Es gibt diese Momente, in denen man eigentlich nur draußen unterwegs sein will. Kein Bildschirm, keine Tickets, keine Systeme, die gerade „irgendwas Komisches machen“. Einfach ein Weg, ein paar Höhenmeter und die vage Hoffnung, dass das Wetter halbwegs mitspielt. Und trotzdem landet man gedanklich wieder genau bei dem, was man eigentlich hinter sich lassen wollte. Nicht, weil man es nicht abschalten kann. Sondern weil sich mal wieder jemand mit einer alten Kamelle meldet.
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Von der Badewanne auf den Baumstumpf
Manche steigen im Leben auf, andere landen – nun ja – auf einem vermoosten Baumstumpf irgendwo im Wald. Diese kleine Plastikente hat es offenbar sattgehabt, immer nur in der heimischen Badewanne ihre Runden zu drehen. Also raus in die große weite Welt, frische Luft schnuppern und sich dabei denken: „Hier kommt ohnehin keiner vorbei.“
Tja. Falsch gedacht. Natürlich steht genau hier jemand mit Kamera, der sich fragt, warum zur Hölle eine Ente mit Strohhut im Wald posiert. Und anstatt einfach weiterzugehen, wird erst einmal fein säuberlich fotografiert. Denn nichts schreit mehr nach „Bild der Woche“ als ein Motiv, das absolut keinen Sinn ergibt – aber genau deshalb perfekt ist.
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Apokalypse in Gelb – und keiner merkt’s.
Statt heldenhafter Märsche durch die wilden Weiten des Westerwalds gab’s diesmal nur eine orbitale Trödelrunde auf dem Planetenweg – ein Ausflug von kosmischer Belanglosigkeit. Doch dann: dieses Feld. Gelb. Schrill. Aufdringlich wie ein schlecht gelaunter Kanarienvogel. Ob Raps, ob Senf – wen kümmert’s? Die Natur schreit förmlich: „Guck mich an, du Spaziergänger der Mittelklasse!“ Und man schaut. Natürlich. Denn zwischen Parkplatz, Planetentafel und Pollenattacke liegt plötzlich ein kleines Stück Farbgewitter. Fast schon schön. Wenn es nicht so verdammt gelb wäre.
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Frühling. Schon wieder.
Veröffentlicht am 20. April. Also quasi „live“ – gemessen an der Halbwertszeit von Kirschblüten.
Ja, ich weiß. Der Frühling ist fast durch, die Ersten stehen schon wieder mit Gartenschlauch und Grillzange bereit, und ich komme jetzt mit einem Blütenbild um die Ecke. Aber nicht irgendeinem! Dieses Bild wurde nicht mit irgendeinem dahingeworfenen Smartphone-Klick gemacht – es ist das Ergebnis einer bewussten Entscheidung, Technik in die Hand zu nehmen, durch einen echten Sucher zu schauen und den Auslöser zu drücken, während andere noch über ISO-Werte googeln.
Aufgenommen am 23. März im Schwetzinger Schlossgarten – einem Ort, der wie gemacht ist für inszenierte Idylle. Und während dort die Zierkirschen in aller Ruhe ihre jährliche Blütenshow ablieferten, konnte ich nicht anders, als an IT-Projekte zu denken.
Denn draußen läuft ein Release-Zyklus nach dem anderen – ohne Jira, ohne Scrum Board, ohne Deployment-Probleme. Keine Nachtschichten. Kein Hotfix. Kein „Wir sind kurz offline, gleich geht’s weiter“. Und am Ende? 100 % Verfügbarkeit und Nutzerzufriedenheit. Wie machen die das nur?
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Blühende Härte – Stiefmütterchen trotzen dem Wind aus Norden
Während die Natur langsam aus dem Winterschlaf erwacht, stehen diese Stiefmütterchen bereits stramm im Beet und lassen sich selbst vom kräftigen Wind aus Norden nicht aus der Fassung bringen. Dass sie dabei ständig durchgeschüttelt wurden, stört sie offenbar weniger als den Fotografen – der gegen den Wind um ein scharfes Bild kämpfen musste.
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Märchenhaft oder düster? Neuschwanstein zwischen Traum und Realität
Postkartenmotiv oder Drehort für einen düsteren Mittelalter-Thriller? Neuschwanstein kann beides. König Ludwig II. wollte ein Märchenschloss – bekommen hat er ein gotisches Instagram-Highlight, das selbst an trüben Tagen Touristen in Massen anzieht. Würde er heute noch leben, hätte er vielleicht einen neuen Bewunderer: König Donald I. von Amerika. Der würde sicher schon darüber twittern, wie „sehr viele Leute sagen, es sei das schönste Schloss, vielleicht das beste Schloss, das je gebaut wurde – und keiner hat es besser verdient als er selbst.“
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Luxus-Stau auf der A2: Vollsperrung mit All-inclusive-Wartezeit
Stundenlange Entspannung auf der A2 – wer braucht schon Wellnesshotels? Inklusive exzellenter Aussicht auf Lkw-Planen, exklusiver Sitzplatzgarantie und Premium-Wartezeitmanagement durch eine Vollsperrung. Leider ohne Catering und sanitäre Anlagen, aber hey – man soll ja auch mal verzichten können.
Fürs nächste Mal wünsche ich mir wenigstens einen Strecken-DJ und einen Foodtruck. -

Bayrische Lösung für unliebsame Monarchen
Das Wasser ist trüb, die Luft ist rein – Donald muss ertrunken sein. Bis heute rätseln Historiker über das Ende des Märchenkönigs. War es ein Unfall? War es Mord? Oder hat einfach jemand beschlossen, dass Bayern keinen exzentrischen Schlossherrn mehr braucht? Das Kreuz im Wasser weiß es vermutlich – aber typisch bayrisch hält es dicht.
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Ein Mahnmal für Vernachlässigung und dem schleichenden Verfall von Ordnung
Einst hielt dieses Schild unbefugten Verkehr auf – heute hält es nur noch Moos und Rost. Windschief und überwuchert steht es da, ein Sinnbild für Strukturen, die einst stabil waren, aber langsam zerfallen. Ob in der Weltpolitik, der Umwelt oder der Gesellschaft: Wenn sich niemand mehr verantwortlich fühlt, übernimmt irgendwann das Chaos. Die Frage ist nur – wer repariert es?
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Profifotograf vs. pragmatischer Radwanderer
Fotografie und Radwandern – eine Traumkombination! Zumindest, wenn man nicht vergisst, dass man eigentlich Radwandern wollte und nicht als Packesel einer Fotoausrüstung durch die Landschaft ächzt. Während der Profifotograf mit Stativ, Teleobjektiv und gefühlt einem Kleinwagen an Zubehör anrückt, setze ich als pragmatischer Radwanderer lieber auf das Motto: „Knipsen und weiter!“ Wer hat nun den besseren Ansatz? (Spoiler: Ich.)
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