Zurück zum roten Faden

Die letzten Screenshots sind gemacht und die Sicherungspunkte für die virtuellen Maschinen sind angelegt. Die erste virtuelle Maschine wurde schon exportiert und in den nächsten Tagen folgen die restlichen. Es hat zwar viel länger gedauert als geplant, dafür habe ich wertvolle Erkenntnisse gewonnen, die kurz vor Ende noch in den Aufbau eingeflossen sind. Ich bin also wieder auf Kurs. Zeit ein kleines Fazit zu ziehen.

In den letzten Wochen sind so einige hundert Screenshots nochmal entstanden. Für die endgültige Dokumentation hatte ich alle virtuellen Maschinen gelöscht. Einzig meine Windows 10 Maschine habe ich nur auf den Ursprungszustand zurückgesetzt. Der Grund für die Aktion lag auf der Hand. Ich wollte saubere Screenshots haben und den Aufbau ein zweites Mal praktisch durchspielen. So etwas geht bei mir natürlich nicht, ohne die Gelegenheit zu nutzen, ein paar alternative Wege auszuprobieren. So etwas kostet natürlich Zeit und ist auch nicht immer gleich von Erfolg gekrönt.

Windows 10 oder Ubuntu Desktop?

Die Antwort auf diese Frage habe ich mir nicht leicht gemacht. Am Ende hat nicht unbedingt die Vernunft gesiegt, sondern die Erkenntnis das der Aufwand für den Aufbau der Basiskonfiguration nur mit Ubuntu Produkten in keinem Verhältnis mehr zu einer Lösung mit Windows gestanden hat. Ich hätte auf meiner Seite nochmal massiv Know-How aufbauen müssen, was sicherlich auch zu einem späteren Zeitpunkt noch geschehen wird. Der Aufbau des Testlabors mit Samba4 und Windows 10 als Client-Betriebssystem ist ein vertretbarer Kompromiss.

Das war dann auch der Grund, warum OpenWRT als Lösung für den Router ins Internet-Subnetz nicht mehr in Frage kam. An dieser Stelle kommt wieder die Lösung mit Ubuntu Server und „dnsmasq“ zum Einsatz. Was sich auch durchaus bewährt hat. In der Praxis würde man aber diesen Weg kaum so gehen. Im Testlabor benötigen wir aber diesen Server, weil später darüber die Installation von Windows und die Verteilung der Software automatisiert erfolgen soll.

Der Aufbau eines Testlabors stellt einen nicht unerheblichen Aufwand an Zeit dar. Mit einer virtualisierten Lösung spart man eine Menge Blech. Die Möglichkeit immer wieder auf diese Konfiguration zurückzugreifen, um neue Produkte oder Technologien zu testen, war letztendlich die wichtigste Anforderung an mein Testlabor. Diesen Meilenstein habe ich erreicht. In den nächsten Tagen werde ich die fehlenden Dokumentationen hier veröffentlichen und am Ende alles noch einmal in einem PDF-Dokument zusammengefasst zum Download bereit stellen.

Du und Dein Contoso

Ja Jens, ich und mein Contoso. Nehmen wir die Suchen und Ersetzen-Funktion von LibreOffice oder Word und ersetzen Contoso durch Example, dem englischen Wort für Beispiel, erhalten wir die gleichen Ergebnisse. Welchen Domainnamen man also hier verwendet spielt am Ende keine Rolle. Die Schritte bleiben nämlich die Gleichen. Was man aber nicht machen sollte, ist am Domain-Endungen wie „.intra“ oder „.local“ zu verwenden. Beim Nachbauen kann man aber, sofern einem das besser gefällt, auch gerne die Domänen example.com bzw. corp.example.com verwenden. Das gilt natürlich auch für die hier verwendeten Benutzernamen.

Wie geht es weiter?

Im August habe ich einen Workshop mit dem Thema Windows Deployment Toolkit gegeben. Daher passt es ganz gut, wenn jetzt dieses Thema noch einmal aufgreife. Auf diesem Weg kann auch die alle 90 Tage fällige Neuinstallation der Client-Computer im Testlabor automatisiert werden und die notwendigen Programme sind danach auch wieder alle vorhanden.

Das war es auch schon von mir. In den nächsten Wochen werde ich, wie schon angedeutet erst mal die fehlenden Anleitungen für den Test Lab Guide Base Configuration veröffentlichen und parallel dazu das Windows 10 Deployment mit OPSI vorbereiten.

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