Wochenrückblick KW 11/17

Auch in dieser Woche werfe ich einen Blick zurück auf die Ereignisse der letzten Tage. Darunter ein Shitstorm der keiner war, die Reaktionen auf den Umzug einiger Blogbeiträge, die es nicht gab und wie einzelne zum Thema Werbung auf meinem Blog denken. Also rein in den Wochenrückblick.

Der Shitstrom der keiner war.

Irgendwie hat der liebe Ingmar bei meinem letzten Wochenrückblick mächtig viel in den falschen Hals gekriegt. Und dabei habe ich mich für meinen Geschmack noch mächtig in meinem Blog zurückgehalten und nur die Fakten, wie sie mir vorliegen, chronologisch wiedergab.

Und um es den Akademikern unter meinen Lesern gleich klar zu machen. Ich habe kein Abitur, kein Studium und keinen Doktor. Liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich nicht so gut bescheißen konnte. Und bevor sich jetzt jemand auf den Schlips getreten fühlt, so möge er kurz an den guten Herrn Karl Theodor zu Guttenberg und andere denken. Wobei ich nicht behaupten möchte, das jeder Akademiker beschissen hat. Aber manchmal werde ich das Gefühl nicht los, dass die Regel wohl die Ausnahme ist.

Und das ich einen gewissen Teil meiner Leser nicht mehr mit Samthandschuhen anfassen werde, dazu komme ich noch. Das ist ein kleiner Teil meiner Leser, wenn auch oft eine sehr lautstarker und mitteilungsbedürftiger Gruppe. Aber diesen entsorge ich mit freundlicher Unterstützung der eBakery an die richtige Stelle.

Weil es gerade so schön passt hier die Auflösung der 11 Fragen aus dem letzten Wochenrückblick:

  1. Spielt Golf, hat immer das neueste Technik-Spielzeug, bekämpft Werbeagenturen und Consultingfirmen? Der Digitalagentur-Geschäftsführer.
  2. Zockt, rennt Moden hinterher, fühlt sich als Gott? Wagniskapitalist
  3. Will mit Tricks ganz nach oben, ist trinkfest, bückt sich nicht für einen 100-Euro-Schein? SEO
  4. Macht Dinge schöner als sie sind, muss Fehler von anderen ausbaden, redet für andere? PR-Verantwortlicher
  5. Kennt sich mit Technik aus, arbeitet nachts, ist schwer zu finden? Programmierer
  6. Ärgert sich über Amazon, ärgert sich über Google, ärgert sich über Chinesen? Onlineshop-Betreiber
  7. Klingelt ohne rein zukommen, fährt im Kreis, wirft Päckchen? Logistik-Dienstleister
  8. Hat in seinem Leben noch nie gearbeitet, ist überteuert, spricht in einer unverständlichen Sprache? Digital-Berater
  9. Braucht Schönheit, benutzt Photoshop, braucht die schnellste Hardware? Webdesigner

Damit hätten wir das auch geklärt.

Reaktionen die es nicht gab

Wo zum Teufel ist jetzt der Artikel? Das wird sich der eine oder andere Besucher gefragt haben. Sorry an dieser Stelle, wenn nicht alle 301 Weiterleitungen vorhanden sind und hier bei manchem Link von Extern oder über die Google-Suche eine 404-Fehlerseite erscheint. Ich arbeite daran im Hintergrund.

Das ich mein Hauptaugenmerk jetzt nicht auf die Artikel lege, die schon oder demnächst auf einer anderen Domain ihr Zuhause haben, dürfte auf der Hand liegen. Die Reaktionen auf meinen Post in Facebook und hier im Blog waren überschaubar, bzw. gleich Null.

Den Lesern dürfte es eh egal sein, wo die Informationen zu finden sind und die anderen können es nicht ändern. Damit ist auch die Kritik hinfällig, wie ich meine “Zielgruppe” behandle auch hinfällig. Und wie strange mancher dieser Leser unterwegs sind, dazu komme ich noch.

Enthusiasten die keine sind

Werbetafel in Prag
Werbetafel in Prag

Wer allen ernstes glaubt, alle Blogger sind Enthusiasten die für jeden Vollpfosten ihre Inhalte kostenlos und Werbefrei ins Internet stellen, sollte vielleicht bei Gelegenheit den nächsten Psychiater kontaktieren. Der Einsatz von Adblocker schadet aber nicht nur denen die Werbeflächen zur Verfügung stellen, sondern auch denen die das Internet als Werbemedium nutzen – allen voran den vielen Onlinehändlern die Google Adsense dafür nutzen Kunden auf ihren Shop zum Einkauf zu bewegen.

Da ist es schon sehr verwunderlich, dass ausgerechnet einer aus dieser Branche hier unbedingt eine werbefreie Zone haben will und sich so gar nicht damit anfreunden kann seinen Werbeblocker abzuschalten. Das Verhalten ist ungefähr so, als wenn mein Haus brennt, ich aber der Feuerwehr den Zugang verwehre – Zwangslöschung nicht gewollt.

Wer also gegen diese “Zwangswerbung” ist, sollte sich überlegen, ob er nicht gleich auch gegen Werbung auf Autos, Litfaßsäulen, im Fernsehen oder Radio protestiert. Aber vielleicht gibt es auch für Offline-Werbung bald eine Adblocker-Brille.

Vor allem sollte er sich überlegen, welche Konsequenzen der Einsatz von Adblockern für das Internet hat. Auf vielen Blogs werden schon jetzt fast ausschließlich bezahlte Artikel veröffentlicht, die auch nichts anderes als Werbung sind. Wo bleibt da der Pluralismus und die freie Meinungsäußerung?

Ja auch die freie Meinungsäußerung kostet Geld. Wer hätte das gedacht. Und damit schließe ich den Wochenrückblick für diese Woche und schaue mal ob aus Worten auch Taten werden. Dazu gibt es dann mehr im nächsten Wochenrückblick.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.