Ubuntu Home Server – Einrichtung Dateifreigaben mit Samba

Noch immer ist es so wie zu guten alten DOS-Zeiten. Dokumente werde in Ordnerstrukturen in irgendwelchen Datengräbern abgespeichert, damit sie dort fast unauffindbar in Frieden ruhen. Sollte man eines seiner Dokumente dann doch nach langwieriger Suche gefunden haben, wird es zum nächsten per Email gesendet, damit dieser sein Datengrab befüllen kann. Die einzigen, die dieses Freud sind die Hersteller von Speichermedien, wie Festplatten, USB-Sticks und ähnlichen.

„Ein Prozess der letztendlich darauf beruht, das man zum Telefon greift oder Emails schickt, ist zum scheitern oder zu mindestens zum Scheitern verurteilt!“

Aus meinem Beruf heraus weiß ich, wie leidlich dieses Thema ist. Aber selbst ich komme ohne eine Freigabe in meinem Netzwerk nicht aus. Meine Bilder, Dokumentationen und Blogbeiträge wollen irgendwo zentral abgelegt werden. Auch wenn ich einen großen Teil später nie mehr anfassen werde, trennen kann ich mich von diesem Datenmüll definitiv nicht.

Um mir quasi selbst und anderen die Inhalte des Dateisystems meines Servers zugänglich zu machen, brauche ich einen Dienst (Server = Diener) der mir dieses zur Verfügung stellt. Unter Linux stehen mir da zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Ich habe mich für Samba entschieden, da sie im Gegensatz zum Network File System (NFS) besser in meine heterogene Umgebung passt und deutlich einfacher zum Konfigurieren ist.

Samba installieren

2016-01-25 20_15_39-Neue Benachrichtigung

Anschließend zieht sich das Samba Meta-Paket noch tdb-tools als Abhängigkeit nach. Dieses Tool dient zur Administration der Samba Userdatenbank. Obwohl Samba damit eine eigene Benutzerverwaltung mitbringt, muss für jeden Samba-Nutzer auch ein Systemuser mit gleichen Namen vorhanden sein. Ein neuer Benutzer wird mit dem Kommando smbpasswd angelegt:

2016-01-25 20_23_56-Fotos

Für den Samba-Benutzer muss ein Passwort angegeben werden, das mit dem Passwort der Systembenutzers identisch sein kann, aber nicht zwingend muss.

Die weiteren Kommandos von smbpasswd sind:

Ein Benutzerkonto deaktivieren:

sudo smbpasswd -d [username]

Ein deaktiviertes Benutzerkonto wieder aktivieren:

sudo smbpasswd -e [username]

Ein Benutzerkonto löschen:

sudo smbpasswd -x [username]

Freigaben einrichten

Bevor ich die ersten Freigaben auf meinem Home Server anlege, muss ich den Samba-Dienst noch konfigurieren. Nun Fenster hat mein Ubuntu Server noch keine, also muss ich wieder in ins Terminal und die Datei smb.conf editieren. Geholfen hat mir hier folgender Link: https://menzerath.eu/artikel/ubuntu-server-installieren-und-einrichten/. Mit dem Kommando:

schieße ich ich bestehende smb.conf ins Nirwana und erstelle gleichzeitig eine neue, die sofort im nano-Editor bearbeiten kann. Ich habe meine Ursprungs smb.conf behalten und nur die folgenden Änderungen eingepflegt. Mit dem folgenden Code ist sind die Konfigurationsarbeiten fast abgeschlossen:

2016-03-15 20_53_08-michael@homeserver_ ~

Jetzt noch mit STRG O die Datei speichern und mit STRG X den nano-Editor beenden. Anschließend muss der Samba-Server mit dem Kommando

neu gestartet werden.

Verzeichniss anlegen und ebenfalls freigeben

Das Sicherheitsniveau auf meinem Home Server kann ich sehr niedrig halten. Unterschiedliche Zugriffsrechte für unterschiedliche Benutzer gibt es bei mir nicht. Wer hier differenzieren will, den verweise ich hier auf die Ubuntu Samba-Server Dokumentation unter https://wiki.ubuntuusers.de/Samba_Server/. Auf meinem Home Server brauche ich also neben meiner persönlichen Freigabe drei weitere für die Ablage meiner Dateien:

  • Datengrab (Alle Dokumente die hier ihre Ruhestätte finden. Unter Windows Dokumente)
  • Bilder (Für alle Bilder die ich so mit meiner Kamera mache)
  • Video (Für alle Videos die ich so produzieren will)

Mit dem Kommando mkdir kann ich in der Konsole neue Verzeichnisse anlegen. Und mit dem Kommando

lege ich ein Stammverzeichnis für alle Freigaben an. Anschließend lege ich noch das Verzeichnis datengrab für meine Dokumente an mit folgenden Kommando an:

Das ganze wiederhole ich für die Verzeichnisse Bilder und Video:

2016-02-27 18_01_22-michael@homeserver_ ~

Jetzt noch schnell die Berechtigung für alle hochsetzen, damit jeder Pfurz lesen, schreiben und löschen darf:

Habe ich das erledigt, muss ich mit die smb.conf dem Komando

öffnen und um folgende Zeilen erweitern:

2016-02-27 18_05_57-michael@homeserver_ ~

Samba Server einen mal neu durchstarten und alles ist fein:

Wenn Windows mal nicht zugreifen kann

Wenn der Windows PC mal nicht schreiben dürfen sollte, hilft folgendes Kommando auch dieses Verhalten zu unterdrücken:

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