Wochenrückblick KW 5/17 – Welche Groupware soll es werden?

Bei der Krabbelgruppe vom Niederrhein herrscht die Ruhe vor dem Sturm. Das merkt man alleine daran schon, dass das letzte Update ihrer Warenwirtschaft schon gut sechs Wochen zurück liegt. Und somit dürfte in den kommenden Wochen das nächste größere Release auf die Anwender zukommen und da dürfte sich das eine oder andere Überraschungsei verborgen sein. Und passend vor Ostern beginnt wieder das Spiel, wer findet den Käfer zuerst. Das waren aber die geringsten Sorgen in der vergangenen Woche.

Der erste Test, den ich in meinem SMB Base Test Lab durchgeführt habe, war die Wiederherstellung eines Clients über das Netzwerk. Das funktioniert schon mal sehr gut und unter das Thema Sicherung und Wiederherstellung von Arbeitsplatzrechnern kann ich getrost einen Haken setzen. Ich habe hier auch nichts anderes erwartet, da Microsoft hier erfahrungsgemäß ganze Arbeit leistet. Damit ist das Thema aber nicht komplett abgehakt. Nicht jedes Unternehmen will und kann sich einen Windows Server 2016 Essentials leisten. Somit stellt sich die Frage, wie diese Lösung unter Linux mit Windows Clients aussehen könnte.

Die Basiskonfiguration meines Windows Servers 2016 ist abgeschlossen. Damit sind die Anwender im Netzwerk aber noch lange nicht arbeitsfähig. Der älteste und wichtigste Dienst in so einem kleinen Firmennetzwerk ist der E-Mail-Dienst. Die Anwender sollen ja auch E-Mail empfangen und versenden können. Der einfachste und schnellste Weg ist hier sicherlich die Integration von Office 365. Testaccount angelegt, schnell zwei drei Postfächer eingerichtet und auf dem Client die 30 Tage Eval-Version von Microsoft Office 2016 installiert. In der Praxis ist dies ein absolute gangbarer Weg, der schnell und ohne Probleme zum Ziel führt.

Ich plane aber schon die Migration von Windows Server 2016 hin zu Ubuntu Server 16.04 LTS und somit scheidet dieser Weg für mich schon mal aus. Interessanter ist es eine alternative zum Microsoft Exchange Server zu finden, die mir die gleiche Funktionalität bietet und mir aber die Freiheit lässt, welchen Mail Client letztendlich ich verwende – Und damit auch welches Betriebssystem auf dem Client läuft.

Egal ob ich jetzt an Microsoft Exchange, IBM Notes und Domino 9 Server oder Groupwise denke, alle diese Lösungen erschlagen förmlich Anwender und Administratoren mit Ihren Möglichkeiten. Gerade in vielen kleinen und mittleren Unternehmen sind bei den Anwendern diese auch gar nicht so wirklich bekannt. Kaum einer von denen nutzt doch die Möglichkeiten, die ihm sein kostenloses Google Mail Konto mit Kontakten und Kalender bietet. Trotzdem sind mir die Features zu wenig, die mit den Webspace-Paketen der Internet Service Provider mitgeliefert werden. Hier erhalte ich in der Regel nur die nackten POP3, IMAP und SMTP Dienste zum Empfangen und versenden von E-Mails.

Ich habe mich also im Markt der Open Source Groupware Lösungen umgeschaut und bin auf zwei interessante Vertreter gestoßen:

  • Kolab
  • Sogo

Während Kolab, das bei der Stadt München im Einsatz ist, wieder den Eindruck eines Exchange-Klon macht, habe ich bei Sogo das Gefühl, als ob es sich hier um eine schicke und brauchbare Lösung für mein SMB Test Lab handelt. Näheres wird sich aber erst zeigen, sobald ich meinen POC (Proof of Conzept) hochgezogen und dort alle Funktionen getestet habe. Damit ist die zentrale Thematik für die kommenden Tage und Wochen auch festgelegt. Es wird Hauptsächlich um das Thema E-Mail, Messaging und Kommunikation hier gehen.

Wenn man sich also viel um Grundsatzentscheidungen kümmert und parallel dazu eine Rasselbande im Auge behalten muss, die gerade dabei schön stark und mutig einmal gegen die Wand zu laufen, dann bleibt nicht viel Zeit fürs Bloggen. Um meine Zeiten für die Rasselbande besser im Griff zu haben und um meine Zeiten dafür auch schneller abrechnen zu können, habe ich mich in der letzten Woche auf die Suche nach einer Zeiterfassungssoftware gemacht und bin dabei auf die Open Source Lösung Kimai gestoßen. Ich muss jetzt nicht sagen, dass ich von der Lösung so begeistert bin, dass ich ihr in der nächsten Woche einen eigenen Artikel widmen werde. Aber einfacher geht Zeiterfassung nicht mehr – was ich so nach ein paar Tagen so festgestellt habe.

Das war es auch schon wieder aus meinem surrealistischen Eierkarton. Ich wünsche allen einen erfolgreichen Start in die Woche.

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