Warenwirtschaft – Nein Danke?

– Oder warum ich nie mehr ein Warenwirtschaftssystem produktiv einsetzen werde!

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Als ich mir dieser Frage vor Monaten gestellt habe, sind mir allerlei Antworten eingefallen. Vieles davon ist objektiv betrachtet völliger Unsinn. Die Gründe die ich noch vor Wochen oder Monaten dafür angeführt hätte, haben definitiv nichts mit der Realität zu tun. Ich könnte jetzt kurz anführen, ich brauche die Wawi nicht um Produkte über meine Homepage zu vermarkten. Damit wäre das Thema auch schon erschlagen. Nur würden jetzt meine Leser ziemlich ratlos auf den Monitor starren und sich fragen, ist das alles? Natürlich nicht!

Im Mai 2014 habe ich mir ein paar Fragen gestellt und nach Antworten gesucht. Ich habe mich wie eine Schildkröte in seinen Panzer zurückgezogen und für mich den Sinn des Lebens definiert. Was will ich noch erreichen, wie soll meine Zukunft aussehen und wie will ich diese Zukunft finanzieren. Mit dem was ich hatte war ich also gar nicht so glücklich. Ein Teil meiner Antworten steckt jetzt schon in diesem Blog. Einiges habe ich schon umgesetzt, manches liegt noch tief in der Schublade und an einer wichtigen Aufgabe arbeite ich gerade.

Die Aufgabe, besser gesagt das Projekt, dass ich gerade in der Mangel habe, ist der Schlüssel dafür, dass ich bei meinem Vorhaben einen eigenen Webshop zu betreiben, komplett auf den Einsatz eines Warenwirtschaftssystems, egal welches, verzichten kann. Ich brauche es schlichtweg nicht. Als Einzelkämpfer übersieht man schnell, wie komplex das Thema eCommerce ist und welche Aufgaben es zu meistern gibt. Ich alleine, ohne ein starkes Team dahinter, kann das gar nicht leisten.

Aber wie kann ich jetzt einen eigenen Webshop aufziehen, ohne mich um Einkauf, Lagerhaltung, Versand und Vertrieb kümmern zu müssen?

Die Antwort lieferte für mich Amazon mit seinem Partnerprogramm. Hier habe ich einen großen Onlinehändler mit seinen tausenden von Produkten, den ich bequem über eine Schnittstelle anzapfen kann und die Produkte, die dort gelistet sind, auch über meine eigene Internetseite zum Kauf über Amazon anbieten kann. Hier bin ich gerade dabei, dieses möglichst optimal auf dieser Seite umzusetzen. Der Link, der jetzt noch oben im Menü ist und zum aStore von Amazon verweist, wird sich mit dem neuen Template ändern, auf meinen eigenen aStore. Hier wird nur der Name bleiben.

Die Vorteile für mich liegen förmlich auf der Hand. Ich muss mich nicht um Preise, Einkauf, Versand oder ein Lager kümmern. Das alles nimmt mir Amazon und tausende von Händlern ab, die über Amazon ihre Produkte vermarkten wollen. Ich muss mich noch nicht einmal um Produktbilder kümmern oder die Produktbeschreibungen. Auch diese kriege ich frei Haus auf diese Domain geliefert.

Da bleibt nicht mehr viel an Arbeit für mich übrig, ist aber doch noch etwas.

Was muss ich jetzt eigentlich noch tun? – Fische tätowieren schon mal nicht.

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Ganz so einfach wie es oben beschrieben ist, ist es dann auch wieder nicht. Zum einem sollte ich dafür Sorgen, dass nicht doppelter Content auf meiner Seite ist. Also die Produktbeschreibungen sollte ich schon anfassen und neu schreiben. Bei den Bildern habe ich bezüglich doppelten Content weniger Bauchschmerzen. Sie werden direkt von Amazon eingebunden und noch nicht mal bei mir gespeichert. Ich muss mich also nur um die Auswahl geeigneter Produkte kümmern und die Produktbeschreibung neu schreiben, was unterm Strich wohl die Mammut-Aufgabe ist.

Wenn keiner die Seiten findet werde ich auch nicht verkaufen. Also muss ich dafür sorgen, dass jetzt noch genügend Besucher meinen Shop finden. Nun damit habe ich schon vor 5 Jahren angefangen und mit den jetzigen Besucherzahlen kann ich relativ zufrieden sein. Ich kann hier weiterhin froh und frei über meine Themen schreiben, meine kleinen Videos produzieren und locke so hoffentlich viele Besucher an, die dann auch mal den Shop besuchen. Und der eine oder andere kommt sogar über die Google Suche direkt in den Shop. Wenn er dann etwas bei Amazon bestellt, kann ich mich über eine kleine Provision freuen.

Das ist mal auf knapp 2 DIN A4 Seiten zusammengefasst der Grund, warum ich mir nie einen eigenen „richtigen“ Webshop, womöglich noch mit Warenwirtschaftssystem einrichten werde. Die Investitionen um so etwas wirklich auf die Beine zu stellen, sind für mich einfach viel zu hoch – kann und will ich mir nicht leisten. Der Ertrag in Relation zur Arbeit die da hinter steckt, schrecken mich ebenfalls ab. Also nutze ich die Möglichkeiten die ich habe effektiv und konzentriere mich auf das, was ich am besten kann. Dann wird daraus auch ein Schuh und kein Pfusch.

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