Ubuntu 14.04 LTS auf Dell Latitude E6420

Es ist jetzt nicht eine unendliche Geschichte von dunklen Männer mit Zigarren geworden. Mit etwas Hirnschmalz einigen Versuchen, die mir eine Menge an neuem Wissen beschert haben, ist es mir doch tatsächlich als Windows geschädigten Administrator gelungen, Ubuntu 14.04 LTS auf meinem schönen Dell Latitude E6420 zum laufen zu bringen. Und ich bereue es nicht, dafür Windows 10 ins Nirwana der IT geschickt zu haben. Hier mein kleiner Erfahrungsbericht.

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Das schöne an Ubuntu ist, das mit einem USB ein komplett einsatzfähiges System auf einen Rechner kommt. LibreOffice, Mozilla Thunderbird und Firefox gehören zur Installation dazu. Okay ich habe jetzt nicht gerade die aktuellste Version der freien Office Suite auf meinem Notebook. Aber auch dass kann ich mit wenigen Handgriffen ändern und mein LibreOffice auf die aktuelle Version 5.1 updaten. Nach der Installation von Ubuntu ist also relativ wenig zu tun und der Anwender kann eigentlich sofort loslegen. Mein einziger Show-Stopper war dann nur noch das eigentümliche Verhalten, dass mein Notebook nach ein paar Minuten unkontrolliert einfror und nur durch einen Hard-Reset wieder erweckt werden konnte.

Das Verhalten hat mich schon vor einem Jahr genervt. Nur wollte mir keiner direkt verraten, was ich wie zu tun hatte, um ein stabil laufendes System zu bekommen. Nach ein paar Recherchen im World Wide Waiting hatte ich zwei Dinge herausgefunden. Dell unterstützt offiziell nur Ubuntu 10.10 – okay – und das Verhalten meines Notebooks ist durch einen nicht kompatiblen Grafikkartentreiber zu erklären. Auch nicht schlecht.

Lösungsansatz eins war also sich Ubuntu 10.10 zu besorgen und auf dem Notebook zu installieren, wie vom Hersteller empfohlen. Gleich vorne weg, das war eine ziemlich schlechte Idee. Das Problem mit der Grafikkarte war offensichtlich immer noch vorhanden. Der Rechner schlief zwar nicht mehr ein, aber die Auflösung war auf bescheidene 800 mal irgendetwas Bildpunkte beschränkt. Einziger Trost war, dass ich mein Problem jetzt auf die Grafikkarte eingrenzen konnte. Offenbar hat das Image von Ubuntu ein Problem mit der verbauten nVidia Grafikkarte. Wenn ich das Problem habe, dann hat irgendein anderer auch das Problem und einer von den anderen hat die Lösung sicherlich schon im Netz veröffentlicht. Wenn nicht auf Deutsch, dann gesichert auf Englisch.

Der nächste Schritt, war wieder Ubuntu 14.04 auf dem Laptop zu installieren und sich dann auf die Suche nach dem passenden Grafikkartentreiber zu machen. Nach kurzer Suche wurde ich diesmal auch fündig und mit den richtigen Batch-Befehlen in der Konsole hat sich tatsächlich der nVidia Grafikkartentreiber auf meine Kiste installiert. Ich kann es immer noch nicht fassen, ich schreibe gerade meinen ersten Blog-Beitrag unter Ubuntu und die Grafik ist fast besser als mit Windows (das ist gerade meine Einbildung).

Eigenschaften von -_009

Keine Einbildung ist der Ressourcenverbrauch auf meiner SSD. Gerade mal knapp 8 GB benötigt Ubuntu mit allen notwendigen Anwendungen als Platz auf meiner SSD. Da bleiben fast 100 GB für Daten übrig. Zum Vergleich, ein Windows 10 mit den gleichen Anwendungen nimmt sich fast 40 GB an Speicherplatz, also so ziemlich genau das 5-Fache. So gesehen habe sich sogar doppelt gewonnen.

Okay, das war‘s fürs erste von der Linux Front.

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