Ubuntu Server 14.04 LTS – LAMP

Damit wir unseren Home Server mit Ubuntu 14.04 LTS bequem über eine Weboberfläche verwalten (administrieren) können, benötigen wir einen Webserver. Diesen werden wir später noch benötigen, um unsere Testumgebung für den WordPress-Blog zu hosten und die eigene Cloud-Lösung mit ownCloud aufzubauen. Unter Ubuntu haben wir den LAMP Server, wobei die Buchstaben für das Betriebssystem Linux, den Webserver Apache, das Datenbanksystem MySQL und die Programmiersprache PHP stehen. Starten wir also mit der Installation des LAMP Servers

Installation des LAMP Servers

Die Grundinstallation des LAMP-Servers ist sehr einfach. Im Grunde brauchen wir nur das Kommando tasksel. Mit dem Kommando tasksel –list-tasks können wir uns die Installierten Dienste anzeigen lassen.2016-04-04 20_39_25-michaels@HomeServerTest_ ~Das ganze sollte dann wie im Screenshot unten aussehen. Bis jetzt ist nur der Basic Ubuntu Server, der OpenSSH und der Samba Server installiert.

2016-04-04 20_41_32-michaels@HomeServerTest_ ~

Tippen wir nur das Kommando tasksel ein, erhalten wir eine Auswahlliste mit der wir weitere Dienste nachinstallieren können. 2016-04-04 20_42_59-michaels@HomeServerTest_ ~

In der Paketkonfiguration können wir jetzt den LAMP-Server anwählen, in dem wir mit der Pfeil-Taste nach unten navigieren bis der rote Cursor beim LAMP Server steht, die Leer-Taste einmal drücken und wenn ein * vor LAMP Server steht mit der Tab-Taste zu OK springen. Mit Enter bestätigen wir unsere Eingabe.

2016-04-04 20_44_03-michaels@HomeServerTest_ ~

Anschließend werden die Pakete nachgeladen und die Installation beginnt.

2016-04-04 20_44_57-michaels@HomeServerTest_ ~

Während der Installation von MySQL werden wir noch aufgefordert ein Passwort für den Benutzer root zu vergeben. Wir tragen in unserer Testumgebung einfach unser schon bekanntes P@ssw0rd ein und bestätigen die Eingabe mit OK.

2016-04-04 20_51_03-michaels@HomeServerTest_ ~

Wir wiederholen die Eingabe des Passworts und bestätigen wieder mit OK.

2016-04-04 20_51_28-michaels@HomeServerTest_ ~

Ist die Installation abgeschlossen, wird der Apache-Webserver automatisch gestartet. Wir können die Testseite zur Kontrolle aufrufen, indem wir die IP-Adresse unseres Home Servers in die Adresszeile des Browsers tippen, wie im Screenshot unten zu sehen ist.

2016-04-04 20_57_52-Apache2 Ubuntu Default Page_ It works

Einrichten des ersten virtuellen Host

Bevor wir uns daran machen unseren ersten virtuellen Host einzurichten, bereiten wir unseren Windows PC für den Zugriff auf den virtuellen Host vor. Im Normalfall übernimmt ein sogenannter DNS-Server die Namensauflösung für Domänen für uns. Hier haben wir aber keinen DNS-Server der für uns aus www.schaemicon.test die 192.168.1.104 macht. Wir müssen also an jedem PC im Netzwerk diese neue Domain bekannt machen. Dafür müssen wir im Ordner C:\Windows\System32\drivers\etc die Datei Hosts anpassen. Das funktioniert schon so seit Windows NT 4.0. Wer nicht das Programm Notepad++ installiert hat, kann dafür den Windows Editor benutzen. Die ist unter Programme Zubehör abgelegt.

Hinweis: Damit die Änderungen gespeichert werden können muss der Editor mit Administrator-Rechten ausgeführt werden. Dazu den Eintrag im Startmenü mit der rechten Maustaste anklicken und „Als Administrator ausführen“ auswählen. Dann die Datei Hosts über Datei öffnen laden.

2016-04-08 20_08_45-Starten

In der Datei Hosts fügen wir dann ganz unten eine neue Zeile mit der IP-Adresse unseres Home Servers und dem Namen des virtuellen Hosts ein, z. B.:

2016-04-08 20_15_39-_C__Windows_System32_drivers_etc_hosts - Notepad++

Unter Ubuntu komme ich noch darauf, weil ich auch hier die die Rechnernamen im lokalen Netzwerk aufgelöst werden. Entsprechenden Link werde ich hier später noch einbauen.

Jetzt könne wir also wieder die Putty oder unter Ubuntu das Terminal starten und unseren virtuellen Host am Server anlegen. Dazu müssen wir unter /var/www/ ein Wurzelverzeichnis mit dem Namen des virtuellen Host anlegen. In meinem Beispiel ist das www.schaemicon.test. Also geben wir in der Konsole das Komando ein:

2016-04-08 20_36_26-michaels@HomeServerTest_ ~

Jetzt brauchen wir noch eine Konfigurationsdatei für unseren virtuellen Host. Diese legen wir im Verzeichnis /etc/apache2/sites-available/ an. Mit folgenden Kommando legen wir die Datei www.schaemicon.test.conf an:

2016-04-08 20_47_49-michaels@HomeServerTest_ ~

In dieser Datei tragen wir dann folgenden Inhalt ein.

2016-04-08 20_57_25-michaels@HomeServerTest_ ~

Wir müssen jetzt nicht im Detail auf den Inhalt eingehen. Diese Datei legt im großen und ganzen fest, wie wir über den Domainnamen www.schaemicon.test auf unseren virtuellen Host zugreifen und wo die Dateien physikalisch liegen. Das war es auch schon. Jetzt die Datei mit der Tastenkombination STRG+O speichern und mit STRG+X schließen.

2016-04-08 20_57_52-michaels@HomeServerTest_ ~

Jetzt müssen wir unseren virtuellen Host nur noch scharf schalten. Dazu müssen wir 2 Kommandos eingeben. Das Kommando:

aktiviert unseren virtuellen Host.

2016-04-08 21_31_48-michaels@HomeServerTest_ _etc_apache2_sites-available
Damit jetzt unsere Änderungen sichtbar werden müssen wir den Apache-Webserver einmal neu starten. Das machen wir mit dem Kommando:

2016-04-08 21_35_53-michaels@HomeServerTest_ _etc_apache2_sites-available

Test der Konfiguration

Jetzt müssen wir nur noch unseren Webserver einmal testen. Dazu erstellen wir im DocumentRoot-Verzeichnis eine neue Datei mit dem Namen index.html. Dazu geben wir folgendes Kommando ein:

sudo nano /var/www/www.schaemicon.test/index.html

In der index.html tragen wir dann folgenden Inhalt ein und speichern diesen ab:

[codesyntax lang=“html4strict“]

[/codesyntax]

Rufen wir jetzt im Browser unseren virtuellen Host auf, sollte dieser Link hier funktionieren: http://www.schaemicon.test

2016-04-09 08_57_36-www.schaemicon.test Testseite

 

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