Wohin geht die Reise?

Die völlig neue und überraschende Erkenntnis eines Bloggers während seiner Karriere ist, das er regelmäßig neue Inhalte auf seiner surrealistischen Bedürfnisanstalt veröffentlichen sollte. Doch wie sollen einem nun die Geistesblitze treffen, damit der gemeine Leser dieser geistigen Ergüsse auch noch den erhofften Mehrwert, an was auch immer, vorfindet. Das ist aber bei weitem nicht die einzige Frage, die einen Blogger schlaflose Nächte beschert. So manche Fashion-Bloggerin zelebriert aus purer Verzweiflung ihre besonderen Umstände als Expedition auf den Mount Everest. Soweit will ich es jetzt aber nicht kommen lassen.

Der einzige Grund, warum ich jeden Morgen die tägliche Anreise von etwas mehr als 2 Stunden in Kauf nehme ist, dürfte die Gewissheit sein, dass ich im Büro nicht in die Versuchung komme, Facebook und dem dort vorhanden Schwachsinn zu erliegen. Mal ganz davon abgesehen, dass es dort schön warm ist und der Strom umsonst aus der Steckdose kommt. Ich habe ein Dach über dem Kopf, eine Kantine in der Nähe und dauernd rufen mich mir wildfremde Menschen an, die mir unbedingt von Ihren Computerproblemen berichten wollen. In der Regel weise ich sie kurz und darauf hin, dass ich diese nicht bestellt habe und versuche das Gespräch so schnell wie möglich zu beenden.

„Ich hätte da mal ein Problem… Ich hab keins bestellt!“ Klick – tüt tüt tüt…

Ich scheine mit meiner Taktik des Kundenabwehrcenters durchaus erfolgreich zu sein, da mein Chef einen völlig zufriedenen Eindruck macht. Über den Rest lasse ich mich an dieser Stelle mal lieber nicht aus, da das hier ja keine Tragödie werden soll. Einzig allein die Tatsache, dass ich nur noch am Wochenende die Zeit finde, um an meinem kleinen Testlabor weiter zu basteln, bedrückt mich etwas. Aber auch das wird mich auf Dauer nicht aus bremsen.

Bevor ich jetzt die Folgen meines durchaus vorhandenen Sexuallebens ausschlachte, um mangelnde geistige Ergüsse zu kaschieren, besann ich mich wieder auf meine eigentliche Stärke – also dem Drücken der ALT + Druck Tastenkombination unter Windows. Allerdings mag mich das Programm Shutter unter Ubuntu nicht, mit dem ich in der letzten Zeit die Screenshots für diesen Blog schieße. Irgenwie bin ich noch nicht dahinter gekommen, wie man dort die Shortcuts so anpasst, damit man mit einer Tastenkombination das entsprechende Fenster als Bild festhält. Stattdessen öffnet sich dann Gnome-Screenshot, was mich dann wieder maßlos ärgert. Egal, ich will ja nicht mein Sexualleben hier breittreten.

Da die Rahmenbedingungen für meinen Blog auf Grund meiner Tätigkeit in einem Kundenabwehrcenter gerade nicht zum Besten stehen, will ich doch versuchen hier in regelmäßigen Abständen neue Inhalte zu veröffentlichen. Okay ich könnte zur Not ja noch über den Einfluss von Sonnenstrahlen auf das Liebesleben von Pflastersteinen schreiben oder über die Biostratigraphie und Paläoökologie miozäner Sedimentgesteine im Bereich der heutigen Küstenebene des Roten Meeres mit Foraminiferen. Man möchte es kaum glauben, aber darüber haben sich tatsächlich schon irgendwelche Spinner ausgelassen.

Wie geht es weiter?

Unverhofft kommt oft, unverho[e]ffter noch viel öfter.
Der schönste Plan wird zur Makulatur, wenn einem das wahre Leben einen Strich durch die Rechnung macht. Es muss aber auch irgendwie hier weitergehen. Jetzt ist hier schon so viel Zeit und Liebe in diesen Blog geflossen, da kannst Du einfach nicht aufhören. Also habe ich ein paar Gedanken darüber verschwendet, wie das hier in Zukunft aussehen könnte.

Das große Thema Krabbelstube von Niederrhein lockt jetzt nicht mehr wirklich die Masse hinterm Ofen her. Blogs die sich mit dem Thema E-Commerce beschäftigen, gibt es mittlerweile auch schon wie Sand am Meer. Ob die Qualität der Inhalte dort immer das ist, was sich der Leser erhofft, lasse ich mal offen. Was irgendwie schon immer gefehlt hat, ist die praktische Umsetzung der Thematik.

Damit bleibt das zentrale Thema erhalten und sonntags gibt es wieder Anleitungen satt. Der Aufbau einer IT-Infrastruktur für die E-Commerce-Branche bleibt das zentrale Thema in diesem Blog. An den Wochenenden werde ich auch weiterhin jede freie Minute, die ich aufbringen kann, in mein Testlabor stecken und alle Schritte dort schön säuberlich dokumentieren (ist ja meine Stärke).

Einmal in der Woche zu bloggen ist schon nicht schlecht. Zweimal in der Woche sich hier zu Wort zu melden wäre aber auch nicht schlecht. Stoff gibt es schließlich genug und wenn die Krabbelgruppe vom Niederrhein wieder herhalten muss. Damit ist der grobe Plan für die nächsten 12 Monate auch schon umschrieben. Und so als kleines Schmankerl zum Schluss. Bis zum nächsten Mittwoch schaue ich mir mal das Experten-Netzwerk von Mark Steier auf seinem „Blog“ Wortfilter an und ob dies im klassischen Sinne noch ein Blog ist.

2 Gedanken zu „Wohin geht die Reise?“

    1. Hoi Lydia,

      das mit dem Captcha deaktivieren ist so eine Sache. Sind sie doch dafür gemacht, um zu verhindern, dass blinde Robots ihre Kommantar-Spam auf den jeweiligen Seiten zu betreiben. Es gibt zwar mittlerweile auch Robots, welche das Captcha austrixen können. Das hat sich aber noch nicht bis zu jedem Blogger verbreitet. Das beste ist, diese Captcha Plugins erst gar nicht zu verwenden und dafür einen ordentlichen SPAM-Filter einzusetzen. Der Filtert zwar auch nicht alles heraus, aber erleichtert die Arbeit ungemein. Und dazu habe ich mich hier schon geäußert. Will leider niemand lesen.

      Gruß Michael

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