Ubuntu Samba-Freigabe permanent anbinden

Netzlaufwerke unter Windows anbinden ist selbst für Dummy keine große Herausforderung. Über Netzwerk im im Explorer die Freigabe suchen, mit der rechten Maustaste anklicken und den Eintrag Netzlaufwerk verbinden… im Kontextmenü auswählen. Dann den noch einen Laufwerksbuchstaben auswählen und schon hat man eine permanente Verknüpfung zur Freigabe. Unter Ubuntu habe ich mir heute fast Finger wund getippt, um die Freigaben von meinem Home Server permanent zu mounten.

windows-10-wird-ausgefuehrt-oracle-vm-virtualbox_003

Windows war einmal und wie ich meine Laufwerke unter Linux anbinde, war ein ganz schöner Kampf. Auf meinem Home Server ist Samba für die Freigaben im Netzwerk eingerichtet. Ich komme zwar auch so mit meinen beiden Ubuntu Clients auf die Freigaben, aber mit jedem Neustart, muss ich erst mühselig die Laufwerke mounten. Ich will aber, das diese schon beim Start der Clients fest angebunden sind, was dann wiederum ein paar nette Vorteile bringt.

Also habe ich mal heute wieder Google gefragt (Cortana hab ich ja nicht mehr!) und nach einer Lösung für mein Problem gesucht. Als erstes bin ich auf den Samba Client CIFS (Common Internet File System) gestoßen, mit dem ich mein Vorhaben umsetzten können sollte (der Konjunktiv ist noch entscheidend!). Auf diesem Protokoll stellen Windows und Samba Server ihre Freigaben bereit. Perfekt für mich. Also ran an die Konfiguration meiner beiden Ubuntu-Clients.

Wie war doch noch einmal die IP-Adresse meines Home Servers? IP-Adressen lassen sich genauso gut merken wie eine IBAN. Unter Windows kann ich auf die NetBios-Namensauflösung in Arbeitsgruppen zurückgreifen, unter Ubuntu muss ich die gute alte Hosts-Datei auf jedem Rechner anpassen. Das ganze ich auch gar nicht schwer. Am DHCP-Server des Routers habe ich meinem Home Server eine feste IP-Adresse im lokalen Netzwerk zugeordnet und diese trage ich mit dem Host-Namen dahinter dort ein. Ich starte also das Terminal und gebe dort folgende Kommando ein:

Und wie im Screenshot unten zu sehen, trage ich dort die Zeile

ein. Bitte achtet darauf, das ihr dort die IP-Adresse und Namen eures Servers mit den Samba-Dateifreigaben eintragt.

michaelmichael-pc-_006

Damit haben wir schon mal die Namensauflösung auf unseren Clients eingerichtet. Jetzt müssen wir die CIFS-Utils installieren, da diese bei Ubuntu nicht zur Standardinstallation dazugehören. Das ist aber auch kein großer Akt. Dazu speichern wir mit STRG+O die hosts-Datei und mit STRG+X schließen wir den Nano Editor. Anschließend geben wir im Terminal folgendes Kommando ein:

michaelmichael-pc-_007

Damit haben wir den Samba-Client auch installiert. Jetzt müssen wir noch die Datei fstab im Ordner etc so anpassen, dass beim Booten des Clients unsere Freigaben am Server automatisch angebunden werden. Das funktioniert nach dem Schema //<Server>/<Freigabe> /<Mountpunkt> cifs <Liste der Optionen> 0 0. Bei der Liste der Optionen musste ich etwas herumspielen. Dabei ist dann folgende Lösung herausgekommen. Im persönlichen Ordner meines Ubuntu Clients lege ich mir für jede Freigabe einen Ordner an, z.B. datengrab und Bilder-Server.

persoenlicher-ordner_149

Jetzt kann ich mit dem Kommando

die Datei fstab anpassen. Für jede Freigabe die ich anbinden will muss ich folgende Zeile am Ende der Datei hinzufügen:

michaelmichael-pc-_005

Die Datei fstab mit STRG+O speichern und mit STRG+X schließen und schon sollten in der Schnellstartleiste links unsere beiden Freigaben erscheinen.

arbeitsflaeche-1_150

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.