Installation und Konfiguration von WordPress unter Ubuntu 16.04 Server LTS

Bis jetzt sehe ich nur die Apache2 Ubuntu Default Page, wenn ich die Domain example.com im Browser von Client1 aufrufe. Das will ich jetzt ändern und dafür auf dem Server INET1 WordPress installieren und konfigurieren. Also mache ich mich ans Werk.

Schritt 1: Einrichten des virtuellen Host

Bevor ich mir die aktuelle Version von WordPress herunterladen kann, muss ich einen virtuellen Host auf INET1 einrichten. Dazu lege ich mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl ein neues Verzeichnis unter /var/www an.

Jetzt könnte ich zum Testen hier noch schnell eine rudimentäre HTML-Datei hinterlegen. Diesen Schritt spare ich mir aber. Ich lege gleich die Konfigurationsdatei für den virtuellen Host im Verzeichnis /etc/apache2/sites-available an.

In die Datei example.com.conf füge ich dann das folgende Listing ein und speicher die Änderung ab.

Jetzt aktiviere ich die Konfigurationsdatei mit dem Kommandozeilenbefehl

und starte den Webserver einmal neu durch.

Schritt2: Anlegen der Datenbank

Das Anlegen der Datenbank kann ich auf zwei Wegen erledigen. Der eine geht über die Webverwaltungsoberfläche phpMyAdmin, die ich ja schon installiert habe. Der zweite Weg ist über die Bash. Letzterer gefällt mir etwas besser, also gehe ich diesen. Dazu lege ich mir mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl eine neue Datei wordpress.sql an.

In diese Datei kopiere ich dann das folgende Listing.

Jetzt kann ich mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl die Datei ausführen.

Wenn man bei der Rechtschreibung nicht höllisch aufpasst kann dann auch schon mal das kleine Malheur, wie im Screenshot zu sehen, passieren.

Das Ergebnis kontrolliere ich dann in phpMyAdmin.

Bevor ich jetzt die aktuelle Version von WordPress mir auf den Server INET1 herunterlade, aktive ich das Rewrite Module in Apache mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl.

Anschließend starte ich mit sudo systemctl restart apache2 den Webserver einmal neu durch.

Schritt 3: Herunterladen von WordPress

Als erstes wechsle ich in das beschreibbare Verzeichnis tmp. Anschließend hole ich mir die aktuelle Version von WordPress.

Danach kann ich die die Datei mit folgenden Kommandozeilenbefehl entpacken.

Diese Dateien könnte ich jetzt in den Root-Ordner des virtuellen Hosts kopieren. Doch bevor ich dies mache füge ich eine „Dummy“-.htaccess-Datei hinzu und passe bei dieser die Zugriffsrechte an.

Anschließend habe ich aus der Beispiel-Konfigurationsdatei von WordPress die aktuelle erstellt, die dann von WordPress auch ausgelesen werden kann.

Jetzt lege ich noch für die Uploads und die Updates jeweils ein Verzeichnis unter /tmp/wordpress/wp-content an.

Nun kann ich den kompletten Inhalt aus dem /tmp/wordpress-Verzeichnis in das Root-Verzeichnis meines virtuellen Host kopieren. mit dem -a Parameter stelle ich sicher, dass die Zugriffsrechte auch richtig übertragen werden.

Das Ergebnis kontrolliere ich anschließend im Datei Manager von Webmin.

Schritt 4: Konfiguration des WordPress Verzeichnis

Jetzt hole ich mir für meinen Benutzer michael den Besitz über das Installationsverzeichnis /var/www/www.example.com. Bei der Gelegenheit passe ich auch noch die Berechtigungen an den WordPress-Verzeichnissen an und gebe die Gruppen-Schreib-Rechte auf das Verzeichnis wp-content. Dafür führe ich nacheinander die folgenden Kommandozeilenbefehle aus.

Jetzt kann ich die Konfigurationsdatei von WordPress anpassen. Dazu hole ich mir mit folgenden Kommandozeilenbefehl vom WordPress Secret Key Generator die geheimen Schlüssel.

Das Ergebnis habe ich mir dann in eine Textdatei kopiert.

Jetzt kann ich mit sudo nano /var/www/www.example.com/wp-content.php die Konfigurationsdatei zum Bearbeiten öffnen und die Werte dort übertragen.

Hinweis: Bitte hier beachten, dass ihr beim Nachbau eure eigenen Sicherheitsschlüssel verwendet!

Danach gehe ich in der Konfigurationsdatei ein Stück nach oben, um die Werte für die Datenbank anzupassen.

Die Änderungen muss ich nur noch speichern und kann dann an Client1 die Domäne www.example.com nochmal aufrufen.

Das war es schon fast für mich. Jetzt muss ich nur noch die entsprechenden Felder ausfüllen, das Passwort in einer Textdatei auf dem Rechner ablegen und die Installation von WordPress abschließen.

Ganz am Ende habe ich dann das folgende Ergebnis.

Kleines Updates am Ende. Damit die Updates auch ohne lästige Abfrage nach dem FTP-Server-Zugangsdaten funktionieren, habe ich am Ende noch folgendes Kommando eingegeben:

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