WordPress unter Pleskdesk installieren und konfigurieren

Ein Blog ist ein sehr dynamisches Projekt, das auch kein Ende kennt. Und WordPress ist so leicht zu installieren, dass selbst der Dümmste anzunehmende User (DAU) dieses auch kann. Und wer glaubt, selbst dazu zu dumm zu sein, kann sich immer noch einen fertigen Blog unter wordpress.com einrichten und dort sofort mit dem Bloggen loslegen. Und noch bevor wir uns eine lokale Entwicklungsumgebung auf dem eigenen Rechner zulegen, installieren wir uns WordPress schon mal auf unserem Webspace. Bei den Wald und Wiesen Hosting-Anbietern gibt es dafür sogar vorgefertigte Skripte, die das Kopieren der Programmdateien und einrichten des Content Management Systems für uns übernehmen. Ich zeige wieder hier exemplarisch am Beispiel der Verwaltungskonsole Pleskdesk, wie WordPress installiert wird und anschließend auch konfiguriert wird – schließlich wollen wir ja alle sicher surfen.

Installation von WordPress unter Pleskdesk

Der erste Teil ist absolut kinderleicht. Wir melden uns in der Verwaltungskonsole für unseren Webspace Pleskdesk an, navigieren zu der Domain, für die wir WordPress installieren wollen und klicken dort auf den Button “Apps installieren”.

Auf der Seite Anwendungen von DeineDomain.de geben wir rechts im Suchfeld “WordPress” ein und klicken auf den Suchen Button daneben. Anschließend wählen wir rechts den Eintrag Installation (Benutzerdefiniert) im Dropdown-Menü neben dem Button Installieren aus. Würden wir direkt auf den Button Installieren klicken, würde WordPress in einen vorgegebenen Unterordner auf unserem Webspace installiert werden. Anschließend müssten wir umständlich den Root-Ordner in Webspace-Verwaltung umbiegen, was wir uns an dieser Stelle sparen wollen.

Im nächsten Schritt wird schon WordPress von wordpress.org heruntergeladen (diesen Screenshot konnte ich noch so gerade machen!). Der Grund dafür ist relativ simpel. Natürlich könnte ich erst WordPress von wordpress.org herunterladen, das Paket lokal entpacken und dann mit einem FTP-Client auf dem Webspace hochladen, danach noch über phpMyAdmin eine Datenbank anzulegen, um dann endlich die eigentliche Installation durchzuführen. Das dauert selbst mir als Puristen viel zu lange und darum nehme ich das Skript hier, weil es einfach schneller ist.

Auch Open Source Software hat eine Lizenzvereinbarung und darum aktivieren wir das Feld vor “Ich akzeptiere die Lizenzbedingungen“, nachdem wir diese aufmerksam studiert haben, und klicken auf den Button Weiter.

Auf der nächsten Seite müssen wir ein paar Einstellungen vornehmen und die üblichen Fragen beantworten. Bei “Geben Sie den Installationsort für diese Webanwendung an:” lassen wir alles so wie es ist. Unter Update-Einstellungen wählen wir die Option “Diese App automatisch aktualisieren, wenn Updates verfügbar sind.” an. Im Administratorzugang denken wir uns einen geheimen Administrator-Namen aus und klicken auf den Button Generieren um uns vom System ein sicheres Passwort erstellen zu lassen. Also nimmt bitte nicht so etwas wie Benutzername Admin und Passwort qwertz123. Darüber freut sich der russische “Hacker” besonders, weil er null Komma nichts eure Seite gekapert hat. Um der Flut der Passwörter her zu werden empfehle ich denn Einsatz des Passwort Managers KeePass. Den Benutzernamen und das Passwort notieren wir uns aber zur Sicherheit auf einem Stück Papier!

Unter E-Mail-Konfiguration nur noch die eigene E-Mail-Adresse hinterlegen und dann können wir schon auf den Button Installieren klicken.

Die Installation dauert dann in etwas genauso lang wie der Download (bei diesem Screenshot war ich vorbereitet!).

Damit ist jetzt die Installation von WordPress abgeschlossen und wir können uns über einen Klick auf den Link Anmelden im Backend das erste Mal anmelden.

Ein Content Management System besteht immer aus zwei Teilen. Zum einem wäre da das Frontend. Das ist jener Teil, den die Besucher zu Gesicht bekommen. Und dann haben wir da noch das Backend. Also jenen Teil, den nur die Autoren und Administratoren sehen können. Im Backend erstellen wir dann auch später unsere Inhalte. Hier melden wir uns über den geheimen Benutzernamen und sein Passwort, das wir oben in der Installation angelegt an.

Anschließend sind wir im Backend gelandet. Der Aufbau von WordPress ist wunderbar übersichtlich gestaltet. Oben links mit dem schönen Haussymbol steht der Name des Blogs über dessen Link wir direkt ins Frontend gelangen. Die linke Seitenleiste ist unsere Navigation durch das Content Management System. Fahren wir mit der Maus über einen Menüpunkt klappten die Untermenüpunkte automatisch auf, sofern welche vorhanden sind. Ganz oben rechts steht der Benutzername und über einen Klick gelangen wir ins Profil um es dort zu bearbeiten.

Mehr müssen wir schon für den Anfang gar nicht wissen. Bevor wir jetzt aber unseren ersten Blogbeitrag schreiben wollen wir eine kleine Konfiguration an unserem Blog vornehmen. Ziel ist es, den Blog komplett auf HTTPS umzustellen. Also gehen wir nochmals zurück in die Verwaltungskonsole Pleskdesk.

Den Blog auf HTTPS umstellen

In der Verwaltungskonsole Pleskdesk scrollen wir unter Websites & Domains zu unserer Blog-Domain und klicken dort auf den Link Hosting-Einstellungen.

In den Hosting-Einstellungen unter Sicherheit aktiveren wir die SSL-Verschlüsselung und wählen im Dropdown-Feld unser Let’s Encrypt Zertifikat aus. Anschließend speichern wir unsere Änderungen mit einem Klick auf den Button OK ganz unten.

Wir wechseln jetzt wieder ins Backend von unserem WordPress Blog und rufen in der Navigation den Menüpunkt Einstellungen -> Allgemein auf. Hier ändern wir die WordPress-Adresse [URL] von http://DeineDomain.de auf https://DeineDomain.de und die Website-Adresse [URL] von http://DeineDomain.de auf https://DeineDomain.de. Anschließend scrollen wir ganz nach unten und klicken auf den Button Änderungen übernehmen.

Anschließend müssen wir uns erneut im Backend anmelden. In der Adressleiste unseres Browsers sollten wir aber jetzt schon ein grünes Schloss-Symbol erkennen können.

Bis jetzt war die Sache nicht wirklich schwer. Jetzt brauchen wir aber einen FTP-Client wie FileZilla mit dem Wir die Datei wp-config.php, die direkt im Root-Verzeichnis unseres Webspace liegt herunterladen können, mit wir sie anschließen etwas anpassen können. Eigentlich sollte es an dieser Stelle schon alles funktionieren, aber je nach Server und Design kann es sein, dass wir trotzdem ein wenig nachhelfen müssen.

 

In die wp-config.php fügen wir mit einem Text-Editor am Ende vor dem “?>” die folgende Zeile ein:

Datei speichern und wieder auf dem Webserver hochladen und dabei die bestehende Datei überschreiben.

Wer schon eine Weile fleißig geschrieben hat und einigen Inhalt auf seinem Webspace veröffentlicht hat, muss jetzt noch in der Datenbank die bestehenden Inhalte anpassen. Dazu müssen in der phpMyAdmin Verwaltungskonsole unter SQL folgende vier befehle der Reihe nach ausgeführt werden (Quelle: https://www.webongo.de/wordpress-https-umstellen/)

Dabei ist der Tabellen-Präfix wp_ durch den eigenen Tabellen-Präfix zu ersetzen und natürlich der Domainname im Skript. An dieser Stelle würde ich mir als Laie Unterstützung von einem Fachmann holen und hier ist in jedem Fall vorher auch eine Sicherung der Datenbank vorzunehmen. In diesem kleinen Projekt hier, können wir uns den Schritt sparen, da es noch keine Inhalte mit Links gibt.

Jetzt können wir unsere .htaccess – Datei noch etwas pimpen und alle Anfragen auf unseren Blog auf HTTPS umleiten dazu laden wir ebenfalls mit dem Filezilla FTP-Client die Datei herunter, öffnen diese in einem Text-Editor und fügen folgenden Zeile am Ende ein:

Wenn wir jetzt unsere .htaccess gespeichert und wieder hochgeladen haben, ist der anspruchsvollste Teil unserer WordPress-Installation schon abgeschlossen. Ab diesem Punkt können wir uns schon direkt auf das eigentliche Bloggen konzentrieren und der fängt damit an, dass wir für unseren Blog ein Impressum, eine Datenschutzerklärung, einen Haftungsausschluss (Disclaimer) und den ersten Blogbeitrag erstellen, bzw. überarbeiten – Hello World.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.