Kategorie: Bild der Woche – Weil Perfektion überbewertet ist!

Jede Woche küren wir ein neues Meisterwerk, das entweder atemberaubend schön, unfassbar kurios oder einfach nur ein glücklicher Zufall ist. Ob dramatische Sonnenuntergänge, majestätische Pfützen oder kunstvoll verwackelte Meisterwerke – hier gibt es alles, was das Fotografenherz (oder der Algorithmus) begehrt. Viel Spaß beim Staunen, Schmunzeln oder Kopfschütteln! 😆📸

  • Gorch Fock – Jetzt auch als Museum für Steuergeldverschwendung

    Gorch Fock – Jetzt auch als Museum für Steuergeldverschwendung

    „Gesichtet in Stralsund – da liegt sie, die goldene Galionsfigur deutscher Haushaltspolitik.“

    Nach 135 Millionen Euro Sanierung sieht sie wieder blendend aus – die Gorch Fock. So viel Pomp, dass selbst Kreuzfahrtschiffe neidisch werden. Segeln? Irgendwann vielleicht. Aber erst einmal weiterhin das machen, was sie am besten kann: Still daliegen, strahlen und dabei leise flüstern: „Ich war mal ein Ausbildungsschiff …“

  • Wenn die Tour Spuren hinterlässt – nicht nur in den Beinen, sondern auch am Schutzblech.

    Wenn die Tour Spuren hinterlässt – nicht nur in den Beinen, sondern auch am Schutzblech.

    Es war einer dieser Tage, an denen du nach 60 Kilometern nicht mehr weißt, ob das Summen im Ohr von der Kettenschaltung kommt – oder von deinem Nervensystem. Die Strecke? „Leicht profiliert“ laut Beschreibung – in Wahrheit eine subtile Folter zwischen Kopfsteinpflaster, Single-Trail und dem freundlichen Hinweis: Radfahrer absteigen.

    Am Ende bleibt: ein Bein, das wie Pudding zittert, eine Banane, die du aus Trotz nicht gegessen hast – und dieses Schutzblech hier. Daran hängt alles: ein halber Wald, klebriger Matsch, ein Käfer, der wahrscheinlich noch lebt, und der Stolz eines Tages, der Spuren hinterlassen hat.

    Und jetzt? Fahrrad putzen. Oder einfach das Bild posten. Das ist auch Pflege. Irgendwie.

  • Arbeiten ist schön — zuschauen aber auch.

    Arbeiten ist schön — zuschauen aber auch.

    Während wir uns in endlosen Calls, To-do-Listen und Zielvereinbarungsgesprächen verlieren, zeigt uns diese Skulptur gnadenlos, wie einfach das Leben sein könnte. Keine Deadlines. Keine Meetings. Kein Stress. Nur Sonne, Sand und völlige Entspannung.
    Vielleicht fragen wir uns einfach mal ehrlich: Arbeiten wir noch — oder kompensieren wir nur?
    Denn manchmal ist Nichtstun die effektivste Form der Produktivität. Nur traut sich kaum jemand.

  • 📸 Verschluss verrutscht – aber nicht verloren

    📸 Verschluss verrutscht – aber nicht verloren

    Sie schaut etwas müde, die kleine G7 X Mark II. Der Objektivverschluss hat sich wohl gedacht: „Ich mach dann mal halb offen.“ Kein Drama, nur ein bisschen Staub und Dreck. Der Canon Support sollte das richten können. Und das ist auch gut so. Denn auch wenn der Zahn der Zeit an ihr genagt hat, sie gehört noch lange nicht zum Altenteil. Noch ein paar Abenteuer, ein paar Schnappschüsse – und dann schauen wir weiter. Fürs Erste bleibt sie: meine treue Begleiterin mit dem offenen Blick.

  • Chillen wie ein König – nur ohne Krone

    Chillen wie ein König – nur ohne Krone

    Hier sehen wir das hochwohlgeborene Erdmännchen-Königreich in seiner ganzen Pracht: Faulheit, Sonnenbaden und gelegentliches Gähnen. Die königlichen Untertanen ruhen standesgemäß auf Sandhügeln, während ihr Herrscher, das Erdmännchen mit dem aufrechten Sitz, majestätisch über sein Reich wacht – das Mittagsschläfchen nicht gestört, bitte.

  • Kapitel 7: Die Schildbürger und der buckelige Aufstieg

    Kapitel 7: Die Schildbürger und der buckelige Aufstieg

    Einst beschlossen die Schildbürger, einen Radweg von Bettendorf nach Obertiefenbach zu bauen – steil sollte er sein, damit es dem Volke nicht zu leicht würde. Doch oh weh! Die Bäume links und rechts dachten nicht daran, sich den Plänen zu beugen und schickten ihre Wurzeln auf Wanderschaft.

    Die Schildbürger aber – weise wie eh und je – setzten kein Pflaster, keine Sanierung, kein Radwegkonzept dagegen. Nein! Sie taten das einzig Vernünftige: Sie stellten ein Schild auf. „Wurzelschäden“, stand da. Und siehe: Das Schild war gerade genug, der Weg blieb bucklig, und alle litten gleichermaßen – ganz im Geiste der Gleichberechtigung.

    So kam es, dass man fortan sagte: „Wer nach Obertiefenbach will, muss leiden können – oder lesen können.“

  • 🦋 Bild der Woche: „ISO-lierte Schönheit auf Rauschmittel“

    🦋 Bild der Woche: „ISO-lierte Schönheit auf Rauschmittel“

    Trassenheide, 27. April:
    Ein Prachtexemplar von Schmetterling, das aussieht, als würde es nachts lieber in der dunklen Ecke einer Tropenhalle abhängen, anstatt sich fotogen ins Licht zu setzen. Mit 265 mm Brennweite, Blende 6.3 und ISO 6400 auf der Jagd nach Schärfe – doch leider hat die Kamera dabei mehr Rauschen produziert als die Ampel im Wahlkampfmodus.

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  • HDR aus der Hölle – Natur macht auf Kalenderblatt

    HDR aus der Hölle – Natur macht auf Kalenderblatt

    Am 25. April 2025 hatte ich das zweifelhafte Glück, diesen hyperklischeehaften Sonnenuntergang am Achterwasser direkt vor dem Café Knatter auf Usedom festzuhalten. Die Natur hat hier offensichtlich abermals tief in die Farbpalette gegriffen – ganz so, als wollte sie einem Werbeprospekt für „Wellness mit Ausblick“ Konkurrenz machen. Glänzendes Wasser, perfekte Horizontlinie, Sonnenuntergang wie aus dem Stockfoto-Katalog – fehlt eigentlich nur noch die Silhouette eines verliebten Pärchens mit Picknickkorb. Aber gut: Wenn schon Kitsch, dann bitte konsequent.

  • Caspar David Friedrich würde kotzen.

    Caspar David Friedrich würde kotzen.

    Statt einsamem Wanderer über dem Nebelmeer: ein Fotograf im Wettlauf mit lärmenden Touristen, wild entschlossenen Selfiesticks und der permanenten Angst, dass ein Tsunami die Idylle zerstört. Eine Sekunde Belichtungszeit reichte, um das Chaos um mich herum verschwinden zu lassen – und plötzlich sieht die Ostsee wieder aus wie ein melancholisches Gemälde von 1818. Romantik? Klar. Aber bitte mit Parkplatz, WLAN und Bratwurstbude in 800 m Entfernung (siehe Königsstuhl und Kap Arkona).

    Der Spot? Natürlich nur erreichbar über einen 4,5 km langen Wanderweg. Bergauf. Beide Richtungen.

  • Apokalypse in Gelb – und keiner merkt’s.

    Apokalypse in Gelb – und keiner merkt’s.

    Statt heldenhafter Märsche durch die wilden Weiten des Westerwalds gab’s diesmal nur eine orbitale Trödelrunde auf dem Planetenweg – ein Ausflug von kosmischer Belanglosigkeit. Doch dann: dieses Feld. Gelb. Schrill. Aufdringlich wie ein schlecht gelaunter Kanarienvogel. Ob Raps, ob Senf – wen kümmert’s? Die Natur schreit förmlich: „Guck mich an, du Spaziergänger der Mittelklasse!“ Und man schaut. Natürlich. Denn zwischen Parkplatz, Planetentafel und Pollenattacke liegt plötzlich ein kleines Stück Farbgewitter. Fast schon schön. Wenn es nicht so verdammt gelb wäre.