Virtualbox Guest Additions und weitere Arbeiten am virtuellen Corpnet

Seit den letzten Updates Anfang Dezember musste ich ein paar kleine Änderungen am Testlabor vornehmen. Diese haben mich dazu bewegt, den Server NAS1 neu aufzusetzen und die Konfiguration etwas anzupassen. Hier beschreibe ich, welche Änderungen ich an der Installation durchgeführt habe und warum.

Aus irgendeiner mir nicht bekannte Ursache, klappte die nach den letzten Updates Anfang Dezember die Namensauflösung im Corpnet nicht mehr. Der Server INET1 war über die Domain example.com nicht mehr aufrufbar. Meine Tests konnten mir die Ursache nicht verraten und ich entschied mich, den Router wieder mit OpenWRT aufzusetzen und den Server NAS1 neu zu installieren. Ob ich damit am Ende das Problem endgültig gelöst habe, werde ich am Ende sehen.

Die Installation des Routers findet Ihr hier:

SMB Test Lab – Router mit OpenWRT in VirtualBox

Auf dem virtuellen Server NAS1 habe ich eine Grundinstallation von Ubuntu durchgeführt und diese danach mit den aktuellen Updates versorgt. Jetzt mache ich mich darüber die VirtualBox Guest Additions, Samba und den DNS Dienst Bind9 auf diesem Server zu installieren und konfigurieren.

Schritt 1: VirtualBox Guest Additions auf NAS1 installieren

Damit ich auf die lokalen Ressourcen des Host über die gemeinsamen Ordner von VirtualBox im Testlabor zugreifen und dort auch Daten speichern kann, muss ich erst die VirtualBox Guest Additions auf dem Server NAS1 installieren. Ich melde mich also an dem virtuellen Client1 an, starte das Ubuntu Linux Subsystem für Windows und verbinde mich über die IP-Adresse mit dem Server. Dort gebe ich dann folgenden Kommandozeilenbefehl ein:

Das Paket installiert noch eine Reihe von Abhängigkeiten nach. Die obligatorische Meldung, ob ich fortfahren will, bestätige ich mit „J“ und der Entertaste.

Nach der Installation muss ich meinen lokalen Benutzer michael noch zur Gruppe vboxsf hinzufügen. Das erledige ich mit folgenden Kommandozeilenbefehl

Bevor ich jetzt meinen Server NAS1 neu starte, richte ich noch den gemeinsamen Ordner ein. Dazu wechsle ich in den Oracle VM VirtualBox Manager, markiere mir die virtuelle Maschine NAS1 und klicke auf den Button Ändern.

Jetzt kann ich den Menüpunkt Gemeinsame Ordner wechseln und dort auf das blaue Ordnersymbol mit dem grünen Plus-Zeichen klicken.

Im Feld Ordner-Pfad wähle ich den lokalen Ordner aus, indem ich die gemeinsamen Dateien später speichern will. Den Ordnernamen könnte ich an dieser Stelle noch anpassen. Ich belasse ihn aber hier auf NAS1. Zum Schluss aktiviere ich noch die Optionen automatisch einbinden und permanent erzeugen und klicke auf den Button OK

Anschließend kann ich das Fenster NAS1 – Einstellungen mit einem Klick auf den Button OK schließen.

Ich wechsle wieder in den CLIENT eins und führe für den Neustart folgenden Kommandozeilenbefehl aus.

Nach dem Neustart verbinde ich mich wieder über ssh mit dem Server NAS1 und wechsle mit cd /media in das Verzeichnis. Hier lasse ich mir mit dem Befehl dir den Inhalt anzeigen. Hier sollte jetzt, wie im Screenshot unten zu sehen, der Ordner sf_NAS1 erscheinen. Diesen Ordner merken wir uns, da wir diesen Später mit Samba im Netzwerk freigeben werden.

Schritt 2: Samba installieren und konfigurieren

Nach der Installation der VirtualBox Guest Additions kann ich mich darüber hermachen Samba für die Freigaben im Netz zu installieren und konfigurieren. Die Installation starte ich mit folgenden Kommandozeilenbefehl.

Die obligatorische Frage, ob ich fortfahren will beantworte ich mit „J“ und drücken der Entertaste.

Samba bringt eine eigene Benutzerdatenbank mit. Trotzdem benötige ich für jeden Samba-Nutzer auch einen Systemuser mit dem gleichen Namen. Andersherum gesehen, muss ich jetzt meinen Systemuser michael zum Samba-Nutzer machen. Erst dann kann ich auch mit diesem auf die Freigabe zugreifen. Wichtig ist hier noch, dass ich für beide Benutzerkonten das gleiche Kennwort vergeben sollte. Mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl erledige ich das.

Ist das erledigt, muss ich die Konfigurationsdatei von Samba unter /etc/samba/smb.conf anpassen. Diese öffne ich mit dem folgenden Kommandozeilenbefehl zum Bearbeiten.

Hier suche ich mir unterhalb des Abschnitts [global] den Eintrag workgroup und passe ihn gegebenenfalls an.

Als Nächstes suche ich mir den Eintrag map to guest und füge unterhalb die folgenden zwei Zeilen ein.

Am Ende der Datei füge ich zum Schluss noch einen neuen Abschnitt für die Freigabe Datengrab hinzu.

Ich speicher und schließe die Konfigurationsdatei mit STRG+O und STRG+X. Damit meine Änderungen auch wirksam werden, muss ich noch den Samba-Server anweisen, seine Konfiguration neu einzulesen.

Jetzt kann ich schon auf die Freigabe über den Windows Explorer auf CLIENT2 zugreifen. Dazu muss ich nur in der Adressleiste \\NAS1\datengrab eingeben.

Ich will aber diese Freigabe permanent einbinden und klicke dazu in der Navigationsleiste des Explorers auf den Eintrag Netzwerk. Das Hinweisfenster bestätige ich mit OK.

Ich klicke mit der Maus auf die Hinweisleiste und im Kontextmenü auf den Eintrag Netzwerkkennung und Dateifreigabe aktivieren.

Die Frage, ob ich die Netzwerkerkennung und Freigabe für alle öffentlichen Netzwerke aktivieren soll, beantworte ich mit einem Klick auf „Nein, das Netzwerk, zu dem eine Verbindung besteht, zu einem privaten Netzwerk machen.

Anschließend sehe in der Navigationsleiste unter Netzwerk auch meinen Server NAS1. Ich klicke auf die Erweitern-Schaltfläche vor dem Namen und mit der rechten Maustaste auf die Freigabe datengrab. Im Kontextmenü wähle ich den Punkt Netzlaufwerk verbinden…

Ich wähle noch einen freien Laufwerksbuchstaben, hier „P“ für public, aus und klicke zum Schluss auf Fertig stellen.

Im nächsten Artikel werde ich zeigen, wie ich den internen DNS-Server mit Bind eingerichtet und dem OPSI-Router IPv6 abgewöhnt habe. Danach werde ich auf dem Server NAS1 noch Webmin installieren und einrichten. Damit ist dann die Grundkonfiguration des „corpnet“ abgeschlossen.

 

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