Ubuntu Server 14.04 LTS – Hyper-V und Netzwerk Konfiguration

Die Grundinstallation des Servers ist fertig und schauen wir auf den Monitor, was sehen wir? Relativ wenig. Ein tief schwarzer Bildschirm ohne Fenster, Buttons oder sonstigen Zeichen einer grafischen Benutzeroberfläche. Mehr braucht aber unser neuer Home Server nicht. Im Normalfall hängt eh kein Monitor mit Maus und Tastatur an dem Computer und die meisten Verwaltungsaufgaben werden wir mit OpenSSH durchführen. Damit wir dieses auch so in Zukunft machen können, müssen wir den Home Server aber erst mal dafür vorbereiten.

20160327-Startbildschirm

Integrationsdienste für Hyper-V installieren.

Wenn der Home Server auf eigener Hardware läuft, können wir uns diesen Schritt sparen. Unsere Testumgebung läuft aber als virtueller Computer unter Hyper-V und somit sollten wir die Microsoft Integrationsdienste für den virtuellen Computer installieren. Im einzelnen umfasst Sie folgende 3 Pakete:

  • VSS-Snapshot-Daemon – dieser Daemon ist erforderlich, um live Linux VM-Sicherungen zu erstellen.
  • KVP-Daemon – dieser Daemon ermöglicht das Festlegen oder die systeminterne und systemexterne Schlüsselwertpaare Abfragen.
  • Fcopy-Daemon – dieser Daemon implementiert eine Datei kopieren zwischen dem Host und Gast.

Wie das ganze gemacht wird, steht in bei Microsoft in der TechNet unter https://technet.microsoft.com/library/dn531029%28WS.12%29.aspx. Um das ganze zu machen, muss man also kein Linux-Guru sein. Es reicht aus Lesen und Schreiben zu können. Also fangen wir damit gleich an. Als erstes loggen wir uns mit unserem Benutzernamen und dem dazugehörigen Passwort an dem Server in der Remotedesktopkonsole an. Zur Erinnerung ich habe als Benutzernamen für meinen virtuellen Computer bei der Installation michaels mit dem Passwort P@ssw0rd hinterlegt.

20160327-Anmeldung
Bevor wir jetzt wie wild ausprobieren, der Schlüssel zum Erfolg heißt in unserem Fall sudo. Mit dem Kommando „sudo“ holen wir uns die erweiterten Rechte, um Änderungen an unserem Server durchführen zu können. Und genauso wie bei Windows, sollten wir unser System vor Änderungen aktualisieren. Dafür stellt uns Ubuntu den Befehl apt-get zur Verfügung, was so viel bedeutet wie, gibt mir die Anwendung. Die komplette Doku zum Befehl gibt es hier: https://wiki.ubuntuusers.de/apt/apt-get/.

Mit dem Komando sudo apt-get update lesen wir alle neuen Paketlisten ein. Nachdem wir den Befehl hinter dem Prompt geschrieben haben, müssen wir zuerst das Passwort für den Benutzer Michael angeben.

20160327-apt-get-update
Jetzt haben wir zwei Möglichkeiten. Mit dem Kommando sudo apt-get upgrade werden die Pakete wenn möglich installiert und mit sudo apt-get dist-upgrade werden die Pakete installiert bzw. entfernt. Um die Update, Pakete zu installieren geben wir das Kommando sudo apt-get upgrade hinter dem Prompt ein.

20160327-apt-get-upgrade
Uns sollte jetzt aufgefallen sein, dass wir nicht mehr zur Eingabe unseres Passwortes aufgefordert wurden. Sudo hat sich dieses gemerkt und das Kommando direkt ausgeführt. Anschließend werden wir gefragt, ob wir fortfahren wollen, da die Aktion 6 MB zusätzlichen Plattenplatz benötigt. Wir geben an dieser Stelle den Buchstaben „j“ ein und drücken die Entertaste.

20160327-apt-get-upgrade-j
Das ganze dauert eine Weile. Sind alle Pakete installiert können wir die fehlenden Pakete für den Einsatz unter Hyper-V nachinstallieren. Dazu geben wir wie in der TechNet beschrieben folgendes Kommando ein: sudo apt-get install linux-tools-virtual linux-cloud-tools-virtual. Mit diesem Kommando werden jetzt die fehlenden Pakete nachinstalliert (sudo apt-get install …). Entertaste drücken und abwarten.

20160327-apt-get-install
Die Änderungen wieder mit der Eingabe von „j“ und dem Drücken der Entertaste bestätigen.

20160327-apt-get-install-j
Damit ist die Testumgebung fertig für den Betrieb und Hyper-V konfiguriert.

Netzwerkkonfiguration

Damit wir über OpenSSH darauf zugreifen können, empfiehlt es sich, dem Server eine feste IP-Adresse zu vergeben. Das kann ich hier über die Konfiguration der Netzwerkkarte machen. Ich empfehle das über den die Vergabe einer festen IP-Adresse am DHCP-Server des Routers zu machen. So ist danach auch gewährleistet, dass die Testmaschine sich Updates aus dem Internet holen kann. Je nach Router kann der Vorgang hier unterschiedlich sein. Ich zeige es am Beispiel meines TP-Link-Routers. Dazu melde ich an diesem über die Weboberfläche an und Navigiere dort zu Schnittstelleneinrichtung – LAN – DHCP und lege für den Computer HomeServerTest eine Statische IP-Adresse an, hier die 192.168.1.104.

2016-03-27 14_11_14-Mozilla Firefox
Fertig, das war es für Heute. Im nächste Schritt können wir den OpenSSH-Client Putty unter Windows oder das Terminal unter Ubuntu Client für den Zugriff auf unseren Testserver nutzen.

Hier geht es weiter: https://schaemicon.de/tutorial/ubuntu-server-14-04-lts-fernwartung-openssh/

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