und die geheime Verschwörung gegen mein E-Bike

Würde Europa wirklich eine Digitalsteuer erheben, wäre das dann das Ende unserer digitalen Freiheit? Oder zumindest das Ende von irgendwas, das uns lieb und teuer war? Während sich Silicon Valley die Taschen vollstopft, sollen wir künftig blechen – für jede Google-Suche, jede Netflix-Serie und ja, möglicherweise auch für meine heiß geliebte Wander-App Komoot. Denn warum sollte ausgerechnet die Navigation in der Natur von der Steuerhölle verschont bleiben?
Wenn der Algorithmus den Weg versperrt

Manchmal sind es umgestürzte Bäume, die uns auf einer Wanderung den Weg versperren. Ein Hindernis, das nicht im Kartenmaterial verzeichnet ist und unsere Route plötzlich infrage stellt. Doch nicht nur in der Natur gibt es solche unerwarteten Blockaden – auch im digitalen Raum können wir auf Hindernisse stoßen, die unsere Orientierung erschweren.
Die perfekte Foto-Planung für eine Wanderreportage – Weil Einfach-Losgehen VÖLLIG überbewertet ist

Wandern, Warten, Wahnsinn – oder wie man sich mit Kamera und Selbstüberschätzung in die Wildnis begibt. Statt einfach nur ziellos durch die Landschaft zu stolpern, braucht es natürlich einen ausgeklügelten Fotoplan. Weil spontane Momente völlig überbewertet sind! Hier eine ultimative Anleitung, wie du deine Tour minutiös verplanst – für maximale Frustration und minimale Freiheit.
Was meine Sturmlaterne über meine dunklen Neigungen verrät

Neulich habe ich ein Foto meiner roten Sturmlaterne in einem moosbewachsenen Wald gemacht. Ein stimmungsvolles Bild, das ich einfach schön fand. Doch dann habe ich es durch eine KI laufen lassen, die angeblich die Persönlichkeit des Fotografen analysiert. Was dabei herauskam? Ein tiefenpsychologisches Profil, das so absurd war, dass ich es einfach teilen muss.
Von der Wanderlust zum Peddigrohr-Wahnsinn: Ein Mann, eine Küche, ein Korb

Es gibt Tage, an denen man sich fragt, wie man eigentlich hier gelandet ist. Für mich war dieser Moment heute, als ich zwischen Studiolampen, Peddigrohr und einer eifrigen Partnerin in unserer Küche stand – die sich, ohne Rücksicht auf Verluste, in den Bann ihres neuen Weihnachtsgeschenks hat ziehen lassen.
Abschied aus dem Metaverse

Interessiert sich noch irgendeine Sau für Zuckerbergs Metaverse? Wenn ja, der Letzte sollte bitte für das Klima das Licht ausmachen. Mir gingen diese öffentlichen Bedürfnisanstalten so auf den Sack, dass ich nach einer kleinen, nicht repräsentativen Umfrage die Konsequenzen zog. Hier mein Abgesang auf Facebook, X und Co.
Vom digitalen Sumpf ins Fediverse: Wie Mastodon mein neues Wanderparadies wurde

In einer Welt, in der Facebooks Algorithmus die eigenen Freunde zu Fremden macht und Instagram immer mehr wie ein Teleshopping-Kanal wirkt, sehnte ich mich nach einer Plattform, die nicht mit meinen Daten handelt. Bei X, vormals Twitter, hielt ich es genau 24 Stunden nach Elon Musks Übernahme aus – und war weg. Mastodon? Das klang zunächst nach einer Mischung aus einem ausgestorbenen Riesen und einer komplizierten Linux-Distribution. Doch dann wagte ich den Sprung – und fand eine neue digitale Heimat.
Make Bettendorf Great Again

Während sich die Großen der Welt auf ihrem alljährlichen Stelldichein in Davos die Klinke in die Hand drücken und bei Champagner und Häppchen die Welt retten, steht Bettendorf im Regen – buchstäblich. Doch das ist kein Grund, den Kopf hängenzulassen. Warum? Weil Bettendorf bereit ist, den nächsten Schritt zu gehen. Die Revolution beginnt hier, und sie beginnt jetzt. Willkommen zu unserer Vision: “Make Bettendorf Great Again!”
Ein neuer Stil mit roter Laterne und ungebetenen Geschichtskursen

Die Ästhetik der roten Laterne könnte endlich zur Hauptdarstellerin meines Blogs avancieren. Nicht nur als Abschlusslicht meiner Wanderungen, sondern als Symbol für alles, was irgendwie ins Absurde abrutscht – inklusive meiner neuen fotografischen Experimente. Denn wie sagt man so schön? Wenn dir der Kompass die Richtung nicht zeigt, dann halt dich an die rote Laterne. Sie ist hinten, immer.
Meine politische Farbenlehre: Warum ich mich keinem Lager zuordne

Manchmal habe ich den Eindruck, Politik ist wie die Bundesliga. Jeder trägt sein Trikot, seine Flagge, und wehe, man hinterfragt die Parole des eigenen Teams. Diskussion? Fehlanzeige! Doch ich mache nicht mit. Ich passe nicht in ein Lager, weil ich Lagerdenken für eines der größten Hindernisse halte, um echte Probleme zu lösen. Und ganz ehrlich, das bunte Tänzchen der Ideologien lässt mich eher müde gähnen.
Alice Weidel erklärt Hitler zum Linken – und mein Großvater Wilhelm rotiert im Grab

Wenn Geschichte biegen ein Sport wäre, wäre das gestrige Interview von Alice Weidel mit Elon Musk ein olympisches Finale. Doch leider reicht es nur für die Disziplin “Peinlichkeit mit Anlauf”.
Winter im Dorf: Zwischen Luftmassengrenze und Weltuntergang

In Bettendorf kennt der Winter keine halben Sachen. Entweder ist alles zugefroren, oder der Matsch übernimmt das Kommando. Diese Woche war es mal wieder so weit: Die angekündigte Warmfront liegt wie eine nasse Decke über uns. Der Schnee, der in den letzten Tagen für Diskussionen sorgte, hatte sich in triefende Pampe verwandelt, und Spatzl, heldenhaft wie immer, hat sich um den Gehweg gekümmert. Schneeschippen? Mehr eine matschige Wasserschlacht.
Der Familien-Admin und das Update-Desaster XXL

Warum Technikprobleme manchmal nur mit einem Exorzisten lösbar scheinen. Es gibt Tage, da hat man als Familien-Admin einfach die A-Karte gezogen. Man will nur seinen Sonntag genießen – vielleicht ein bisschen Wandern, eine Modelleisenbahn optimieren oder einfach mal nichts tun – aber stattdessen wird man wieder einmal in den digitalen Dschungel gerufen, weil ein Rechner streikt. Und dann ist es nicht irgendein Problem, nein! Es ist das Problem. Das, bei dem die Technik nicht nur versagt, sondern Dich gleich mit ins Verderben zieht.
Die stille Rebellion der Laternen – und der leuchtende Hoffnungsträger

Es war einmal ein kleines Dorf in Rheinland-Pfalz, das für seine malerische Lage, seine charmanten Bewohner und – seit drei Monaten – seine beeindruckende Dunkelheit bekannt ist. Zwei Straßenlaternen, die einst treu ihren Dienst leisteten, haben sich dazu entschlossen, in den Ruhestand zu gehen. Keine von ihnen leuchtet mehr, und das Dorf versinkt Nacht für Nacht in romantischer Dunkelheit.
Stromausfall in Bettendorf – Abenteuer für Stubenhocker

Ach ja, das Dorfleben – ruhig, beschaulich, und dann passiert es: Der Strom fällt aus. Am 21. November um 17:40 Uhr wurde Bettendorf in eine Szene aus einem Survival-Film verwandelt. Keine Lichter, kein WLAN, kein Surren der Kühlschränke. Für ein paar Minuten waren wir gefühlt mitten in der Wildnis. Oder zumindest in der November-Dunkelheit, die mit „stockfinster“ noch höflich beschrieben ist.
Das Drama der 23 Gramm – Ein Smartphone, das mich in die Knie zwingt!

Es gibt Dinge im Leben, die uns schier den Atem rauben. Die großen Fragen des Universums. Die Liebe. Und natürlich die drückende Last eines Smartphones, das … haltet euch fest … 23 Gramm schwerer ist. Ja, genau, ZWANZIG. DREI. GRAMM. Ein Umstand, der mich so erschüttert hat, dass ich jetzt mit gebeugtem Rücken und einer Flut von Tränen vor meiner Waage sitze.
Ich rufe mich selbst an – Das traurige Leben eines Call-Flow-Testers

„Hallo, ich bin’s… wieder mal ich!“
Warum ich beim Testen von Contact-Center-Systemen mein eigener „Kunde“ werde.
Auf dem steinigen Pfad der Serverpreise

Es war einmal ein bescheidener Servicetechniker, der nichts weiter wollte, als gelegentlich ein paar Skripte zu testen, etwas zu basteln und sein digitales Leben auf einem kleinen virtuellen Server zu organisieren. Doch dann, eines trüben Novembermorgens, kam die Mail: “Wir haben unsere Preise angepasst.”
Besprechungen, an denen keiner teilnimmt: ein Meisterwerk des modernen Arbeitens

Willkommen im Jahr 2024, wo wir Meetings so effizient gestaltet haben, dass niemand mehr daran teilnehmen muss – zumindest nicht wirklich. Als Servicetechniker im Homeoffice habe ich einen einzigartigen Einblick in dieses Phänomen. Ich sitze da, Kopfhörer auf den Ohren, Blick auf den Bildschirm – bereit für das nächste große, ergebnislose Meeting. Der Kalender sagt, es geht um wichtige Themen. Die Realität sagt: “Es wird ein Monolog mit gelegentlichem Schweigen.”
Von Technik und Trekking: Wenn Servicetechniker Wanderschuhe tragen

Sonntagmorgen, 7 Uhr. Ein typischer Technik-Tag würde jetzt damit beginnen, die Kaffeemaschine zu entstören und mich dann an den Schreibtisch zu setzen, um das nächste IT-Problem zu lösen. Aber nicht heute. Nein, heute stehen 20 Kilometer Wanderung rund um das Kloster Schönau bei Strüth auf dem Plan. Das klingt idyllisch, oder? Natur, frische Luft, der entspannte Rhythmus des Waldes. Und doch frage ich mich, ob ich nicht aus Versehen meine Arbeitsausrüstung mit den Wanderschuhen verwechselt habe.
Wandern, Warten, Wahnsinn: ein Ausflug zum Oktobermarkt in Nastätten

Ach ja, der Herbst. Die Blätter färben sich bunt, die Luft wird kühler, und die Menschenmassen stürzen sich wie hungrige Raubtiere auf den nächsten Stadtfest-Klassiker. Dieses Jahr fiel unser Ziel auf den Oktobermarkt in Nastätten – ein Event, das wirklich alles hat, was man für einen gelungenen Wahnsinnsausflug braucht: Fahrgeschäfte, Fressbuden und unzählige Stände mit Nippes, den die Welt schon 1972 nicht gebraucht hat.
Bettendorf: Metropole des Wahnsinns?

Bettendorf – der Name klingt schon fast wie der eines friedlichen Dorfs irgendwo in einer Postkartenidylle. Man denkt an Natur, Gemütlichkeit und Ruhe. Doch wer in dieses Dorf des Wahnsinns zieht, wird schnell eines Besseren belehrt. Seit dem 1. Oktober 2022 leben mein Spatzl und ich in dieser „aufregenden“ Ortschaft im nordwestlichen Taunus, und ich arbeite hier Tag für Tag im Homeoffice. Das klingt entspannter, als es ist.
Putins Krieg - ein Kommentar

Dieser Krieg betrifft uns alle. Das politische Konzept Wandel durch Handel ist über Nacht krachend gescheitert. Wir stehen vor einer völligen politischen und wirtschaftlichen Neuordnung der Welt. Die Auswirkungen werden uns alle treffen.
2021 - Jahresrückblick

47 Touren unternommen, 126:28 Stunden unterwegs, 1.636 Kilometer zurückgelegt, 17.020 Höhenmeter überwunden. Das sind die nackten Zahlen für das Jahr 2021, wie sie mir komoot ausgespuckt hat.
Meine Woche KW25/21 – Mein Fahrrad

Auf meiner letzten Tour entlang der Murg überholte mich ein junges Pärchen mit seinen Gravelbikes. Wir kamen kurz ins Gespräch und stellten fest, dass sich viel in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Kein Vergleich zu dem Rad mit dem ich meine erste Radreise 1981 von Freising nach Heidelberg fuhr.
Das soll jetzt hier kein Ratgeber für den Fahrradkauf werden. Von solchen Beiträgen aus unberufener Feder halte rein gar nichts. Welches Fahrrad für einem das Richtige ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann hier nur über meine Erfahrungen und die Beweggründe für meinen Kauf berichten. Was ihr daraus macht, ist dann alleine eure Sache.
Meine Woche KW24/21

Die sieben Tage Inzidenz ist auf knapp unter 10 pro hunderttausend Einwohner gesunken. Die Pandemie bedingten Maßnahmen werden schrittweise zurückgefahren und auch das reale Risiko ist unter Berücksichtigung der Hygieneregeln als gering einzuschätzen. Langsam kommen wir in einen Bereich, der sich als normales Leben definieren lässt.
Meine Woche KW23/21

Auf manchen Blogs werde ich das Gefühl nicht los, als wenn da ein von Münchhausen sich als Autor versucht. Es gibt keine 7 Gründe, warum man sich aufs Rad setzen sollte. Was soll der Schwachsinn?
Meine Woche KW 21/21

Die erste Arbeitswoche nach dem Urlaub war eine kurze. Also wieder Zeit einen Blick zurück auf die letzten sieben Tage zu werfen.
Meine Woche KW 20/21

Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu und nächste Woche hat mich der Alltag wieder. Auch in meinen Blog soll mehr Struktur kommen.
Lockdown – der Zweite

Dieser zweite Lockdown in der Corona-Pandemie kommt nicht überraschend. Schon Ende September war abzusehen, dass die Anzahl der Infektionen mit Covid-19 stark ansteigen wird. Es wollte nur keiner hören. Die Welt nach Corona, sofern es eine Welt nach Corona geben wird, wird sicher nicht die Welt sein, die sich mancher wohl in den nächsten Wochen zurückwünschen wird.